Sommer/ Sweets & Treats

Rote Grütze mit Vanillesoße

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Rote Grütze ist eine typisch (Nord)deutsche Spezialität, aber beliebt, wo immer sie auf den Tisch kommt. Im Handumdrehen wird aus frischen roten Früchten, wie Erdbeeren, Kirschen & Johannisbeeren eine süß-sahnige Na(s)chspeise, die einfach nur grandios schmeckt. Ich mag Rote Grütze aber nicht nur wegen des Geschmacks so gerne, sondern ich finde sie einfach auch fabelhaft praktisch, um die unzähligen Johannisbeeren und Kirschen, die bei meiner Mutter im Garten wachsen, sinn- und geschmackvoll zu verarbeiten. Denn pur sind mir Johannisbeeren meist zu sauer und wer kann schon 30 Gläser Johannisbeermarmelade verputzen? Also ran an die Früchte und den Sommer genießen!

Zutaten

Für die Rote Grütze

  • 500 Gramm reife, rote Früchte | zum Beispiel Kirschen, Erdbeeren, Johannisbeeren aber auch Heidelbeeren passen prima (auch wenn die natürlich blau sind)
  • 250 ml Kirschsaft  | wer möchte kann alternativ Johannisbeernektar oder Erdbeersaft benutzen
  • 4 EL frischer Saft von einer Zitrone
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 4 EL Zucker
  • Ein paar Blätter frische Minze
  • 1 Prise Zimt
  • 2 EL Speisestärke

Für die Vanillesoße

  • 250 ml Sojamilch | oder eine andere Pflanzenmilch
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 EL Zucker
  • 1 EL Speisestärke

Zubereitung

 
 

Die roten Früchte waschen, putzen und die Kirschen entkernen. Die Johannisbeeren von der Rispe streifen. Das grüne Ende der Erdbeeren wegschneiden und die Erdbeeren vierteln.

 

Tipp: Ein paar der schönsten Früchte zur Dekoration zur Seite stellen. Außerdem empfehle ich Einweghandschuhe. Wer, wie diesmal auch ich, keine zur Hand hat, ist später relativ lange damit beschäftigt, das Rot der Kirschen unter den Fingernägeln wieder zu entfernen.

200 ml Kirschsaft zusammen mit der Hälfte(!) der vorbereiteten Früchte zum Köcheln bringen. Vanillezucker, Zitronensaft, Pfefferminzblätter, eine Prise Zimt hinzufügen und unter beständigem Rühren die Fruchtmasse etwa 4 Minuten sanft köcheln lassen.

Die Fruchtmasse mit einem Schneidstab vorsichtig pürieren (Achtung: spritzt heiß(!) und die Tropfen machen unschöne Flecken auf die Kleidung. Bitte ganz vorsichtig pürieren). Die pürierte Fruchtmasse im Anschluss daran mit einem Löffel durch ein ganz feines Sieb in einen zweiten Topf passieren, so dass die Kerne, hartes Fruchtfleisch bzw. Fruchthäute und die Minzblätter im Sieb zurück bleiben.

Die Speisestärke in die restlichen kalten 50 ml Kirschsaft einrühren.

Tipp: Die Stärke sollte immer in kalte Flüssigkeit eingerührt werden. Erst danach gibt man die Flüssigkeit, in diesem Fall Kirschsaft, mit der aufgelösten Stärke zum Rest hinzu. Denn wenn man Stärke in heiße oder warme Flüssigkeiten einrührt, entstehen unschöne Klümpchen.

Den mit Stärke vermischten Kirschsaft in die passierten Fruchtsoße einrühren und das Ganze aufkochen lassen. Dabei stetig mit dem Schneebesen rühren, damit sich auf keinen Fall Klümpchen bilden. Ich rühre das Ganze in etwa 2-3 Minuten und koche es zeitgleich auf. Die “Fruchtsoße” wird nun sehr schnell dickflüssig.

Jetzt die zweite Hälfte des bereit gestellten Obstes hinzu geben. Von da an sachte mit einem Löffel rühren und die Grütze nochmals 3-4 Minuten leicht köcheln lassen.

