Leas veganes Weihnachtsmenü 2016

Hallo liebe Veggies-Leser!

Schön, dass Ihr hier seid. Wie Ihr wisst, liegt mir als Foodbloggerin das vegane Weihnachtsmenü jedes Jahr ganz besonders am Herzen. Es ist das jährliche Highlight meiner Rezepte. Denn ich liebe Weihnachten seit meiner Kinderzeit. Es ist ein ganz wunderbares Fest, wie ich finde. Weihnachten bedeutet für mich, einmal im Jahr ein paar Tage wirklich Ruhe zu finden und schöne Tage im Kreise der Familie zu verbringen. Doch für viele sind das Festessen sowie die Mahlzeiten an den Feiertagen auch Stress – vor allem wenn Veganer mit nicht-Veganern unterm Baum zusammen treffen. Umso wichtiger, ein tolles Menü zu haben, das optisch und geschmacklich begeistert und garantiert gelingt.

Deshalb habe ich mir auch dieses Jahr wieder viele Gedanken darum gemacht, wie ein tolles Weihnachtsmenü aussehen könnte, dass Veganer wie nicht-Veganer gleicher Maßen erfreut. Dabei ist mir immer besonders wichtig, dass es möglichst saisonale Anklänge hat und gut vorzubereiten ist. Denn wer möchte schon am Weihnachtsabend oder an den Feiertagen die ganze Zeit in der Küche stehen, während sich Gäste und Freunde um den Tisch versammelt haben.

Und hier kommt für Euch mein diesjähriges veganes Soulfood-Festtagsmenü zum Schlemmen und Genießen.

Vorspeise
Pilzpolenta im Wirsingmantel mit Cranberry-Chutney

Dieses Gericht schmeckt nicht nur fantastisch, es ist auch wunderschön anzusehen und wird ein echtes Highlight Eures Weihnachtsessens. Die Polenta bleibt im Wirsingmantel besonders saftig und bekommt durch die Shiitake-Pilze ein unglaublich köstliches Aroma. Den rustikalen Polentakuchen serviere ich mit einem fruchtigen Cranberry-Chutney.

Hauptspeise
Shepherd’s Pie mit Süßkartoffeln & Nüssen

Ein irischer Klassiker im veganen Gewand ist die Hauptspeise meines diesjährigen Weihnachtsmenüs: „Der Shepard’s Pie“. Dieser köstliche, aromatische „Schicht-Kuchen“ ist ein richtiges Familien-Wohlfühl-Essen, das auch Kindern schmeckt. Der Soulfood-Klassiker kann außerdem wunderbar Tags zuvor zubereitet und vor dem Servieren nochmals im Ofen erwärmt werden.

Dessert
Kokos-Tapioaka-Pudding mit heißen Zimt-Kirschen

Als Weihnachtsdessert serviere ich dieses Jahr einen Kokosmilch-Tapiokapudding, den ich mit Chai-Gewürz verfeinere und mit heißen Zimtkirschen auf den Tisch bringe. Tapioka sind kleine geschmacksneutrale Stärkekügelchen, welche aus Maniok hergestellt werden. Tapiokaperlen erhaltet Ihr in Asia-Supermärkten, in Biomärkten, Reformhäusern oder online. Wer möchte, kann diese Nachspeise aber ebenso mit Chia-Samen zubereiten.

Nachstehend findet Ihr die Auflistungen alle notwendigen Zutaten sowie eine detaillierte und bebilderte Anleitung zur Umsetzung jedes einzelnen Rezepts. Ich wünsche Euch gutes Gelingen und hoffe, Ihr habt alle ein wunderbares veganes Weihnachtsfest. Es gibt doch nichts Schöneres, als die Stillen Tage im Kreise von lieben und geliebten Menschen zu verbringen, Kraft zu tanken und köstliche vegane Speisen zu genießen.

Ein Frohes Fest Euch allen!

