Sommer/ Sojafrei

Selbstgemachte Tortilla-Chips mit Hot Salsa und Guacamole

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Fiesta Mexicana – es geht doch manchmal nichts über salzig-knackige Chips mit einem richtig feurigen und einem etwas “besänftigenden” Dipp. Die Auswahl an Tortilla-Chips ist heutzutage ja sogar in Discountern groß, aber selbst gemachte Chips schmecken einfach um ein Vielfaches besser und intensiver. Da wir Menschen und keine Maschinen sind, sehen die selbst gemachten Chips außerdem sehr rustikal und nicht so “gleichförmig” aus. Es darf losgeknuspert werden. 

Zutaten für zwei Portionen

Für die Tortillas bzw. die Chips

  • 200 Gramm Maismehl
  • 150 Gramm Weizenmehl | sowie etwas Mehl zum Ausrollen der Fladen
  • 250 ml Wasser
  • 1-2 EL Olivenöl
  • 0,5 TL Salz

Für die Marinade

  • 7 EL Olivenöl
  • 1 gehäufter TL Paprikapulver süß
  • 1 TL Salz
  • 0,5 TL Chiliflocken grob gemahlen

Für das Hot Salsa

  • 3 Tomaten
  • 2 kleine Knoblauchzehen
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 1,5 EL frisch gepresster Limettensaft
  • 1 Chilischote scharf
  • 1 TL Agavendicksaft
  • 0,5 TL Salz
  • Chiliflocken je nach Geschmack

Für die Guacamole (= Avocado-Dip)

  • 1 reife Avocado | mit einer unreifen Avocado sollte man es gar nicht erst versuchen. Die Avocado ist reif, wenn das grüne Fruchtfleisch sämig und schön weich ist – sich allein schon mit der Gabel verrühren lässt.
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 2 EL frisch gepresster Zitronensaft
  • 0.5-1 TL Salz
  • 0,5- 1 Chilischote scharf

Zubereitung

Da Tortillachips, wie der Name schon sagt, aus den klassischen Tortillas – also Mais- oder Weizenfladen – bestehen, beginnt die Arbeit an diesem Rezept mit der klassischen Tortilla-Herstellung.

Über das Mischungsverhältnis zwischen Mais- und Weizenmehl, gehen die Meinungen stark auseinander. Hinzu kommt, dass die klassischen Maistortillas in Südamerika mit einem ganz speziellen “weißen Maismehl” zubereitet werden, das bei uns nicht leicht, also nur im Fachhandel zu erstehen ist. Ich benutze ganz normales, handelsübliches Maismehl und mische es entsprechend mit Weizenmehl (Typ 405 oder 550).

Damit die Chips schön kross werden und die Fladen zuerst hauchdünn ausgebacken werden können, nutze ich die Mischmenge 200 Gramm Maismehl : 150 Gramm Weizenmehl. Das reicht in etwa für 6-8 Tortilla-Fladen. Je nachdem wie groß man sie im Durchmesser gestaltet.

Tipp: Da die Chips zerteilte Fladen sind, ist es ratsam, möglichst kleine Fladen mit geringem Durchmesser zu backen. Denn dann lassen sich einfach und schnell die “kleinen” Tortilla-Ecken abtrennen, indem die Fladen geachtelt werden.

Für den Tortilla Teig alle aufgeführten Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. ich mache das per Hand und knete den Teig erst in einer Rührschüssel und im Anschluss daran auf einer bemehlten Fläche mindestens 4-5 Minuten. Der Teig ist anfangs etwas bröselig und sollte dann schön geschmeidig und glatt werden.

Im Anschluss unterteile ich den Teig in ca. 6-8 Portionen. Diese erst zur Kugel formen und dann mit einem Nudelholz auf einer bemehlten Fläche rund und hauchdünn ausrollen. Die Fladen in einer heißen Pfanne mit möglichst wenig oder fast keinem Öl ausbacken und im Ofen warm stellen. Dabei mit einem leicht feuchten Tuch abdecken, damit sie schön weich bleiben.

Anschließend die Tortilla-Fladen in die klassische Dreiecksform schneiden. Dass dies nicht so gleichmäßig gelingt, wie die maschinell erstellten Chips, macht die Tortilla-Chips erst recht interessant und toll anzusehen.

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Dann die Tortilla-Ecken marinieren.

Für die Marinade Öl mit Salz und Paprikapulver in einer großen Schüssel vermischen. Die geschnittene Tortilla-Dreiecke darin kräftig wenden und auf ein Blech mit Backpapier legen. das Backblech mit den Chips ca. 10 Minuten in den Ofen geben.

Tipp: Die Chips im Ofen nie aus den Augen verlieren. Denn die Backzeit kann je nach Ofenart und -alter stark variieren. Im Schnitt werden die Chips zehn Minuten brauchen, aber man sollte aufpassen, dass sie keinesfalls verkohlen. Und das kann ganz schnell gehen.

In der Zwischenzeit das Hot Salsa und die Guacamaole zubereiten.

