Sojafrei/ Sommer

Fruchtig-scharfes Rhabarber Chutney

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Ob Konfitüre, Kompott, Kuchen, Sirup oder Saft – die hübschen roten Rhabarber-Stängel sind nicht nur sehr schön anzusehen, sondern auch vielseitig zu verarbeiten. Doch obgleich sich der süß-säuerliche Geschmack des Rhabarbers geradezu anbietet, ist die Herstellung von Rhabarber-Chutney nicht so sehr verbreitet. Vielleicht wirkt es für den ein oder anderen erst ein Mal befremdlich, Rhabarber mit Knoblauch, Zwiebeln und Chili zu kombinieren. Doch wenn man es ausprobiert, merkt man schnell, dass Rhabarber mit seinem hohen Säuregehalt für Chutney wie gemacht ist. Süß-säuerlich und zugleich scharf-pikant gewürzt schmeckt Rhabarber als Dip zu Gemüse, verfeinert Currys oder gibt Seitan-Gerichten einen traumhaft würzigen Touch. Eigens zu diesem Chutney habe ich daher auch mein allerliebstes veganes Buletten-Rezept veröffentlicht: Grünkernkern-Bohnen-Buletten. Ich bin schon gespannt zu hören, womit Ihr Rhabarber-Chutney am liebsten kombiniert. Das Chutney passt übrigens auch zu Pumpernickel oder zu veganem Käse.

Zutaten für 1-2 Einweckgläser

  • Etwas Olivenöl
  • 350 Gramm Rhabarberstangen
  • 100 Gramm getrocknete Aprikosen | Die Aprikosen sollten schön weich sein. Ich benutze so genannte “Soft-Aprikosen”
  • 150 ml Orangensaft | entspricht dem Saft von 1-2 Orangen
  • 1 EL Miso-Paste
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleine Zwiebel oder eine halbe Zwiebel | ca. 45 Gramm
  • 1 halbe Chilischote | wer es scharf mag nimmt eine ganze Chili
  • 3 El Agavendicksaft
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Rote Bete Saft | zum Beispiel von eingelegter Roter Bete
  • 4 Zweige Zitronenthymian

Tipp: Zitronenthymian verfeinert nicht nur dieses süß-scharfe Chutney, sondern eignet sich auch hervorragend zum Veredeln von Salaten, zum Würzen von gebratenem Sommergemüse oder als Highlight in spritzigen Schorlen. Daher habe ich immer etwas Zitronenthymian in einem großen Topf auf meinem Balkon. Er liebt Sonne und muss regelmäßig gegossen werden, ist sonst aber weitgehend anspruchslos. Daher kann ich jedem nur raten, die feinblättrige Pflanze auf dem Balkon oder im Garten zu haben und sich von dem zitronig-ätherischen Geschmack verzaubern zu lassen.

Zubereitung

Rhabarberstangen gut waschen.

Die Enden abschneiden und den Rhabarber in kleine Stücke schneiden. Sollten die Stängel schon etwas hart oder holzig sein, bitte die “Fäden” aus dem Sängel ziehen, harte Stellen entfernen und/oder die Stängel zum Teil etwas schälen. Bei noch jungem Rhabarber ist das aber nicht notwendig.

Soft-Aprikosen klein schneiden. Knoblauchzehe und Zwiebel abziehen und fein würfeln. Chilischote in feine Ringe schneiden.

Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel- und Knoblauchstücke kurz anschwitzen. Rhabarber und Softaprikosen dazu geben und nach etwa 2 Minuten mit 1 EL Agavendicksaft karamellisieren lassen. Nach weiteren 3 Minuten mit dem Saft von 1-2 Orangen ablöschen. Chiliröllchen unterrühren und bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren und nach etwa 5 Minuten Kochzeit nochmals 2 EL Agavendicksaft und die Miso-Paste einrühren. Die Gesamt-Kochzeit beträgt in etwa 10-12 Minuten. Am Ende der Kochzeit rühre ich 1-2 EL Rote Bete-Saft ein, damit das Chutney eine tolle orange-rote Farbe bekommt.

