Frühling/ Hauptgerichte

Grünkern-Bohnen-Buletten mit Rhabarber-Chutney

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Diese Grünkern-Bohnen-Buletten gehören zu meinen absoluten Lieblingsrezepten. Doch ich habe lange hin und her überlegt, wie ich das Rezept nennen soll. “Grübos” vielleicht oder einfach nur “Leas Lieblingsbuletten”?  Denn ich finde den Ausdruck “Grünkern” in etwa so einladend wie Omas Haferschleim. Und das ist extrem schade, denn das wird Grünkern in keinem Fall gerecht. Grünkern und Grünkernschrot sind für die pflanzliche Küche eine riesige Bereicherung und obendrein noch eine tolle Alternative zu Sojaprodukten. Grünkern verleiht veganen Gerichten eine angenehm herzhafte Note, Biss und einen einmalig würzigen Geschmack. Diese Buletten etwa bekommen durch Grünkernschrot nicht nur eine angenehm feste Konsistenz sondern auch einen tollen deftigen Geschmack und nicht zuletzt eine super Optik. Man kann die Buletten ganz klassisch servieren oder wie hier, mit einem säuerlich-scharfen Chutney kombinieren. Ob also Grünkern-Bohnen-Laibchen oder einfach “Grübos” – dieses Rezept gehört zu meinen ganz persönlichen Favoriten und ich hoffe, bald auch zur Liste Eurer veganen Lieblingsessen.

Zutaten für 12 Buletten

Gruenkern geschrotet Kidneybohnen

  • 2 EL Olivenöl
  • 150 Gramm Grünkern geschrotet
  • 1 Zwiebel | ca. 100 Gramm
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 1 Dose Kidneybohnen | entspricht etwa 265 Gramm Abropfgewicht, aber etwas mehr geht auch
  • 85 Gramm Semmelbrösel
  • 1 EL scharfer Senf | ich benutze Estragon Senf aus Österreich
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Paprikapulver süß
  • 0,5 TL Kreuzkümmel
  • 0,5 TL Liquid Smoke | Spezial-Gewürz, das einen rauchigen, deftigen Geschmack erzeugt
  • Salz und grober Pfeffer aus der Gewürzmühle
  • Ein paar zweige frischer Thymian
  • Etwas Mehl für das Ausformen der Buletten bzw. Laibchen

Zutaten für das Chutney

Zutaten und Herstellung des herrlich süß-scharfen Rhabarber-Chutneys habe ich in einem separaten Rezept ausführlich beschrieben. Hier gehts zum Rezept.

Zubereitung der Buletten

300 ml Gemüsebrühe bereitstellen. Grünkernschrot abwiegen und in einem Haarsieb unter fließendem Wasser kurz spülen. Eine Zwiebel abziehen und in ganz feine Würfel schneiden. Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin anschwitzen. Nach etwa 2 Minuten Grünkernschrot hinzu geben, kurz anbraten und mit 200 ml Gemüsebrühe aufgießen. Das Ganze kurz aufkochen lassen und dann bei leicht gekipptem Topfdeckel etwa 10-12 Minuten bissfest kochen. Immer wieder umrühren und Gemüsebrühe nachgießen, wenn die Flüssigkeit zu stark verdampft ist. Der bissfest gekochte Grünkern-Schrot sollte zum Schluss die Flüssigkeit komplett aufgesogen haben. Andernfalls restliche Flüssigkeit im Topf abgießen und den gekochten Grünkernschrot ein wenig auskühlen lassen.

Ofen zum Warmhalten der Buletten leicht vorheizen.

Harte Stängelteile vom Thymian entfernen und klein hacken. Kidneybohnen aus der Dose in ein Sieb gießen und mit klarem Wasser abspülen. Bohnen anschließend in eine große Schüssel geben und mit dem Schneidstab pürieren. Wer möchte, kann die Bohnen natürlich auch im Mixer pürieren und das Bohnenmus anschließend in eine Schüssel geben. Bohnenmus mit dem gegarten Grünkernschrot vermischen. Semmelbrösel, 1 EL scharfer Senf sowie 1 EL Tomatenmark, etwas Salz, viel frisch gemahlenen Pfeffer, den klein gehackten Thymian, etwas Liquid Smoke, 1 EL Paprikapulver und Kreuzkümmel dazu geben und das Ganze mit beiden Händen zu einer gleichmäßigen Bulettenmasse verarbeiten.