Eure Lea

I. Vorspeise
Pilzpolenta im Wirsingmantel mit süß-saurem Cranberry-Chutney

Zutaten für die Pilzpolenta im Wirsingmantel (4-6 Personen)

  • 6 große Wirsingblätter
  • 1 TL Haushalts-Natron (optional, sorgt aber für eine kräftig grün bleibende Farbe des Wirsings beim Kochen)
  • 1 Zwiebel (ca. 80 Gramm)
  • 200 Gramm Shiitake-Pilze oder braune Champignons
  • 1-2 EL Pflanzenöl zum Anbraten (ich benutze Kokosöl)
  • Meersalz
  • Grober schwarzer Pfeffer
  • Etwas Olivenöl zum Fetten der Backform (oder ein anderes Pflanzenöl)
  • 250 Gramm Polentagrieß (Schnellkoch-Polenta)
  • 800-900 ml Gemüsebrühe (kann je nach Polenta-Art etwas variieren. Bitte lest auch die Zubereitungsempfehlung auf Eurem Polentagrieß. Minutenpolenta oder Blitzpolenta bentigt weniger Flüssigkeit. Normaler Polenta-Grieß etwas mehr, ca. 1,2 Liter)
  • 25 Gramm Margarine (ich benutze Bio-Alsan)
  • Eine Prise frisch aufgeriebene Muskatnuss
  • Eine klassische Kastenbackform mit den Maßen 30cm x 11cm (kleine Abweichungen in der Größe sind kein Problem)

Zutaten für das Cranberry-Chutney (4-6 Personen)

  • 250 Gramm Cranberries
  • 1 Apfel | ca. 150 Gramm
  • Eine kleine Zwiebel | ca. 40-50 Gramm
  • 200 ml frisch gepresster Mandarinen- oder Orangensaft 
  • 20 Gramm frischer Ingwer
  • 5 EL Ahornsirup (oder Agavendicksaft oder Reissirup oder Apfeldicksaft)
  • Eine Prise Zimt
  • Eine Hand voll frische Minze (5-6 Stängel)
  • 1 Prise Salz
  • 2-3 EL Zitronensaft

Zubereitung der Polenta im Wirsingmantel (35 Minuten Arbeitszeit + 20 Minuten Backzeit)

Sechs schöne große Wirsingblätter vom Wirsingkohl schneiden und gut waschen. Da die Wirsingblätter einen sehr harten Strunk haben, sollte man diesen jeweils auf der Rückseite jedes Blattes mit einem scharfen Messer abflachen, damit man die Blätter später gut in die Backform einpassen kann. Ich mache das noch, bevor ich die Blätter vom Strunk schneide.

Für die bessere Biegsamkeit, den harten Strunk der Wirsingblätter beim Abschneiden zuerst abflachen.

Bevor Ihr die Wirsingblätter weiter verarbeitet, sollten sie also in etwa so aussehen wie auf dem nachstehenden Foto. Je dünner der Strunk, desto besser lassen sich die Blätter später biegen.

Wirsing mit abgeschnittenen, abgeflachten Stängeln

Einen großen Topf mit Wasser erhitzen, 1 TL Haushalts-Natron einrühren und die Wirsingblätter ca. 3-4 Minuten im heißen Wasser blanchieren, bis sie weich und biegsam sind. Die Blätter anschließend in kaltem Wasser „abschrecken“ und leicht trocken tupfen. Wirsingblätter für die spätere Verarbeitung vorerst zur Seite stellen.

200 Gramm Shiitake-Pilze oder braune Steinchampignons putzen und in kleine Würfel schneiden.

Shiitake oder Steinchampignons putzen und fein würfeln.

1 Zwiebel abziehen und fein würfeln. 1-2 EL Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebelwürfelchen anschwitzen, die Pilzstücke dazu geben und zusammen 2-3 Minuten anbraten – also kurz und kräftig – sie sollten nicht zu matschig angebraten werden. Sie kommen ja noch in den Ofen. Pilze mit Salz und Pfeffer würzen und vom Herd nehmen.

Dann die Kastenform mit reichlich Olivenöl innen auspinseln und mit den sechs blanchierten Wirsingblätter auskleiden. Dabei sollen die Wirsingblätter über den Rand hinausragen. Denn später hüllen wir die Polenta auch an der Oberseite (später beim Servieren die „Unterseite“) mit den Blättern ein.

Erst links und rechts ein Wirsingblatt einlegen und dann jeweils zwei an der Längsseite der Form. Blätter etwas überstehen lassen, so dass man sie später „zuklappen“ kann.

Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen und die Polenta-Füllung zubereiten.

Ich benutze für die Füllung so genannte „Minuten-Polenta“, die ganz schnell eindickt und eine tolle Festigkeit hat.