Herd abschalten, Zitronenthymian ohne harte Stängel-Teile klein hacken und einrühren. Chutney nun noch etwa 5 Minuten ohne Hitze bei geschlossenem Deckel ziehen lassen.  Chutney mit einer kleinen Prise Salz abschmecken. In 1-2 Einweckgläsern verschlossen und im Kühlschrank gelagert, hält das Chutney mindestens 2 Wochen.

Tipp: Das Chutney ist ein toller Dipp für Gemüse, ist aber auch köstlich auf Pumpernickel. Außerdem passt das Chutney besonders gut zu veganen Buletten. Hier geht es zu meinen köstlichen Grünkern-Bohnen-Laibchen, die hervorragend dazu passen.

Beim Servieren garniere ich das Chutney mit einigen Chiliröllchen und frisch gehacktem Zitronenthymian.

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achtzehn − vierzehn =

19 Kommentare

  • Reply
    Grit
    22. Mai 2016 at 13:27

    Hi Lea,
    natürlich hab ich wieder mal nicht alles Nötige vorrätig.

    • Reply
      Grit
      22. Mai 2016 at 15:49

      Und weshalb auch immer steht da nur die halbe Frage….was kann man statt Misopaste und rote Beetesaft benutzen?

      • Reply
        Lea
        22. Mai 2016 at 17:13

        Hallo Grit,
        kein Problem 🙂 also der Saft der Roten Bete nutze ich hier vorrangig, um dem Chutney eine schöne rote, leuchtende Farbe zu geben. Wenn Du den Saft weglässt, wird das Chutney etwas gelblicher und farblich nicht so intensiv. Bei der Miso-Paste ist das so eine Sache: Reis-Miso hat einen ganz eigenen würzigen Geschmack. Vielleicht gibst Du statt dessen 1 bisschen Sojasoße dazu? Grundsätzlich kannst Du Beides ersatzlos streichen. Du wirst immer noch ein leckeres Chutney bekommen, aber es schmeckt halt etwas anders als dieses hier 🙂 Ganz liebe Grüße Lea

  • Reply
    Bina
    24. April 2016 at 19:38

    Liebe Lea, welche Misopaste benutzt du? Ich habe in der BioCompany 3 verschiedene Misopasten von Arche gesehen und bin nun unschlüssig, welche ich da kaufen soll. Die sind ja nicht gerade billig..

    • Reply
      Lea
      25. April 2016 at 08:47

      Hallo Bina,
      ich benutzt das Genmai-Miso von Arche. Diese Misopaste schmeckt mir besonders gut und sie ist auch glutenfrei 😉 Hier der Link: http://amzn.to/21bEEy2
      Viel Spaß beim Nachkochen. Ganz liebe Grüße Lea

  • Reply
    Ursula
    13. Juni 2015 at 21:25

    Ganz kurz: Yummy, yummy 🙂

    • Reply
      Lea
      16. Juni 2015 at 22:24

      Freut mich, liebe Ursula!

  • Reply
    Elisabeth
    16. September 2014 at 11:26

    Hallo Lea – ich dachte man muss Rhabarber schälen? Braucht man das in diesem Fall nicht zu tun?