Masse mit leicht angefeuchteten Händen zu Laibchen formen. Ich bestäube dafür die Arbeitsfläche zusätzlich mit etwas Mehl, was den Buletten noch etwas mehr Bindung beim Formen gibt.

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Buletten nach und nach bei hoher bis mittlerer Hitze von beiden Seiten etwa 3-4 Minuten goldbraun anbraten. Buletten bis zum Servieren auf einem Teller im Ofen warm halten.

Tipp: Die Buletten schmecken auch kalt ganz wunderbar und eignen sich daher hervorragend für Partybuffets, zum Mitnehmen aber auch zum Wieder-Erwärmen im Ofen. Im Kühlschrank halten die Buletten etwa 3 Tage.

Man kann die Buletten einfach mit grünem Salat oder Kartoffelsalat servieren. Natürlich passen saure Gurken, Ketchup, Senf oder Salsa dazu. Mein ganz besonderer Tipp istaber das besagte “Rhabarber-Chutney”. Die Kombination aus den herzhaften Buletten und dem säuerlich-scharfen Chutney ist die Wucht. Zum Rhabarber-Chutney-Rezept geht es hier: Rhabarber-Chutney

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15 Kommentare

  • Reply
    Anja
    8. Mai 2016 at 20:57

    Hallo Lea (und auch andere “Experten”), das Rezept klingt super-lecker, aber:
    woher bekomme ich Liquid-Smoke?? Und ist das nicht irgendwie schädlich (ich hab keine Ahnung, aber es klingt so 🙂 )?

    • Reply
      Lea
      9. Mai 2016 at 20:04

      Hallo Anja, Du das kann ich ganz gut nachvollziehen. In der Tat hört sich “Liquid Smoke” ein bisschen “gefährlich” an – so künstlich irgendwie. Aber es ist nicht mehr als eine Würzsoße, ähnlich wie Sojasoße, nur dass sie einen sehr rauchigen Geschmack hat. Liquid Smoke enthält Wasser, Raucharoma, Melasse, Essig und Salz… man kann es im Veganz kaufen. Es macht einen Geschmack, als hätte man die Zutaten auf einem Grill zubereitet. Aber es gibt auch eine tolle Alternative dazu: “Paprika de la Vera”! das ist geröstetes Paprikapulver. Das erhält man in großen Supermärkten ganz normal in der Gewürzabteilung. Vielleicht ist das was für Dich? Der Geschmack ist sehr sehr ähnlich. Das Gewürz gibt den Buletten einen tollen herzhaften Geschmack. Du wirst es mögen 😉 Ganz liebe Grüße Lea

      • Reply
        Anja
        12. Mai 2016 at 10:07

        Vielen lieben Dank für Deine Antwort Lea! Leider gibt es hier keinen Veganz 🙁 Aber ich werde es einfach mal in einem größeren Supermarkt probieren. Bin schon ganz gespannt! Übrigens Dein Blog ist echt toll !

        • Reply
          Lea
          14. Mai 2016 at 16:31

          Hi Anja,
          also das geräucherte Paprikapulver solltest du auch in ganz normalen, großen Supermärkten bekommen. falls Du Liquid Smoke haben möchtest, kannst du es auch einfach online bestellen. Ich benutze dieses hier: http://amzn.to/1ZQvzJu
          ganz liebe Grüße Lea

  • Reply
    Ursula
    13. Juni 2015 at 21:22

    Hallo Lea,

    heute Abend habe ich meine Familie mit den Buletten bekocht. Die waren auch ganz lecker, allerdings habe ich den Grünkern nicht wirklich geschmeckt und meine Schwester meinte, dass sie eben so ähnlich schmecken wie andere Rezepte von dir. Was denkst du, wie ich kommt der besondere Geschmack der Buletten mehr raus? Weniger Gewürze? Mehr Grünkern?

