Herbst/ Schnell und einfach

Rosmarinpolenta mit Pfifferlingrahm

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Dank meiner zum Teil österreichischen Wurzeln kenne und liebe ich sie als “Eierschwammerl” ebenso wie als “Pfifferlinge”. Früher bin ich mit meinen Eltern oft “in die Schwammerl” gegangen und wir sind häufig mit vollen Körben wieder Heim gekehrt. Da hat das Kochen und Essen natürlich doppelt Spaß gemacht. In Berlin kann ich nicht mal eben schnell in den Wald Pilze holen gehen, leider. Dafür schnappe ich sie mir im Supermarkt und bereite sie mir heute vegan und doppelt lecker zu: deftig und sahnig mit Rosmarinpolenta schmecken die würzig-gelben Waldpilze besonders gut. Das Rezept geht schnell und einfach von der Hand. Die Rosmarinpolenta harmoniert toll mit den würzig-sahnigen Pilzen und das Gericht ist auch optisch schön zu servieren. Also auf in die Schwammerl und ab an den Herd!

Zutaten für 4 Portionen

Für die Rosmarinpolenta

  • 2 EL neutrales Pflanzenöl zum Anbraten
  • 1 kleine Zwiebel | ca. 80 Gramm
  • 150 Gramm Polentagries
  • 600 ml Gemüsebrühe | oder Instantbrühe
  • 2-3 Zweige frischer Rosmarin | es kann natürlich auch getrockneter Rosmarin verwendet werden
  • Bunter Pfeffer aus der Mühle

Für die Rahmpfifferlinge

 

  • 2-3 EL neutrales Pflanzenöl zum Anbraten der Zutaten | zum Beispiel Rapsöl
  • 1 Zwiebel | ca. 100 Gramm
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200 Gramm frische Pfifferlinge
  • 70 Gramm Räuchertofu
  • Ein halbes Bund glatte Petersilie
  • 180 ml Soja Cuisine oder Reis Cuisine
  • Salz
  • Buter Pfeffer aus der Mühle
  • Etwas Muskatnuss frisch aufgerieben

Zubereitung

Mit der Zubereitung der Polenta beginnen. Dafür eine Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Die Nadeln von 2-3 Rosmarinzweigen von den Ästen zupfen und zum Teil mit einem scharfen Messer ganz klein hacken. Einige Rosmarin-Nadeln dürfen dabei ruhig auch etwas größer bleiben.

2 EL Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebelwürfel im heißen Fett 2-3 Minuten leicht anrösten. Anschließend mit 600 ml Brühe ablöschen. Die Brühe erhitzen und 150 Gramm Polenta in die heiße Gemüsebrühe einrieseln lassen. Dabei mit einem Schneebesen kräftig rühren, damit nichts anbrennt. Das geht ziemlich in die Arme! Die Hitze reduzieren und die Polenta wenige Minuten unter Rühren mit dem Schneebesen (und ganz kurzen Pausen dazwischen) quellen lassen. Dabei auch fast die gesamte Menge des gehackten Rosmarin mit untermischen. Nur eine kleine Menge zur Deko noch vorhalten.

Die Polenta wird sehr schnell fest. Daher nach einigen Minuten zügig in eine Form geben, in der die Polenta erkalten kann.

Tipp: Ich nutze eine viereckige Quicheform mit einer Länge von 35 cm und einer Breite von 11 cm. Der Clou dabei: Der Boden der Form lässt sich nach oben abheben, so dass ich die Polenta nach dem Erkalten/ Fest-werden kinderleicht völlig unbeschadet von unten aus der Form heben kann. Allerdings eignen sich auch andere Auflaufformen oder man kann die Polenta auch mit zwei Löffeln recht kunstvoll auf einen Teller auftragen. Wenn man vorsichtig ist, wird die fertige Polenta auch nicht so schnell brechen, denn sie ist recht “biegsam”.

Backform, die vorrangig für Quiches verwendet wird Der Boden lässt sich nach oben hin heraus nehmen

Die Polenta in der Form mit dem Rest gehackter frischer Rosmarin-Nadeln und mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen. Polenta in der Form ca. 20-30 Minuten abgedeckt abkühlen und fest werden lassen.

In einem zweiten Arbeitsschritt die veganen Rahmpfifferlinge zubereiten. Dafür eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe schälen und in ganz feine Würfel schneiden. 70 Gramm Räuchertofu abwiegen und ebenfalls in kleine Würfelchen schneiden. 200 Gramm frische Pfifferlinge verlesen und putzen.

