Masala Gemüsecurry mit grünen Bohnen & Tofubällchen

Dieses Masala Gemüsecurry mit frischen grünen Bohnen mag auf den ersten Blick unscheinbar wirken, aber es gehört zu meinen absoluten Lieblingsrezepten. Gästen, Freunden, Verwandten & Kollegen aufgetischt, versetzt es regelmäßig Veganer, Vegetarier und Alles-Esser gleicher Maßen in geschmackliche Verzückung. Die Kombi mit den Tofubällchen ist kein Muss, aber eine super Kombination, die man auf jeden Fall versuchen sollte.

Zutaten für 4 Portionen

Für das Masala Gemüsecurry

Zentrale Zutaten für das Gemüsecurry Rote Linsen, mit Kokosflocken gemischt

  • Neutrales Pflanzenöl zum Anbraten der Zutaten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 150 Gramm rote Linsen mit Kokosraspeln | es gibt diese Mischung fertig im Bioladen zu kaufen oder man fügt einfach 2 EL Kokosraspeln zusätzlich hinzu
  • 3 Tomaten
  • 2 Karotten
  • 3 Kartoffeln | ca 300-330 Gramm
  • 1 Dose Kichererbsen | 240 Gramm abtropfgewicht
  • Ein Viertel bis eine halbe scharfe, rote Chilischote | nach individuellem Schärfe-Empfinden dosieren
  • 1 Stück Ingwer
  • 350 ml Gemüsebrühe | man kann auch Instantbrühe verwenden
  • 200 ml Kokosmilch | entspricht einer kleinen Dose
  • 200 Gramm frische grüne Bohnen | wahlweise Tiefkühlware
  •  1 Bund Bohnenkraut
  • 1 EL thailändische Currypaste rot
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 EL Sojajoghurt
  • 1 EL Agavendicksaft
  • 1 gestrichener TL Garam Masala
  • 0.5 TL Kreuzkümmel | auch Kumin genannt
  • Salz

Für die Tofubällchen

Alle Zutaten sowie die Zubereitung der Tofubällchen können hier nachgelesen werden. Die Tofubällchen passen perfekt zu desem Currygericht, aber auch ohne sie ist das Curry ein Genuss!

Zubereitung

Die grünen Bohnen – in Österreich auch Fisolen genannt – an den Enden abschneiden. Einen Topf mit Salzwasser erhitzen und die Bohnen dort zusammen mit dem Bohnenkraut 10 Minuten köcheln lassen. Den Topf  danach vom Herd nehmen und die Bohnen im Wasser noch 3-5 Minuten ziehen lassen. Dann das Wasser abkippen, das Bohnenkraut entfernen, die grünen Bohnen kalt abspülen und beiseite stellen.

Grüne Bohnen werden in Österreich häufig Fisolen gennant Die Bohnen brauchen nicht länger als 10 Minuten kochen

Tipp: Die Bohnen könnten auch mit den anderen Zutaten, wie zum Beispiel Karotten und Kartoffeln, direkt im Curry gegart werden. Da ich aber einen Teil der Bohnen nicht im, sondern auf dem Curry drapiere und den Geschmack von Bohnen liebe, die zusammen mit Bohnenkraut gekocht wurden, koche ich sie separat zum Curry und gebe sie erst zum Schluss dazu bzw. darauf. Wer kein Bohnenkraut hat und die Bohnen nicht separat kochen möchte, gibt sie direkt ins Curry dazu.

Zwiebel und Knoblauchzehe abziehen und fein würfeln. Die Tomaten achteln. Mit einem scharfen Messer das Kerngehäuse der Tomaten entfernen und sie in feine Würfel aufschneiden. Die Kartoffeln schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Karotten gut waschen und ungeschält ebenfalls in Würfel schneiden. Ein Stück Ingwer (ca. 12 Gramm) schälen.

Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel- und Knoblauchstücke darin glasig werden lassen. Die Linsen mit den Kokosraspeln, die Karotten-  und die Kartoffelstücke hinzu geben, 2 Minuten scharf anbraten und anschließend mit einem EL roter Currypaste und 1 EL Agavendicksaft 1-2 Minuten karamellisieren lassen. Die Tomatenstücke und 2 EL Tomatenmark untermengen und das ganze mit der Hälfte der bereit gestellten Gemüsebrühe aufgiesen.

Etwas scharfe, rote Chilischote in feine Röllchen schneiden (etwa ein Viertel) und mit aufgeriebenem Ingwer ebenfalls zum köchelnden Curry geben. Das Curry etwa bei Stufe 6 des Herds, also mittlerer Hitze, 5 Minuten köcheln lassen, bis der Großteil der Flüssigkeit aufgesogen wurde.

Nach 5 Minuten das Curry mit 200 ml Kokosmilch aufgießen und die abgetropften Kichererbsen dazu geben. Ab und an vorsichtig umrühren.