Die recht zähflüssige Grütze in eine Schale geben, abkühlen lassen und anschließend für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Vor dem Servieren die Vanillesoße zubereiten: Dafür 200 ml Sojamich (oder eine andere Pflanzenmilch oder Sojasahne) in einem Topf erhitzen. Eine Vanilleschote aufritzen, das Mark herauskratzen und zusammen mit der Schote in die Pflanzenmilch geben. 1 Päckchen Vanillezucker und einen EL Zucker unterrühren. Bei leichtem Rühren die Pflanzenmich so ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Anschließend die Vanillemilch durch ein feines Sieb gießen, um die Vanilleschote und eventuell weitere, kleine Reste der Schote zu entfernen. 1 EL Speisestärke in 50 ml kalte(!) Sojamilch/Pflanzenmilch einrühren. Wenn sich die Stärke aufgelöst hat, das Ganze in die abgesiebte Vanillemilch geben und unter Rühren mit einem Schneebesen nochmals 4 Minuten köcheln lassen

Tipp: Vegetarier können auch Kuhmilch oder Sahne verwenden. Aber Achtung: wenn Sahne eingesetzt wird, den Zucker weg lassen, sonst wird das alles viel zu süß. Das gilt natürlich auch für bereits gesüßte vegane Sahne, falls jemand so ein Produkt nutzen möchte.

Die Rote Grütze in einer großen Schale mit zwei Esslöffeln Vanillesoße beträufelt und mit frischen Früchten garniert servieren.Dazu natürlich noch die restliche Vanillesoße reichen. Wer möchte, kann die Grütze auch in kleinere Schälchen oder Gläser geben/Schichten, das sieht mit Vanillesoße und frischen Früchten garniert auch sehr hübsch aus.

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4 Kommentare

  • Reply
    Aline
    16. Juni 2018 at 18:05

    Super Rezept! Gerade passend bei meiner großen Kirsch- und Johannisbeerernte!
    Kann die Grütze in Gläser gefüllt länger aufbewahrt werden? Oder ist das eher etwas für den zügigen Verzehr?

    • Reply
      Lea
      18. Juni 2018 at 20:37

      Hallo Aline,
      lieben Dank für Deine Nachfrage. Also, ich denke, man kann die Rote Grütze durchaus 2-3 Tage in Gläschen gefüllt im Kühlschrank aufbewahren. Ich antworte allerdings mit einer so vorsichtigen Zeitangabe, da ich selbst die Rote Grütze immer direkt gegessen habe und keinen Erfahrungswert habe. Aber es sollte nichts dagegen sprechen, sie ein wenig aufzubewahren.
      Lass’ es Dir schmecken und ganz liebe Grüße Lea

  • Reply
    Elke
    16. Mai 2016 at 13:52

    Hallo liebe Lea,

    die Südpfalz (wo ich wohne und aufgewachsen bin) ist ja bekannt als die “Toskana von Deutschland” und deshalb gibt es seit ein paar Tagen endlich deutsche Erdbeeren…lecker…wenn auch noch etwas teuer 😉
    Samstag im Hofladen frische Erdbeeren besorgt und mich an dieses Rezept erinnert. Da ich noch im Gefrierfach Himbeeren, Johannisbeeren und Blaubeeren von letzten Sommer hatte, habe ich daraus diese köstliche Rote Grütze gezaubert. Die Erdbeeren habe ich in Viertel geschnitten und ganz ganz vorsichtig unter gehoben. Hmmm…was mir richtig toll schmeckt an der Roten Grütze sind die Zitrone und die Minze denn die machen diese richtig erfrischend. Sehr, sehr lecker.
    Vanillepudding hat auch toll geklappt. Hatte aber nur Vanillepulver anstatt einer Schote zuhause deswegen war der Pudding etwas braun, aber er hat trotzdem sehr gut geschmeckt 😉

    Viele Grüße
    Elke

  • Reply
    Ursula
    4. Juli 2015 at 20:55

    Mir wurden zwar ein paar Steine auf den Weg gelegt, sodass es Rote Grütze (die noch nicht ganz geliert war, da wir AgarAgar verwenden mussten) mit Vanillejogurt (weil die Vanillesoße zu fest/puddingmäßig geworden ist, die Sojamilch leer war und wir nur Jogurt zum Verdünnen hatten 😉 ), aber letztlich habe ich es geschafft dieses Rezept heute auch zu verwirklichen.
    In der Art und Weise wie wir es letztlich hatten, war es köstlich und soeben habe ich auch die letzte Portion genossen – nun so gekühlt, dass die Rote Grütze eine angenehm, zähflüssige Konsistenz hatte 🙂