Für das Hot Salsa drei Tomaten über kreuz einritzen und kurz ins kochende Wasser geben. Die Haut abziehen und die Tomaten vierteln oder achteln. Die Kerne komplett entfernen und den Rest der Tomaten in einen Mixer geben. Zwiebel grob schneiden und zwei geschälten Knoblauchzehen mit in den Mixer geben. Je nach individuellem Schärfe-Empfinden zusätzlich eine viertel, halbe oder ganze Chilischote ohne Kerne hinzugeben und das Ganze kurz an-mixen ohne es komplett zu einem Mus zu verarbeiten. Mit Salz, Agavendicksaft Chiliflocken und Limettensaft abschmecken.

Für die Guacamole eine Avocado entkernen und das Fruchtfleisch zusammen mit einer kleinen Knoblauchzehe, Zitrone, Chili, Agavendicksaft und viel Salz vermengen bzw. mixen – je nachdem, wie “fein” man die Guacamole haben möchte. Ich selbst mische sie oft lediglich mit einer Gabel, so dass sie etwas “stückig” bleibt.

Zum Schluss die Tortillachips mit Hot Salsa und Guacamoole als Dips noch ofenwarm servieren. In einer “Keksdose” oder Tupperbox mit Backpapier bleiben die Chips einige Tage lang frisch & knackig. Auch Salsa hält im Kühlschrank zwei Tage. Die Guacamole hingegen kann nicht lange aufbewahrt werden. Sie wird schnell ganz braun und sieht unschön aus. Wer es doch versuchen will, muss viel Zitrone auf die Guacamole träufeln, sie mit Frischhaltefolie bedecken und in den Kühlschrank stellen.

 

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9 Kommentare

  • Reply
    Tim
    1. Dezember 2017 at 15:41

    Super Beschreibung und tolle Bilder ! Meine Freundin und ich haben uns die heute Abend zu einem Film gemacht. Sie waren super lecker 🙂
    Dankeschön und LG Tim

    • Reply
      Lea
      4. Dezember 2017 at 20:09

      Hallo Tim,
      freue mich riesig über Dein tolles Feedback und dass die Chips so gut gelungen sind. Selbstgemacht schmeckt’s halt doch am besten, auch wenn “eine Tüte aufreißen” halt schneller geht. Aber geschmacklich kann man das nicht vergleichen. Hoffe, Ihr Beiden findet noch viele weitere Inspirationen hier auf Veggies. Wenn Ihr grundsätzlich “Chips” gerne mögt, schau Dir mal meinen Taco-Salat mit Grünkern und cremiger “Käse”sauce an. Vielleicht ist das was für Euch? Passt nicht nur zum Sommer. Mega-lecker sag’ ich Dir, herzlichst Lea

  • Reply
    Patrick
    29. Dezember 2015 at 12:18

    Hi,

    kann ich die Tortilla Fladen auch vorbereiten und diese dann in Frischhaltefolie im Kühlschrank lagern? Sollte eigentlich nichts dagegen sprechen oder?

    Viele Grüße

    Patrick

    • Reply
      Lea
      3. Januar 2016 at 23:18

      Hi Patrick,
      sorry, dass ich jetzt erst antworte, aber ich hatte mir zwischen den Jahren eine kleine Auszeit genommen. Wünsche ein Frohes Neues!! Wenn Du die Tortilla-Fladen in den Kühlschrank packst, musst Du sie vor dem verwenden im Ofen oder in einer Mikrowelle nochmals ein bisschen erwärmen, damit sie wieder weich werden, aber sonst spricht da nix dagegen 😉 Alles Liebe Lea

  • Reply
    Ursula
    15. November 2015 at 18:55

    Hallo liebe Lea,

    die Chips habe ich Freitag zu einem Spieleabend mitgebracht, alle waren begeistert. Nur die Salsa hat irgendwie gar nicht geschmeckt als ich sie abgeschmeckt habe, sodass ich sie noch weiterverarbeitet habe – frei nach Schnauze. Das wundert mich, weil eigentlich ist da ja nichts besonderes dran. Ich probier es vielleicht einfach nochmal, wenn ich die Chips das nächste Mal mache 🙂

    LG,
    Ursula

  • Reply
    Elke
    7. Juli 2015 at 19:56

    Hallo liebe Lea,

    die leckere Salsa noch mit etwas Koriander verfeinert (wie bei den Maisfritters in deinem Kochbuch), Cuacamole schmeckt sowieso immer klasse. Aber die Tortilla-Chips sind echt super. Man denkt man ist/isst in Mexico 🙂
    Bei der Hitze genau das richtige Rezept um genüsslich zu snacken 🙂
    Schmeckt sehr lecker wie immer 🙂

    Liebe Grüße
    Elke

  • Reply
    Caro
    19. März 2015 at 09:59

    Habe die Salsa gestern ausprobiert, die ist der Hammer!! Sie war zwar etwas flüssig, da ich die Tomatenkerne aus Bequemlichkeit nicht entfernt hatte, aber geschmacklich toll… Werde die Kerne das nächste Mal aber auf jeden Fall entfernen und vielleicht noch eine Paprika untermischen (muss verwertet werden).
    Lg Caro

  • Reply
    habe-ich-selbstgemacht
    13. Januar 2015 at 22:22

    Wow, super lecker. Eine tolle Seite mit köstlichen Fotos hast du.
    Viele Grüße Julia

    • Reply
      Lea
      16. Januar 2015 at 10:29

      Hallo Julia, vielen lieben Dank für Deine Nachricht 🙂 und noch viel Spaß beim Rezepte-Stöbern… Deine Lea