Auberginen-Okra-Curry mit braunem Reis und Koriander

Januar ist nicht meine Jahreszeit. Bei dem gruselig kalt-nassen Wetter da draußen könnte ich mich nur verkriechen. Doch mit feinen Tees, leckeren Eintöpfen und Currys lässt sich der Winterblues ganz gut vertreiben. Als ich vor einigen Tagen im großen Asia-Supermarkt in Berlin Steglitz war, fiel mein Blick auf den frischen Koriander und die Okra-Schoten im Kühlregal. Soviel Aroma war genau das, was ich in diesem Moment brauchte! Also ab ins Einkaufskörbchen und nach Hause an den Herd… Solltet Ihr keine Okra-Schoten bekommen, so könnt Ihr diese im Rezept einfach durch grüne Bohnen bzw. Prinzessbohnen ersetzen. Und natürlich könnt Ihr auch TK-Ware verwenden. Und ja, Ihr habt völlig Recht, wenn Ihr jetzt anmerkt, dass Auberginen kein saisonales Gemüse sind. Doch verzeiht, dieses Mal konnte ich nicht anders. Ich brauchte einfach Mal einen kleinen kulinarischen Lichtblick im ganzen trüben Wintergrau. Daher gibt es bei mir heute ein super-leckeres Auberginen-Okra-Curry mit viel frischem Koriander und braunem Reis. Dunkelheit und Kälte? Von mir aus, im Topf blubbern dafür Aroma, Wärme und gaaaanz viel Geschmack. Nicht unterkriegen lassen, die Tage werden schon wieder deutlich länger! Alles Liebe, Eure Lea

Zutaten (für 4 Portionen)

  • 300 Gramm Naturreis | auch brauner Reis oder Vollkornreis
  • 1.5 Liter Gemüsebrühe oder leicht gesalzenes Wasser
  • 1-2 Zwiebeln | ca. 150 Gramm
  • 1 kleine oder halbe Knoblauchzehe
  • 1-2 Auberginen | ca. 500 Gramm
  • 150 Gramm Okraschoten | können durch Grüne Bohnen bzw. Prinzessbohnen ersetzt werden
  • 4 Stangen Staudensellerie
  • 1 Dose geschälte Tomaten im eigenen Saft oder „gestückelte Tomaten“ | 400 Gramm
  • 300 Gramm frische Tomaten (oder eine Dose Schältomaten mehr)
  • 20 Gramm frischer Ingwer
  • 2-3 EL Pflanzenöl
  • 1 EL Agavendicksaft
  • 4 EL Tomatenmark
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Ras el-Hanout | marokkanische Gewürzmischung 
  • Ein halber TL Paprika de la Vera | geräuchertes Paprikapulver oder wahlweise 1 EL süßes Paprikapulver
  • Grob gemahlene Chiliflocken oder eine halbe frische Chilischote
  • 1 Bund frischer Koriander
  • 3 EL Zitronensaft
  • 2-3 EL geröstete Sesamsamen
  • 1-2 Avocados

Variationsmöglichkeit: Ich bekomme Okraschoten bei uns in Berlin im Asia-Supermarkt. Ihr könnt statt der Okraschoten aber auch einfach Grüne Bohnen bzw. Prinzessbohnen verwenden. Schneidet dabei die Enden ab und die Bohnen schräg in 2-3 Teile. Wenn Ihr mögt, könnt Ihr auch einfach TK-Bohnenstangen verwenden. Statt Reis bietet es sich auch an, Quinoa, Couscous oder Hirse zu verwenden. Bereitet diese einfach nach Packungsanleitung zu und serviert zu diesem köstlichen Curry.

Zubereitung (ca. 60 Minuten)

Mit der Zubereitung des braunen Reis beginnen, da dieser von der Kochzeit am längsten braucht.

Gut zu wissen: Der braune Reis enthält sehr viele B-Vitamine und deutlich mehr Mineral- und Ballasstoffe als normaler, weißer Reis. Dadurch bringt brauner Reis auch die Verdauung in Schwung. Denn im Gegensatz zu weißem, geschältem Reis, enthält er noch die Schale (Kleie). Daher muss er auch deutlich länger kochen und hat einen leicht nussigen, sehr angenehmen Geschmack. Der braune Reis ist leicht gelblich von der Färbung her, aber nicht braun. Bitte verwechselt daher braunen Reis bzw. Naturreis/Vollkornreis nicht mit Wildreis. Der braune Wilreis mit den dünnen, harten langen Körnern, ist auch sehr lecker, aber im Grunde genommen gar keine „wilde Form“ des klassischen Reis. Sondern es handelt sich dabei um die Samen einer Wassergras-Sorte, die vor allem in Kanada und den USA angebaut wird. Für dieses Curry hier eignet sich dunkler Wildreis eher weniger (höchstens in Mischung mit Vollkorreis).

Den braunen Reis in einem feinen Sieb unter klarem Wasser spülen und in einen Topf geben. 900 ml Gemüsebrühe oder Wasser aufgießen, etwas Salz (wenn Ihr Brühe benutzt nur wenig oder kein zusätzliches Salz) hinzufügen und den Reis erhitzen. Wenn das Wasser kocht, Hitze etwas reduzieren und den Naturreis ca. 45-50 Minuten köcheln lassen. Ab und zu umrühren und immer wieder portionsweise Wasser zugießen. Insgesamt werden ca. 1,5 Liter Wasser bzw. Brühe benötigt. Wenn der Reis bissfest bzw. gar ist, stellt man ihn mit geschlossenem Deckel zur Seite und lässt ihn noch ein bisschen ziehen.