Dafür 800 ml Gemüsebrühe in einem Topf zum Kochen bringen. Polentagrieß unter Rühren in die kochende Brühe einrieseln und kurz andicken lassen. 25 Gramm vegane Butter hinzufügen. Polenta salzen, pfeffern und mit einem Schneebesen immerzu kräftig rühren. Bei Bedarf noch etwas Wasser oder Gemüsebrühe nachgießen, solltet Ihr das Gefühl haben, die Polenta wird zu fest (Achtung: Minutenpolenta braucht weniger Flüssigkeit, „normaler Polentagrieß“ mehr – Packungsanleitung beachten). Etwas frisch aufgeriebene Muskatnuss dazu geben und die gebratenen Pilze unterrühren. Sobald die Polenta nach kurzer Zeit angedickt ist, die Masse in die mit Wirsing ausgekleidete Form geben und glatt streichen.

Pilz-Polenta in die mit Wirsingblättern ausgekleidete Form geben und glatt streichen

Wirsingblätter einschlagen, etwas andrücken und die Polenta bei 180 Grad Umluft für 18-20 Minuten auf der mittleren Schiene in den Ofen geben.

Die Wirsingblätter dürfen beim Backen im Ofen an der Oberfläche ruhig etwas braun werden, sollten aber nicht zu stark verkohlen. Nehmt die Polenta sonst vorher aus dem Ofen oder deckt sie mit etwas Alufolie ab. Die Backzeit kann je nach Ofenart und -alter leicht variieren. Meine Wirsingblätter waren leicht bräunlich. Aber keine Angst, in der Form unten bleiben sie quietschgrün.

Dann die Polenta aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen, bevor Ihr sie aus der Form stürzt. Vor dem Servieren nochmals im Ofen leicht erwärmen. Ihr könnt die Polenta wunderbar schon am Vortag zubereiten und am Tag darauf servieren.

Zubereitung des Cranberry Chutneys (ca. 25-30 Minuten)

Fruchtiges Cranberry-Chutney mit Minze

Das Cranberry-Chutney bereite ich zu, während die Polenta im Ofen ist. Dafür 250 Gramm Cranberries waschen und verlesen.

Einen Apfel (ca. 150 Gramm) waschen und mit einer Reibe fein aufreiben. Kerngehäuse entfernen. Eine kleine Zwiebel schälen und würfeln. 200 ml Mandarinensaft auspressen. 15-20 Gramm Ingwer abschneiden und schälen.

Zwiebelwürfel in einem Topf ohne Öl(!) zwei Minuten anschwitzen. Dann die gewaschenen Cranberries zusammen mit dem geschabten Apfel dazu geben und 2-3 Minuten anbraten, bis die Cranberries beginnen aufzuspringen (es „poppt“ hörbar). Nun 200 ml frisch gepressten Mandarinensaft in den Topf gießen und alles zusammen erhitzen. Den geschälten Ingwer mit einer Ingwerreibe aufreiben und das Fruchtfleisch zusammen mit ca. 5 EL Ahornsirup (oder z.B. Agavendicksaft) ebenfalls in den Topf geben. Eine Prise Zimt dazu geben und das Ganze auf mittlerer Hitze insgesamt ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Nach ca. 5 Minuten Kochzeit die Blätter von 5 Stängeln gehackter Minze hinzu fügen. Immer wieder umrühren und das Chutney eindicken lassen. Nach insgesamt 10 Minuten Kochzeit nochmals ca. 50  ml Wasser hinzufügen und erneut eindicken lassen. Nach insgesamt etwa 15 Minuten Kochzeit das Chutney mit einem Schneidstab leicht pürieren/stellenweise pürieren. Ich püriere es nicht gänzlich, damit es ein wenig „stückig bleibt“. Das sieht dann optisch auch schön aus. Chutney mit einer Prise Meersalz, 2-3 EL Zitronensaft und Ahornsirup abschmecken. Zum Schluss noch ein paar Minzblätter gehackt untermengen.

Und so könnt Ihr dann die Polenta im Wirsingmantel anrichten.

Die Cranberries auf dem Chutney sind nur Deko – sie sollten nicht roh mitgegessen werden

Diese Vorspeise könnt Ihr am Tag vor dem Festessen zubereiten und abgedeckt im Kühlschrank über Nacht aufbewahren. Vor dem Servieren, die Wirsingpolenta aus der Form stürzen und im Ofen bei niedriger Temperatur (ca. 100 Grad) langsam erwärmen. Die Pilzpolenta mit Chutney verzieren und angeschnitten servieren.

Ich wünsche Euch guten Appetit mit dieser festlich-leckeren Vorspeise.

