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Back to basic: Kokos-Daal mit braunem Reis & Prinzessbohnen

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In letzter Zeit habe ich auffallend oft Lust auf Gerichte ohne allzu viel Schnickschnack. Zumeist habe ich viel Hunger, wenig Zeit und möchte reinen, ursprünglichen Geschmack auf meinem Teller haben. Es sind dann meist ganz einfache, ursprüngliche Zutaten und bewährte (Nährstoff-)Kombinationen, die ich mir in leckeren Schalen zusammen stelle. Viele dieser so genannten “Bowls” schaffen es aber erst gar nicht bis auf meinen Blog, meistens weil sie mir zu wenig ausgefallen, zu wenig “neu” erscheinen. Aber vielleicht sind es gerade die unkomplizierten Alltagsgerichte, die für viele Veggies-Leser interessant sind. Also: “back to basic”! Heute gibt es ein aromatisch duftendes Daal mit Naturreis und Bohnen. Naturreis wird auch als “brauner Reis” bezeichnet. Aber bitte verwechselt braunen Reis nicht mit Wildreis, so wie ich das lange Zeit gemacht habe. Wildreis ist nämlich genau genommen gar kein Reis. Es handelt sich dabei um die Körner einer Wassergras-Art aus Nordamerika, die Reis lediglich ähnelt. Brauner Reis sieht hingegen gar nicht braun aus, sondern ist eher leicht grau-braun, zum Teil ist er grünlich. Er ist weniger geschält als der klassische weiße Reis und enthält daher sehr viel mehr Nährstoffe und schmeckt lecker nussig. Er passt toll zum cremig-fruchtigen Daal und liefert wichtige Vitamine und Mineralstoffe.

Zutaten für 4 Portionen

Für das Daal mit Bohnen

  • 2-3 EL Rapsöl zum Braten
  • 1 (rote) Zwiebel
  • 150 Gramm Karotten | etwas 3-4 Stück
  • 2-3 Stangen Staudensellerie | ca. 100 Gramm
  • 1 EL Agavendicksaft
  • 200 Gramm rote Linsen
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 1 scharfe Chilischote | nach individuellem Schärfe-Empfinden dosieren
  • 400 ml Kokosmilch
  • 35 Gramm Kokosraspeln
  • 1 Zitrone
  • 1-2 TL Garam Masala (indische Gewürzmischung bestehend aus Koriander, Bockshornklee, Kreuzkümmel, Nelken, Pfeffer, Zimt, Anis, Ingwer, Kümmel & Knoblauch)
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 EL süßes Paprikapulver
  • Eine Prise Zimt
  • Meersalz
  • Wer mag: 1 EL Sojasoße (kann für eine Soja-freie Variante entfallen)
  • Eine Hand voll frische Petersilie + Petersilie zum Garnieren
  • 150-180 Gramm Prinzessbohnen/Grüne Bohnen
  • Schwarzer, grob gemahlener Pfeffer

Für den Reis

  • 200 Gramm Naturreis | auch brauner Reis genannt, aber verwechselt ihn nicht mit dem dunkelbraunen, spitzen Wildreis; Ihr könnt wahlweise Basmatireis verwenden
  • 1 TL Meersalz
  • 700-750 ml Wasser
  • 30 Gramm Sonnenblumenkerne
  • 25 Gramm Kürbiskerne

Variationsmöglichkeit: Wer mag, kann den Saft einer frisch gepressten Orange zum Daal geben. Das macht das Gericht schön fruchtig. Auch frisch aufgeriebener Ingwer passt sehr gut dazu. Welche Reis-Art Ihr nehmt, bleibt ganz Eure Entscheidung. Ich könnte mir auch Dinkel oder Grünkern gut zum Daal vorstellen. Bei den Linsen solltet Ihr die roten oder gelben Linsen verwenden. Weitere Linsenarten haben etwas zu viel Biss und weichen beim Kochen für dieses Gericht nicht genügend auf.

Zubereitung (ca. 80 Minuten)

Mit der Zubereitung des braunen Reis beginnen, da dieser relativ lange köcheln muss.

Dafür den Reis in einem feinen Sieb unter klarem Wasser spülen und in einen Topf geben. 600 ml Wasser aufgießen, Salz hinzufügen und den Reis erhitzen. Wenn das Wasser kocht, Hitze etwas reduzieren und den Naturreis ca. 45-50 Minuten köcheln lassen. Ab und zu umrühren und bei Bedarf Wasser zugießen. Insgesamt werden ca. 750 ml Wasser benötigt. Wenn der Reis bissfest bzw. gar ist, stellt man ihn mit geschlossenem Deckel zur Seite und lässt ihn noch ein bisschen ziehen.

Während der Reis kocht, kann man langsam beginnen, auch das Daal vorzubereiten und zu kochen. Dann wird ungefähr alles zur gleichen Zeit fertig. Für das Daal die Zwiebel abziehen und fein würfeln. Die Karotten waschen und aufschneiden. Mit den Selleriestangen ebenso verfahren.

Die roten Linsen in ein Haarsieb geben und unter klarem Wasser spülen. Gemüsebrühe bereitstellen.