Tipp: Schlechte Stellen bei den Pfifferlingen abschneiden und die Pilze mit Küchenkrepp und einer feinen Bürste von Sand und eventuell ein paar Erdkrumen befreien. Nur notfalls einige Stellen abbrausen, aber die Pfifferlinge nicht “waschen”, da sie sonst Wasser ziehen und matschig werden.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebel und Knoblauchwürfel darin glasig dünsten. Nach 1-2 Minuten die Räuchertofu-Würfel hinzugeben und kräftig anbraten, bis sich ein deutlicher Räuchergeruch entwickelt. Dann die Pfifferlinge dazu geben und das ganze vermengen. So circa 3-4 Minuten ordentlich brutzeln lassen. Die Zutaten dabei hin- und wieder wenden.

Parallel dazu ein halbes Bund Petersilie klein hacken. Drei Viertel der gehackten Petersilie zu den Pfifferlingen in die Pfanne geben und den Rest zum Garnieren bei Seite stellen.

Wenn die Pfifferlinge leicht angebraten sind, ca. 180 ml Soja Cuisine hinzugeben und die Pilze darin nochmals kurz aufkochen und ziehen lassen. Pfifferlingrahm mit Salz, Pfeffer und frischer Muskatnuss kräftig würzen.

Tipp: Trotz Räuchertofu vertragen Pfifferlinge im Rahm ziemlich viel Salz. Ich glaube, ich hatte so 2 TL dran. Aber bitte immer probieren – kommt ja auch ganz auf die Intensität des jeweiligen Räuchertofus an.

Wenn die Rosmarinpolenta erkaltet ist, diese aus der Form stürzen bzw. herausheben. Polenta im Ofen (oder in der Mikrowelle oder einzelne Stücke in der Pfanne) nochmals kurz erwärmen und mit heißem Pfifferlingrahm übergießen. Sollte die Polenta noch etwas Ruhezeit brauchen, die Pfifferlinge vor dem Servieren nochmals kurz erhitzen. Rosmarinpolenta mit dem Pfifferlingrahm am Stück oder in einzelnen Portionen mit der restlichen Petersilie bestreut servieren.

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sechzehn − 7 =

7 Kommentare

  • Reply
    Christian
    22. Juni 2017 at 17:21

    Number four 🙂 Gestern gekocht. Sehr entspannt und sehr lecker. Habe allerdings Champignons statt Pfifferlinge genommen. Die FAKE-Pfifferlingrahm war trotzdem köstlich. Und als Beilage Polenta! Thumbs up 🙂

    Heute werden die Gnocchis gemacht 😉 Mal gucken, wie die werden..

    • Reply
      Lea
      25. Juni 2017 at 09:16

      Thanks 🙂

  • Reply
    Kiri
    22. November 2016 at 20:36

    Gerade, ein bisschen abgewandelt mit Thymian statt Rosmarin und Champignons statt Pfifferlingenicht, ausprobiert und für sehr lecker empfunden!!!!
    Danke für die vielen Inspirationen😊

    • Reply
      Lea
      22. November 2016 at 21:30

      Hi Kiri,
      jaaa, genau, klasse! Man kann die Polenta ganz wunderbar mit Champignons essen. das ist soo lecker. freue mich sehr, dass Dir das Rezept gefällt und es gut geschmeckt hat. Ich mag Polenta auch so gerne <3
      Bis bald wieder und noch viel spaß beim Ausprobieren von leckeren, veganen Gerichten,
      yours Lea

  • Reply
    Ursula
    3. August 2015 at 14:57

    Ich liebe Pfifferlingrahm! Zu den Spinatpancakes hat der super geschmeckt und auch bei diesem Rezept war es mein Highlight, denn die Polenta hatte nicht so viel Geschmack. Aber ich habe bisher erst ein Polentarezept gefunden, wobei mir die Polenta schon für sich gut geschmeckt hat, sonst ist es doch meistens nur die “Beilage”.
    Aber die Idee das zu kombinieren ist toll 🙂

  • Reply
    Kirschbiene
    28. Oktober 2014 at 18:20

    Huhu Lea,
    das ist eines der Rezepte, die geradezu nach Wiederholung schreien – easypeasy in der Zubereitung und sooo lecker. Auch außerhalb der Pfifferling-Saison: Bei uns gab zur Polenta Rahm-Egerlinge. Dazu ein Feldsalat und alle waren glücklich und gut gesättigt :-).
    Liebe Grüße
    Kirschbiene

    • Reply
      Lea
      30. Oktober 2014 at 09:51

      Jaaaa, Polenta ist soooo geil!