II. Hauptgericht
Shepherd’s-Pie mit Süßkartoffeln & Nüssen

Zutaten für 4-6 Portionen

Für die obere Süßkartoffelschicht

  • 900 Gramm Süßkartoffeln
  • 100 ml Pflanzendrink (z.B. Haferdrink, Mandeldrink oder Reisdrink)
  • 1 kl. TL Ras el-Hanout  (das ist eine marokkanische Gewürzmischung, die Ihr im Supermarkt erhaltet)
  • 0.5 TL Kreuzkümmel
  • Meersalz
  • Cayennepfeffer und/oder grob gemahlene Chiliflocken
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • 4 gehäufte EL Speisestärke oder Kartoffelmehl (für eine bessere Bindung der Kartoffelmasse)
  • Zum garnieren: 35 Gramm Pekannüsse oder Walnüsse oder Haselnüsse

Für die untere Linsenschicht

  • 200 Gramm Berglinsen oder grüne Linsen (eine festkochende Linsenart wählen)
  • 1 rote (oder gelbe) Paprika
  • 250 Gramm Staudensellerie (4 Stangen)
  • 200 Gramm Karotten
  • 100 Gramm Zwiebel(n)
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 100 Gramm Räuchertofu
  • 100 Gramm Shiitake oder braune Champignons
  • 2-3 EL Pflanzenöl (ich benutze Kokosöl)
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1 Schuss dunkler Balsamico-Essig zum Ablöschen | ca. 50ml
  • 750ml Gemüsebrühe
  • 10 Zweige frischer Thymian | oder getrockneter Thymian
  • 3 Lorbeerblätter
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung (45-50 Minuten Arbeitszeit + 35 Minuten Backzeit)

Mit dem Süßkartoffelstampf beginnen. Einen Topf mit Wasser aufsetzen, etwas Salz ins Wasser geben (je nach Wassermenge ca. 2-3 TL) und das Wasser erhitzen. 900 Süßkartoffeln schälen und in grobe Würfel schneiden.

Süßkartoffeln schälen und würfeln

Süßkartoffelwürfel ins kochende Wasser geben und etwa 15-17 Minuten gar kochen. Die Kartoffeln sind fertig, wenn man mit einer Gabel ganz leicht in die Kartoffeln stechen kann.

Gekochte Süßkartoffeln mit einem Sieb abgießen und wieder zurück in den Topf geben. 100 ml Pflanzendrink, einen kleinen TL Ras el-Hanout, eine Prise Kreuzkümmel, etwas Salz, Chayennepfeffer und 1-2 EL Zitronensaft dazu geben und zu einem Püree stampfen. Püree mit vier gehäuften EL Speisestärke oder Kartoffelmehl abbinden. Süßkartoffelstampf abkühlen lassen.

Köstlicher Süßkartoffelstampf bildet die obere Schicht des weihnachtlichen Shepard’s Pie

Anschließend die Linsenschicht zubereiten.

200 Gramm grüne Linsen oder Berglinsen etwa eine Stunde in Wasser einweichen lassen.

Linsen etwa eine Stunden in Wasser einweichen (oder die Kochzeit entsprechend etwas verlängern, bis die Linsen bissfest sind).

250 Gramm Staudensellerie, 200 Karotten und eine Paprika ohne Kerngehäuse waschen und fein würfeln.

100 Gramm Zwiebel(n) und eine kleine Knoblauchzehe abziehen und ebenso wie 100 Gramm Räuchertofu würfeln. 100 Gramm Shiitake-Pilze oder Champignons putzen und würfeln.

2 EL Pflanzenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel-, Knoblauch- und Räuchertofuwürfel in heißem Pflanzenöl kurz anbraten. Linsen hinzugeben und kurz mit rösten. 3 EL Tomatenmark zufügen und alles mit einem Schuss Balsamico-Essig ablöschen und mit 550 ml Gemüsebrühe aufgießen und 3 Lorbeerblätter und Blättchen von 5-6 Zweigen Thymian dazu geben. Das Ganze ca. 5 Minuten köcheln lassen. Hierbei reduziert sich die Flüssigkeit bzw. wird von den Linsen aufgenommen.

Nun auch die Sellerie- und Karottenwürfel sowie die Paprikawürfel zu den Linsen geben. Die restliche Gemüsebrühe beimengen. Beim Salz vorsichtig sein, wenn bereits Brühe verwendet wird. Nicht, dass das Gericht zu salzig wird. Vorher abschmecken.

Alle Zutaten nun weitere 10-15 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen bissfest sind. In den letzten 5 Minuten die Shiitake dazu geben. Zum Schluss die Lorbeerblätter entfernen.

Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen.

Gekochte Linsen-Gemüseschicht in eine große Auflaufform geben.

Linsen-Gemüseschicht zuerst in die Auflaufform geben

Den Süßkartoffelstampf auf der unteren Schicht verteilen und die Oberfläche mit einem Löffel wellenförmig eindrücken (das ist nur für die Optik).

Zum Abschluss die Süßkartoffelschicht auf den Shepard’s Pie geben

Shepherd’s Pie bei 200 Grad Umluft 30-35 Minuten im Ofen backen. Wer möchte, kann die Süßkartoffelschicht zusätzlich mit etwas Nussöl einpinseln. Außerdem kann man optional kurz vor Ende der Backzeit die Grillfunktion des Ofens einige Minuten zuschalten.

In der Zwischenzeit 35 Gramm Pekannüsse oder Walnüsse hacken

Pekannüsse oder Walnüsse zum Garnieren des Shepard’s Pie hacken

Der Shepherd’s Pie ist fertig, wenn die Kartoffelschicht deutlich zu bräunen beginnt und die Linsenschicht am Formrand blubbert. Shepherd’s Pie vor dem Servieren mit den gehackten Nüssen und einigen Blättchen Thymian bestreuen.

Der Shepherd’s Pie kann problemlos am Vortag zubereitet und vor dem Servieren im Ofen nochmals erhitzt werden. Zum Schluss die gehackten Nüsse und einige Thymian-Blättchen über den Shepherd’s Pie geben, bevor Ihr ihn serviert. Dazu passt sehr gut ein gemischter Salat oder geröstetes veganes Baguette.

Ich wünsche Euch ganz viel Genuss und viele zufriedene Gesichter mit dieser weihnachtlich-leckeren Hauptspeise.

III. Dessert
Kokos-Tapioka-Pudding mit heißen Zimtkirschen

Zutaten für 4 Portionen

tapioka-Perlen werden aus Maniok hergestellt und sind in Asialäden, Biomärkten und online erhältlich

  • 100 Gramm kleine(!) Tapiokaperlen
  • 800 ml Kokosmilch
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • 1,5 TL Chai-Gewürz
  • 1 Prise Meersalz
  • 5-6 EL Ahornsirup (oder Agavendicksaft)
  • 600 Gramm Sauerkirschen (Tiefkühl-ware)
  • 2 EL Ahornsirup oder Agavendicksaft
  • 1 Prise Zimt
  • 1 TL Johannesbrotkernmehl
  • 2-3 EL Kokosraspeln
  • optional: Minze zum Garnieren

Alternative zu Tapioka-Perlen: Wenn Ihr keine Tapiokaperlen erhaltet oder verwenden möchtet, könnt Ihr für das Dessert auch Chia Samen benutzen. Dafür 6 EL Chia Samen in 400ml Kokosmilch vermengt mit 200ml Wasser einrühren, gemahlene Vanille, Chai-Gewürz und 2 EL Zitronensaft ebenfalls untermengen (Salz weglassen) und die Mischung in den Kühlschrank geben. Nach einer Stunde Kühlzeit die Masse nochmals kräftig durchrühren. Den Vorgang nach einer Stunde wiederholen. Chia-Kokosmischung weitere drei Stunden oder über Nacht im Kühlschrank quellen lassen und zum Schluss nochmals durchrühren. Dann mit den Sauerkirschen (Zubereitung wie unten beschrieben) geschichtet in vier Dessert-Gläsern servieren.

Zubereitung (25 Minuten + eine Stunde Kühlzeit)

600 Gramm TK-Sauerkirschen auftauen lassen.

Tapiokaperlen eine Stunde in kaltem Wasser einweichen lassen und anschließend abseihen. Tapiokaperlen mit 800 ml Kokosmilch, 1 TL gemahlener Vanille, 1,5 TL Chai-Gewürz und einer Prise Meersalz in einem Topf aufkochen und unter Rühren 10 Minuten köcheln lassen. Aufpassen, dass die Masse nicht am Topfboden anhängt – also gut rühren.

Topf vom Herd nehmen und die gekochten Tapiokaperlen 30-45 Minuten bei geschlossenem Deckel quellen lassen. Ab und zu umrühren.

Tapioka-Pudding quellen lassen. Ab und zu umrühren.

Der Tapiokapudding ist nun fertig.