2 EL Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln im heißen Öl anschwitzen. Karotten- und Selleriestücke dazu geben und kurz anbraten. 1 EL Agavendicksaft dazu geben und die Zutaten 2-3 Minuten karamellisieren lassen. Dann die roten Linsen hinzu geben, umrühren und mit 250 ml Gemüsebrühe aufgießen. Eine halbe bis ganze Chilischote aufschneiden und hinein geben. Die Zutaten aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren und die Linsen köcheln lassen.

Nach etwa 5-8 Minuten Kochzeit, wenn ein Großteil der Brühe aufgesogen und verdampft ist, die Kokosmilch dazu gießen und umrühren. Weitere 10-12 Minuten köcheln lassen. Ab und zu umrühren.

Nach etwa 12 Minuten restliche Gemüsebrühe aufgießen, die Kokosraspeln unterrühren und das Daal erneut 5-10 Minuten sanft köcheln lassen. Das Daal am Ende der Kochzeit mit 3-4 EL Zitronensaft, Garam Masala, Kurkuma, süßem Paprikapulver, Zimt und reichlich Salz würzen. Eine Hand voll Petersilie waschen, hacken und unterrühren. Die Gesamtkochzeit für das Daal beträgt in etwa 30 Minuten. Das Daal kann danach noch einige Zeit ganz leicht vor sich hinköcheln bzw. bei geschlossenem Deckel ziehen. Im Grunde genommen ist es aber fertig. Je nach Belieben kann es noch mit Wasser ein wenig verdünnt werden.

Die Grünen Bohnen bzw. Prinzessbohnen waschen und die Spitzen abschneiden. Ein wenig Öl in einer Pfanne erhitzen und die Bohnen im heißen Fett ca. 3-4 Minuten anbraten. Mit reichlich Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.

Die Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Die gerösteten Sonneblumenkerne und die Kürbiskerne unter den Narturreis mischen.

Das Daal mit dem Naturreis in vertiefte Teller geben. Die gebratenen Bohnen hinzufügen und das Daal mit reichlich Petersilie garnieren.

Ich gebe zum Schluss noch einige geröstete Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, frischen Pfeffer und ein paar Chiliröllchen auf das Gericht. Fertig ist ein köstliches, gesundes Essen für Familie und Freunde.

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achtzehn − 15 =

5 Kommentare

  • Reply
    Ursula
    1. Juni 2015 at 21:50

    Liebe Lea,

    quasi direkt nach dem Mittagessen habe ich schon wieder angefangen zu kochen. Dieses Rezept stand auf meinem Plan. Ich bereite gerne schon Teile vor, denn häufig bin ich zu ungeduldig oder zu hungrig, wenn ich anfange zu kochen und nasche dann schon beim Zubereiten, hab dann gar nicht mehr so viel Hunger und kann das Gericht vor allem nicht so genießen.
    Ich habe es soweit fertig gemacht, dass ich die Kokosmilch dem Daal zugefügt habe. Das roch so gut, dass ich das dann nach einer Weile probiert habe und nun allen, die nicht so viel Zeit haben, dieses Rezept ebenfalls empfehlen kann, denn so schmeckte es klasse. Der Reis war auch schon fertig und mit den gerösteten Kernen war das kleine Probierschüsselchen ein echter Genuss.
    Am Abend habe ich es dann zuende gekocht, die Bohnen (habe TK-Brechbohnen gehabt, waren auch gut) gebraten und im Original gegessen.

    Und ich muss sogar gestehen, dass ich es in der unfertigen Variante leckerer fand 😀
    Aber das ist ja praktisch, dauert nicht so lang 🙂
    Nicht falsch verstehen, das Endergebnis war auch lecker, aber ich glaube die natürlicherere Variante hat mir noch besser gefallen.
    So, wieder ein wenig Rezepterfahrungsreicher begeb ich mich nun zur Ruhe, um morgen weiter zu machen bzw. die leckeren Reste aufzuessen .
    Sei lieb gegrüßt,
    Ursula

  • Reply
    Anja
    18. Mai 2015 at 08:52

    Du hast vollkommen Recht mit den Bowls, die alle so nebenbei entstehen und es nicht in den Blog schaffen – so geht es mir auch!
    Dhal (es gibt wohl zig Schreibweisen:) ) ist mein alltime Favourite wenn ich faul bin…. Deshalb bin ich immer happy über neue Anregungen und Variationen. Dieses hier klingt ganz großartig! Wird demnächst probiert!
    Liebe Grüße aus Düsseldorf 🙂
    Anja

    • Reply
      Lea
      25. Mai 2015 at 14:07

      Hallo Anja,
      Du hast auch einen sehr schönen Blog, Du “Foodnerd” (da hat Dir Dein Sohn ja einen schönen Spitznamen verpasst :-)) Ich verlinke hier gleich mal: http://theveganfoodnerd.com
      Also bitte alle auch mal bei der lieben Anja vorbeischauen. Da hat auch ganz tolle Rezeptideen, aber auch Buchvorstellungen und Smoothies.
      Danke Anja, schön, dass Du auch bei Veggies vorbeischaust, Deine Lea

      • Reply
        Anja
        25. Mai 2015 at 19:38

        Hallo Lea, danke für die Blumen

        • Reply
          Lea
          25. Mai 2015 at 19:58

          🙂