Während der Reis kocht, kann man langsam beginnen, auch das Auberginen-Okra-Curry vorzubereiten und zu kochen. Dann wird ungefähr alles zur gleichen Zeit fertig.

Für die Zubereitung des Currys Zwiebeln und Knoblauchzehe abziehen und fein würfeln. Tomaten waschen, achteln, entkernen und in feine Stücke schneiden (oder eine zweite Dose Schältomaten bzw. passierte Tomaten verwenden). Auberginen waschen, die Enden abschneiden und Auberginen in etwa 1cm große Würfel schneiden.

Okraschoten waschen, die Enden entfernen und in Ringe schneiden.

Den Staudenselerie waschen und mundgerecht aufschneiden. 20 Gramm frische Ingwer schälen.

2-3 EL Öl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebel- und Knoblauchstücke darin 2-3 Minuten anbraten, bis sie ganz leicht Farbe annehmen. Dann den Ingwer mit einer Ingewerreibe aufreiben und das Fruchtfleisch dazu geben. Anschließend die Auberginen-, Okra- und Selleriestücke dazu geben und nochmals 2-3 Minuten anbraten.

Gemüse mit 1 EL Agavendicksaft karamellisieren lassen. Die geschnittenen sowie die Dosen-Schältomaten mit Saft dazu geben. Dabei die Schältomaten mit den Händen vorsichtig etwas zerquetschen, wenn Ihr sie in den Topf gleiten lasst. 4 EL Tomatenmark und 250 ml Wasser hinzufügen und das Curry auf mittlerer Hitze 15 Minuten köcheln lassen. Immer wieder vorsichtig umrühren. Nach der Hälfte der Kochzeit eine halbe Chilischote in Röllchen schneiden und hinzufügen oder das Gericht später mit groben Chiliflocken würzen.

Nach etwa 15 Minuten Kochzeit das Curry mit Kreuzkümmel, Ras el-Hanout, Salz und groben Chiliflocken (oder frischer, aufgeschnittener Chili) würzen. Koriander hacken und bis auf ein paar Blätter zum Garnieren in das Curry einrühren. Curry nach Belieben mit Wasser strecken und mit Salz und Kreuzkümmel abschmecken.

Reis in ein kleines Schälchen füllen, mit einem Löffel andrücken und jeweils auf den Teller stürzen. Curry dazu geben. Avocado aufschneiden, mit Zitronensaft beträufeln und leicht salzen. Avocadostücke zum Curry geben und das Gericht mit gerösteten Sesamkörnern bestreut sowie etwas Koriander garniert servieren.

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5 Gedanken zu „Auberginen-Okra-Curry mit braunem Reis und Koriander

  1. Julia

    Köstlich! Wir haben das Curry heute mit grünen Bohnen und Couscous statt Reis gegessen. Es schmeckt wirklich unglaublich gut. Schönes Wochenende.

    1. Lea Beitragsautor

      Hallo Julia,
      super, Bohnen und Couscous sind perfekt dazu! Freut mich, dass Du so eine tolle Variation gemacht hast und es geschmeckt hat! Ganz liebe Grüße aus dem verschneiten Berlin, Deine Lea

  2. Jesse Gabriel

    Richtig schönes Rezept, wenn man hier einmal anfängt zu essen, dann kann man aber nicht wieder so schnell damit aufhören.
    Ha, in diesem Asia Markt in der
    Gutsmuthsstr. bin ich bestimmt auch einmal in der Woche, zur zeit haben sie meinen Lieblings Kürbis wieder da, den grünen Hokkaido , nicht den eingedeutschten sondern den richtig leckeren.
    Liebe Grüße, Jesse Gabriel aus Berlin

    1. Lea Beitragsautor

      Hallo Jesse,
      ja, genau den Asia-Markt meine ich… ach, wir Berliner sind mit solchen Angeboten schon verwöhnt, nicht wahr?! Ich kaufe dort auch häufig Bohnen, Kichererbsen und vor allem diesen wunderbaren frischen Koriander ein… also vielleicht läuft man sich dort Mal über den Weg 😉 danke für Dein liebes Feedback, zuwink Lea

  3. Ursula

    Hey Lea,

    ja mit der Aubergine hast du Recht, da bin ich beim Lesen erstmal drüber gestolpert, aber dann hat mich nichts gehalten und ich habe mir auch eine kleine besorgt, da ich noch ein paar Stangen Sellerie im Kühlschrank hatte und keine Ahnung, was damit anzufangen. Da ich gegen Lebensmittel wegschmeißen bin, mussten die irgendwie integriert werden, da kam das neue Rezept genau recht.
    Ich habe es dann zumindest soweit jahreszeitlich gehalten, indem ich keine frischen Tomaten verwendet habe, sondern die stückigen aus der Dose. Okraschoten habe ich auch leider noch nie zu Gesicht bekommen, sodass mir Tiefkühlbohnen reichen mussten. Trotz allem ist es ein wirklich köstliches Gericht geworden, ganz wohlig wärmend und trotzdem sehr leicht.
    Du verwendest ja häufig Avocado nebenbei noch in den Gerichten, wo ich manchmal denke, dass ich sie nicht bräuchte, aber hier fand ich sie richtig passsend und einen wichtigen Bestandteil, was ich vorher so nicht gedacht hätte 🙂
    Also dieses Gericht werde ich sicher wiederholen <3

    Liebste Grüße,
    Ursula

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