Aufgetaute Sauerkirschen mit 2 EL Ahornsirup oder Agavendicksaft und einer großen Prise Zimt erhitzen. 1 TL Johannesbrotkernmehl einrühren. Dieses sorgt für eine cremige Konsistenz der Kirschen – dickt diese etwas ein/bindet sie. Sauerkirschen kurz aufkochen lassen.

Vier Dessertgläser jeweils mit einer Schicht heiße Sauerkirschen, dann einer Schicht Kokos-Tapiokapudding und wieder mit einer Schicht/einem Klacks Sauerkirschen befüllen. Auf jedes Dessert etwas Kokosraspeln geben. Wer mag, kann das Dessert mit einem Minzblatt garnieren.

Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes, veganes Weihnachtsfest! Erholt Euch gut und genießt die Zeit mit Euren Freunden und im Kreis der Familie.

Eure Lea

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18 Gedanken zu „Leas veganes Weihnachtsmenü 2016

  1. Moni

    Ich bin sowas von begeistert! Jetzt brauche ich mir keine weiteren Gedanken mehr über das Weihnachtsessen zu machen … danke!
    Tapioka steht schon seit einiger Zeit im Schrank und wartet auf eine Verwendung 😉

  2. Bri Hollender

    Das sieht wundervoll aus und schmeckt sicherlich hervorragend ☺. Mein Göttergatte mag keinerlei Pilze… was könnte ich stattdessen in die Polenta geben ?
    Ich wiederum vertrage absolut keinen Sellerie … was ginge stattdessen?
    Danke für diesen tollen Blog und herzlichen Gruß, Bri

    1. Lea Beitragsautor

      Hallo Bri,
      freue mich, dass Dir mein Weihnachtsmenü so gut gefällt. In beiden Fällen (sowohl bei den Pilzen in der Polenta als auch den Pilzen und dem Sellerie im Shepherd’s Pie) würde ich vorschlagen, diese Zutaten ersatzlos zu streichen. Mir fällt keinerlei Alternative dazu ein, die geschmacklich sinnvoll wäre. Gebe doch einfach statt dessen etwas „Kräuter der Provence“ (ca. 1 EL) in die Polenta. Bei der Linsenschicht des Shepherd’s Pie kannst du den Sellerie und die Pilze auch einfach weglassen. Schmeckt etwas anders, aber sicherlich auch sehr lecker. Wenn Du magst, kannst Du statt dessen eine halbe Aubergine klein schneiden und dazu geben oder Du schnippelst eine Zucchini klein und brätst diese mit. Viel Spaß dabei und lasst es Euch schmecken, herzlichst Lea.

  3. Kirschbiene

    Huhu Lea,
    wow, das ist ja ein unfassbares Menü, das du da auf die Beine gestellt hast. Respekt :-). Da wünsche ich mir doch glatt, es wäre nicht nur einmal Weihnachten im Jahr ;-).
    Hab einen schönen 3. Advent!
    Liebe Grüße
    Bianca

    1. Lea Beitragsautor

      Hallo Kirschbiene,
      was für ein zuckersüßes Kompliment! Vielen herzlichen Dank :-)) Was wird es bei Dir an Weihnachten und über die Festtage geben? Hast Du schon was Konkretes geplant? Ich habe Dein Rosenkohl-Maronen-Gratin gesehen – Himmel sieht das fantastisch aus!! Das werde ich über die Feiertag auf jeden Fall machen. Beides liebe ich total: Rosenkohl und Maronen – die Kombi ist super-geil. Wird also am 26. oder 27. gekocht… Liebe Grüße & eine schöne Adventszeit (mit hoffentlich besserem Schlaf..) yours Lea

      1. Kirschbiene

        Lea, bei uns gibt es Weihnachten immer das gleiche Rezept: Veganen „Schmandtofu“, ein Rezept, das mich schon seit meiner Jugend begleitet – damals noch vegetarisch, heute eben vegan ;-). Dazu gibt es ganz klassisch Rotkraut, Kartoffelklöße und bergeweise Feldsalat. Was Weihnachtsessen angeht, bin ich also sehr eingefahren, hihi. Nur gut, dass über Weihnachten und Neujahr viel freie Zeit bevorsteht – da kann ich dann nämlich ach andere festliche Rezepte an den anderen Tagen ausprobieren (wie deinen Shepherd’s Pie, der es mir sehr angetan hat :-)).
        Oh, und 1000 Dank für deinen lieben Kommentar zu meinem Rosenkohlgratin. Ich hoffe, es schmeckt dir ebenso gut wie uns, das würde mich freuen :-).
        Liebe Grüße
        Bianca