    LG,
    Ursula

  • Reply
    Caro
    6. März 2015 at 15:51

    gäbe es eine alternative zum grünkern?

    lg caro

    • Reply
      Lea
      6. März 2015 at 17:26

      Hallo Caro,
      klar, man muss die Buletten nicht aus Grünkern machen – man kann auch Tofu, Bohnen, Quinoa oder Linsen für tolle Buletten benutzen. Nur sind das dann etwas andere Rezept-Zusammenstellungen. Also ich kann Dir leider nicht sagen, bitte ersetze den Grünkern 1:1 mit Tofu, weil dann bröckelt Dir das zu Schluss noch alles auseinander. Aber schau’ Dir doch mal diese beiden Alternativen an: 1) Bohnenbuletten (kannst auch Kidneybohnen nehmen) oder 2) Quinoa-Buletten 😉 In meinem Kochbuch, das im Mai erscheinen wird, gibt es dann noch ganz viele weitere Alternativen! Ich hoffe, ich konnte Dir helfen, liebe Grüße Lea

      • Reply
        Caro
        9. März 2015 at 14:33

        Ich glaub, dann kauf ich im Reformhaus einfach mal Grünkern und lass mich überraschen 🙂 Lg Caro

        • Reply
          Lea
          9. März 2015 at 14:59

          Hallo Caro, ja, besorg’ das Mal…wirste sehen, damit kann man wirklich super kochen und Grünkernschrot ist eine schöne Alternative zu Sojaschnetzel. Aber Achtung: GrünkernSCHROT!!, nicht Grünkern – das ist ein großer Unterscheid 🙂 Liebe Grüße & gutes Gelingen Lea

  • Reply
    Jerome
    23. Dezember 2014 at 14:52

    Sehr, sehr lecker sind die! Meine zerfallen leider, weil ich nur ganzen Grünkern bekommen habe und ihn wohl zu schlecht selber geschrottet habe.

    Guter Tipp mit dem Chili und der Bolognese, dafür werde ich den GK nun verwenden und das nächste mal die Buletten mit geschrotteten machen.

    LG
    Jerome

    • Reply
      Lea
      23. Dezember 2014 at 16:05

      Hi Jerome, oh schade, dass die zerfallen sind! Das ist mir noch nie passiert – daher liegt es sicherlich daran, dass sie nicht ganz geschrotet waren. Aber ich finde das total süß, dass Du das so positiv siehst und mir so nen super netten Kommentar hier schreibst! Ganz liebe Grüße & bis bald Lea

  • Reply
    rolf ahlborn
    27. Mai 2014 at 18:47

    super lecker! saved my day! danke

    • Reply
      Lea
      29. Mai 2014 at 21:31

      Hey Rolf, mir haben die auch schon das Leben gerettet 😉 …lach… ich mache die super oft – die halten auch gut über Nacht bzw. 1-2 Tage im Kühlschrank und ich nehme die dann auf Arbeit mit und futtere die kalt mit scharfem Senf…es sind einfach die Besten, liebe Grüße Lea

      • Reply
        Janine
        6. Juni 2014 at 21:44

        Kann ich auch ungeschroteten Grünkern nehmen? Lg

        • Reply
          Lea
          7. Juni 2014 at 12:29

          Hallo Janine, leider brauchst Du für dieses Rezept tatsächlich “geschroteten Grünkern” – die Körner an sich sind nämlich ziemlich groß und die Buletten würden sicherlich zerbröseln bzw. auseinander brechen und nicht gut halten, wenn man Grünkern im Ganzen verwenden würde. Aber Du kannst mit ungeschrotetem Grünkern ganz tolles Chili sin Carne machen. Oder Du verwendest Grünkern für Spaghetti Bolognese – da passt das auch super! Liebe Grüße Deine Lea