    • Reply
      Lea
      16. September 2014 at 21:51

      Hallo Elisabeth, Du hast Recht – wenn der Rhabarber schon recht hoch gewachsen und anfängt, etwas holzig zu werden, sollte man “die Fäden” aus dem Strunk ziehen bzw. die Stängel leicht schälen. Ich habe ziemlich junge, zarte Rhabarber-Stängel genommen, damit ich diese nicht schälen muss und so die schöne rote Farbe des Chutneys entsteht. Es kommt also immer ein bisschen darauf an, wie der Rhabarber so ist. Also harte Stellen und Fäden sollte man schon entfernen, ist er jung und zart, ist das hier nicht notwendig. Ich werde das im Rezept auch nochmals deutlicher rein schreiben. Ganz liebe Grüße Lea

  • Reply
    Julia
    31. Mai 2014 at 14:52

    Danke, Lea, das Rezept ist großartig! So lecker, dass ich gleich eins der Gläser weggelöffelt hab. 😉
    Und der Rharbararbestand im Garten sieht nun auch nicht mehr so extrem üppig aus. Supi!

    • Reply
      Lea
      31. Mai 2014 at 20:54

      😀

  • Reply
    Luise
    30. Mai 2014 at 20:16

    Sieht super aus! Welches Volumen haben deine Einweckgläser? 😉

    • Reply
      Lea
      31. Mai 2014 at 20:52

      Hallo Luise, ich hatte 2x 250 ml Einweckgläser 🙂

  • Reply
    Natalie
    27. Mai 2014 at 18:55

    Das Chutney steht gerade fertig in der Küche =) Die ersten Probier-Löffelchen waren schonmal sehr lecker, auch wenn optisch nicht so gelungen wie bei dir 😉 Ich bin schon sehr gespannt, wie es sich in Kombi mit den Buletten macht! Liebe Grüße, Natalie

    • Reply
      Lea
      29. Mai 2014 at 21:30

      Hey Natalie, schön von Dir zu hören…jetzt hast Du mich neugierig gemacht 🙂 Wie sind die Buletten gelungen und wie hat Euch die Kombi mit dem Rhabarber-Chutney geschmeckt? Freue mich, weiter von Dir zu hören – zuwink Lea

  • Reply
    Natascha
    25. Mai 2014 at 19:44

    Wann rührst du denn den EL Miso ein? Ganz zum Schluss oder lässt du es mitköcheln?
    Mein Chutney ist leider nicht so schön orange geworden, aber dafür knallrot. 🙂 Vielleicht liegt es daran, dass ich ungeschwefelte Aprikosen (und etwas zu viel rote Beete-Saft) genommen habe?
    Auf jeden Fall ein super Rezept!

    • Reply
      Lea
      25. Mai 2014 at 19:52

      Hallo liebe Natascha, danke, dass Du mich darauf aufmerksam gemacht hast, dass ich im Text vergessen hatte zu erwähnen, wann ich die Miso-Paste einrühre. Ich würde sagen, so gegen Ende hin, wenn ich den Agavendicksaft dazu gebe. Ich füge das im Text jetzt nachträglich ein. Im Bezug auf die Farbe kommt es natürlich immer auf die Intensität des Rhabarbers und, wie Du ganz richtig sagst, die Farbe der getrockneten Aprikosen an. Aber rot finde ist auch hübsch, oder? Ich gebe den Rote Bete Saft vor allem deshalb dazu, weil das Chutney manchmal so blässlich wird – also eher gelblich und ich es gerne etwas knalliger habe. Ich hoffe es schmeckt Dir & danke, dass Du mir geschrieben hast 🙂 Bis bald, Deine Lea

      • Reply
        Natascha
        26. Mai 2014 at 11:30

        Liebe Lea,
        es schmeckt super! Und rot knallt auch sehr schön! 🙂 Danke für die Ergänzung der Miso-Paste. Statt Zitronenthymian (konnte ich nirgendwo bekommen) habe ich übrigens Zitronensalbei genommen. Hat auch eine schöne zitronige Note hinzugefügt.
        Freue mich auf weitere spannende Rezepte von dir!
        Herzliche Grüße, Natascha

        • Reply
          Lea
          29. Mai 2014 at 21:41

          Zitronensalbei? Ich will auch Zitronensalbei – unbedingt!! Klingt grandios… kannte ich aber noch nicht. Bis bald, freue mich wieder von Dir zu hören, Deine Lea