  4. Katalin

    Hallo Lea,
    vielen Dank für für die unzähligen wundervollen Rezepten! Die haben mir nicht nur die Umstellung erleichtert, sondern mein Speiseplan um einige Sterne erhoben. Herzlichen Dank dafür! Das Menü wird morgen nachgekocht! Ich liebe deine Rezepte, die sind außergewöhnlich, trotzdem nicht kompliziert und das Endergebnis schmeckt einfach nur gut ☺️
    Ich wünsche Dir frohe Weihnachten!
    Liebe Grüße
    Katalin

    1. Lea Beitragsautor

      Liebe Katalina,
      wie schön es ist, das zu hören! Vielen herzlichen Dank, das freut mich wirklich sehr. Dann wünsche ich Dir ein wunderschönes Weihnachtsfest, lasst es Euch schmecken! Fühl Dich gedrückt. Ich melde mich nach dem Weihnachtsurlaub mit neuen, leckeren Rezepten zurück 🙂 herzlichst Deine Lea

  5. Steffi

    Liebe Lea,

    ich habe sowohl den Shepherd’s Pie als auch die Polenta im Wirsingmantel schon ausprobiert- letzteres war mein Beitrag zum „Jeder macht etwas“- Weihnachts- Buffet. Und beides war wirklich lecker, vielen Dank für diese tollen Rezepte! Ab sofort ist sicher, dass ich hier öfter vorbeischauen und etwas nachkommen werde.

    Hab einen entspannten zweiten Weihnachtsfeiertag!

    Liebe Grüße
    Steffi

    1. Lea Beitragsautor

      Hallo Steffi,
      bin gerade aus dem Weihnachtsurlaub wieder zurück nach Berlin gekommen. Ich habe meine Familie in Österreich und Bayern über die Feiertage besucht. Habe mich sehr über Deine Nachricht gefreut. Es ist sooo toll zu hören, dass Menschen meine Weihnachtsmenü-Ideen ausprobiert haben und es gut gelungen ist 🙂 Super! Ich wünsche Dir noch einen schönen Jahresausklang und eine tolle Silvesterfeier, ganz herzliche Grüße Lea

  6. Alexandra

    Hallo liebe Lea,

    Vielen Dank für dieses tolle Menü! Ich habe mich so darauf gefreut es am Heilig Abend nachzukochen um meine Familie zu verwöhnen, aber kurz vor Weihnachten haben wir alle einen miesen Magen-Darm-Virus eingefangen! Es hieß also Schonkost … Ich habe trotzdem ein paar Tage später zwei Gerichte gemacht. Der Shepherd’s Pie war ein Gedicht! Meine Schwester und ihr Mann, beide Fleischesser, fanden es sehr sehr lecker! Den Nachtisch habe ich mit Chiasamen gemacht. Ich habe die doppelte Menge von Kirschen genommen, aber selbst bei diesem Verhältnis waren die acht Esslöffel Samen viel zu viel! Ich würde die Chiasamen auf vier EL reduzieren und die Kokosmilch auf nur 400 ml und bei Bedarf mit Wasser für die gewünschte Konsistenz strecken.

    Nochmal vielen Dank! Man spürt viel Liebe und Herzblut in deinem Blog und Deinen Gerichten. Du bist meine vegane Entdeckung des Jahres 2016! 🙂

    Liebe Grüße und guten Rutsch,
    Alexandra

    1. Lea Beitragsautor

      Hallo Alexandra,
      Happy New Year!! habe mich total über Dein Feedback gefreut! Vielen dank für Deine Anmerkung zu der menge der Chiasamen. Ich werde das im Rezept nachträglich korrigieren 😉 Voll schön, dass ich Dich mit meinen Rezepten auf Veggies inspirieren darf. hab‘ ein tolles Jahr und ich fände es toll, noch öfter von Dir zu hören.
      Herzlichst Lea

  7. Anette Schade

    Liebe Lea,
    habe meine Omnifamilie am 2. Feiertag mit Deinem Menü verwöhnen dürfen und siehe da: es hat allen prima geschmeckt. Meine Tochter (19), die auch vegan lebt, hat mir beim Kochen geholfen und viel Freude an Deiner genauen Beschreibung und den tollen Bildern gehabt. Das Desert habe ich mit Chiasamen gemacht und festgestellt, dass 8 Esslöffel viel zu viel sind. Wir haben die Tage danach am Morgen in unserem Müsli immer noch was davon gehabt. Es war alles sehr lecker.
    Vielen Dank für Deine leckeren Anregungen. Wir haben im Übrigen im letzten Jahr zu Weihnachten schon so das eine oder andere aus deinen vergangenen Menüs ausprobiert.
    Liebe Grüße
    Anette