Nach weiteren 10 Minuten die restliche Gemüsebrühe hinzugeben und den Herd ausschalten. Das Curry kann auf der noch warmen/heißen Platte weitere 10 Minuten ziehen. Alles mit einem gestrichenen TL Garam Masala, einen halben TL Kreuzkümmel und etwas Salz würzen.

Zwei Drittel der grünen Bohnen klein schneiden und unter das Gemüsecurry mengen. Die restlichen grünen Bohnen vor dem Servieren kurz erwärmen und auf dem Gemüsecurry servieren.

Wer das Gemüsecurry mit Tofubällchen servieren möchte, kann sie nun nach diesem Rezept zubereiten und hinzufügen.

Das Gemüsecurry in vertieften Tellern mit den grünen Bohnen obenauf, einem Klacks Sojajoghurt und ein paar Röllchen Chili servieren. Die Tofubällchen sind das „Tüpfelchen auf dem i“ – aber das Gemüsecurry schmeckt auch ohne sie hervorragend!

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8 Gedanken zu „Masala Gemüsecurry mit grünen Bohnen & Tofubällchen

  1. Sandra

    Sieht super aus! Ich lieeebe Deine Rezepte – könnte stundenlang stöbern bei Dir und bin ständig am Übertragen der Rezepte in mein Buch!
    Vielen Dank und einen schönen Sonntag 🙂

  2. Lena

    Das sieht echt lecker aus! Ich esse eigentlich nicht so viel vegetarisch/vegan, aber ich glaube, das Gemüsecurry muss ich mal ausprobieren.
    Liebe Grüße, Lena.
    dance-eat-love.blogspot.de

  3. Heike

    Hallo Lea,
    gestern gabs mal wieder ein Lea-Rezept 🙂 Ich habe die Tofubällchen weggelassen und auch den Klecks Sojajoghurt und hab die Bohnen direkt mitgekocht. Sah dann zwar nicht so fotogen aus wie bei dir, schmeckte aber großartig. Heute Abend gibts den Rest und ich freu mich jetzt schon drauf. Auch meinem Mann, der sonst bei so „exotischen“ Gerichten sehr kritisch ist, fands lecker!
    Viele liebe Grüße
    Heike

    1. Lea Beitragsautor

      Hallo Heike,
      ich liebe Garam Masala. Das ist so eine großartige Gewürzmischung! Du kannst Garam Masala auch mal in einer roten Linsensuppe ausprobieren. Da schmeckt es auch fantastisch! Vielen lieben Dank, dass Du mein Kochbuch vorbestellt hast. Das hat mich natürlich sehr gefreut!
      Alles Liebe Lea

  4. Ursula

    Liebe Lea,

    endlich komme ich mal wieder dazu dir Rückmeldungen zu deinen Rezepten zu geben. Denn auch wenn ich die letzte Woche nicht geschrieben habe, war ich nicht unproduktiv. Ich habe schon sechs Tabs mit verschiedenen Rezepten geöffnet, zu denen ich nun alle meine Meinung abgeben möchte – es kommt also wieder eine Kommentarflut 😉
    Ich hatte letzte Woche Geburtstag und da ich so gerne koche, habe ich ganz viele deiner Rezepte an dem Tag (und dem Abend vorher) verwirklicht.
    Abends gab es ein kleines Buffet für 10 Personen , wo es als warmen Anteil dieses Gemüsecurry gab. Ich hab die doppelte Portion gekocht, damit alle was davon haben und ich kann nur bestätigen, was du am Anfang schreibst: Es wirkt unscheinbar, aber es ist der Hammer. Sooooooooooo lecker!!! 🙂
    Es war noch etwas übrig und so habe ich am Freitag und heute noch mal davon gegessen und ich könnte mich reinlegen. Die Tofubällchen kannte ich ja schon, habe diesmal leider die Kräuter der Provence vergessen und es mit dem Paprika etwas zu gut gemeint, aber trotzdem die Gäste begeistert.
    Ja, das kann ich direkt mal sagen: Alle waren höchst begeistert und haben fleißig gegessen 🙂

    Bei dem Rezept hier habe ich die Bohnen nicht extra gekocht gehabt, da ich kein Bohnenkraut gefunden habe, aber es war trotzdem grandios. Ein Essen, dass es auf meine Hitliste deiner leckersten Gerichte geschafft hat 🙂

    Empfehlung an alle: Nachkochen!!!
    Es lässt sich auch gut für viele Personen kochen und schmeckt trotzdem gut, allerdings aufpassen dass es am Boden nicht ansetzt 🙂

    So, das war der erste Streich…

    LG,
    Ursula

    1. Lea Beitragsautor

      Hallo Ursula,
      Du fleißige Rezepte-Testerin 🙂 Freue mich, dass das Curry so gut gelungen ist. Das schmeckt aber einfach auch zu gut. Wenn Du in Zukunft wieder einmal eine größere Gruppe bekochst, kannst Du auch mal mein Süßkartoffel-Curry probieren. Das ergibt auch eine große Menge und kommt, zumindest bei meinen Gästen, immer super an. Hier der Link zum Rezept 🙂

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