    1. Lea Beitragsautor

      hallo Anette,
      wünsche Dir ein wunderbares Neues Jahr & viel Glück und Gesundheit für 2017!
      Voll schön zu hören, dass Du Dich von meinem Blog inspirieren lässt. Vielen dank zur Anmerkung mit den Chiasamen. Ich werde gleich mal eintragen, dass es zu viel ist und das also nachträglich ändern.
      Ganz herzliche Grüße & bis bald
      Lea

  8. Maru

    Hallo Lea,
    vielen Dank für das tolle Menü. Es hat auch den omnivoren Gästen sehr gut geschmeckt! Beim Shepherd’s Pie hatte ich nur kleine Probleme mit den Mengenangaben. Die Linsen-Gemüse-Masse war im Verhältnis zum Süßkartoffel-Pürree viel zu viel, es war dann nur eine ganz dünne Schicht Süßkartoffel, und nicht so dick wie auf deinem Foto. Insgesamt haben wir (4 Erwachsene) nicht mal die Hälfte davon verputzen können (davor wurde auch nur etwa die Hälfte vom Wirsing-Polenta gegessen).
    Und welche Menge ist bei dir ein EL genau? Ich nehme immer einen Meßlöffel, da ist ein EL 15 ml, aber im Süßkartoffelpürree kam mir die Stärke von 4 EL viel zu viel vor.
    Dem Geschmack hat das alles aber keinen Abbruch getan, es war super lecker! Ich habe den Rest einfach eingefroren, und komme nun manchmal, wenn ich keine Zeit zum Kochen habe, wieder in den Genuß von Weihnachtsessen!
    Als Nachtisch hatte ich die Apfel-Karamell-Taschen vom Menü 2014 gemacht, weil ich wußte, daß einer meiner Gäste Pudding und Cremes garnicht mag. Die waren auch exzellent!

    1. Lea Beitragsautor

      Liebe Maru,
      vielen dank für Dein Feedback. Ich freue mich sehr, dass es so gut geschmeckt hat! Prima! Bei der Schichtung kommt es vielleicht auch ein bisschen auf die Größe der Auflaufform an? Denn ja, die Linsenschicht war dick, aber es war bei mir auch genügend Püree da. Komisch….hmmm.. das Rezept ist exakt das, was man auch auf dem Foto sieht. Zur Stärke: Ich gebe ins Süßkartoffelpüree immer recht viel Stärke, da ich es sonst zu flüssig finde. Gerade bei diesem Rezept, wo das Püree ja auch etwas kompakter werden soll, ist mir das wichtig. die Grammzahl zum EL habe ich gerade nicht bereit. Aber ich nehme immer einen klassischen Suppenlöffel etwas gehäuft, also durchaus eine Menge 😉
      ganz ganz liebe Grüße
      Lea

  9. Ingrid

    Hallo liebe Lea,
    dein Rezept für den Shepherd´s Pie hat mich schon das erste mal, beim Stöbern unter deinen tollen Rezepten, angesprochen. Nun habe ich mich eben spontan dazu entschlossen ihn mal zu kochen, hatte aber leider , wie das nun mal ist, wenn man spontan kochen möchte, nicht alle Zutaten beisammen, habe ich statt Süßkartoffeln Kürbis genommen, Pilze habe ich weggelassen, da ich leider keine da hatte,- es schmeckt auch sensationell! Vielen lieben Dank für dieses tolle Rezept! Und ich habe mir festvorgenommen, den Pie noch mal mit deinen Zutaten zu kochen und freue mich jetzt schon darauf! Ich freue mich auch schon sehr darauf, viele deiner anderen Rezepte auszuprobieren! 🙂

    1. Lea Beitragsautor

      Hallo Ingrid,
      ja, man kann ja alle Rezepte immer ein klein wenig umändern und individuell zusammen stellen. Die Kombi mit Kürbis stelle ich mir auch super vor – hört sich sehr lecker an! Freue mich total, dass das Rezept so gut geklappt hat und hoffe, dass Du auf meinem Blog noch viele schöne Inspirationen für Dich findest 😉 ganz herzliche Grüße & bis bald, Lea <3

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