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Süßkartoffel-Muffins mit Cranberry-Chutney & Avocado

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Viele fragen mich, woher ich immer wieder neue Ideen für meine Rezepte bekomme. Natürlich gibt es viele Einflussfaktoren und Kreativität selbst lässt sich nur schwer beschreiben. Aber die größte Inspiration ist für mich das saisonale Angebot auf dem Biomarkt. Mit viel Ruhe schaue ich mir dann an, was die Jahreszeit gerade bietet und stelle mir vor, was ich mit einzelnen Zutaten machen könnte. Cranberries mag ich besonders gerne. Sie sind so schön sauer-fruchtig und ganz einzigartig im Geschmack. Vor Weihnachten erhält man sie überall auf Märkten und in den Geschäften. Habt Ihr schon Mal frische Cranberries verarbeitet? Dieses Mal habe ich mich für ein fruchtiges Cranberry-Chutney mit frischer Minze entschieden. Eine tolle Kombi! Und dann stand ich plötzlich am Markstand mit diesen wunderbaren, orangenen Süßkartoffeln, die mehr oder weniger das ganze Jahr Saison haben, aber geschmacklich wunderbar zu diesem Chutney passen. Ich verändere ja sehr gerne die Konsistenz von Gemüse und Obst, spiele mit Zubereitungsarten und überlege mir, wie ich die ein oder andere Zutat noch nie verarbeitet habe. Da ich mir gerade ein neues Muffin-Blech gekauft habe, kam ich auf die Idee, die Süßkartoffeln als Muffins zu verarbeiten – außen schön knusprig, innen weich und saftig.

Das Rezept ist simpel und das Chutney könnt Ihr bis zu 10 Tagen im Kühlschrank aufbewahren. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Ausprobieren, Eure Lea

Zutaten für 4 Portionen

Zutaten für vegane Süßkartoffel-Muffins mit Cranberry-Chutney

Für das Cranberry-Chutney

  • 250 Gramm Cranberries
  • 1 Apfel | ca. 150-160 Gramm
  • Eine kleine (rote) Zwiebel | ca. 40-50 Gramm
  • Saft von 2 Orangen | ca. 200 ml Orangensaft
  • 25 Gramm frischer Ingwer
  • 5-6 EL Ahornsirup
  • 1/4 oder eine halbe Chilischote
  • 1 Zimtstange
  • Eine Hand voll frische Minze
  • 1 Prise Salz
  • 2-3 EL Zitronensaft

Für die Süßkartoffel-Muffins

  • 2-3 Süßkartoffeln | ca. 950-1000 Gramm
  • 6 El Semmelbrösel
  • 3-4 EL Speisestärke
  • 2 TL Chiliflocken
  • 3 TL Meersalz
  • Frisch aufgeriebene Muskatnuss | in etwa 1/5 Nuss 
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • Eine Hand voll frische, gehackte Petersilie
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 EL Margarine zum Einfetten der Muffinform | ich benutze Alsan
  • Für das Topping/ zum Garnieren: 2 Avocados, 2 EL Zitronensaft, eine Prise Meersalz und 3 EL Kürbiskerne

Außerdem: Ein Muffinblech ohne Papierförmchen

Zubereitung (Cranberry-Chutney ca. 30 Minuten + Süßkartoffel-Muffins ca. 30 Minuten + 40 Minuten Backzeit)

Mit der Zubereitung des Chutneys beginnen. Dafür die Cranberries waschen und verlesen.

Frische Cranberries sind in der Winterzeit in fast allen klassischen Supermärkten erhältlich

Einen Apfel waschen und mit einer Reibe fein aufreiben.

200 ml Orangensaft auspressen. Ein Stück Ingwer abschneiden und schälen. Eine kleine Zwiebel schälen und fein würfeln.

Zwiebelwürfel in einem Topf ohne Öl(!) zwei Minuten anschwitzen. Dann die gewaschenen Cranberries zusammen mit dem geschabten Apfel dazu geben und 2-3 Minuten weiter anbraten, bis die Cranberries beginnen, aufzuspringen (es “poppt” hörbar). Nun 200 ml frisch gepressten Orangensaft in den Topf gießen und alles zusammen erhitzen. Den geschälten Ingwer mit einer Ingwerreibe aufreiben und das Fruchtfleisch zusammen mit 5 EL Ahornsirup ebenfalls in den Topf geben. Ich benutze zum Aufreiben des Ingwers eine solche japanische Porzellanreibe der Firma Arche. Mit dieser lässt sich das Fruchtfleisch wunderbar saftig von den Fasern trennen und benutzen. Eine halbe oder viertel Chilischote waschen und hacken und dazu fügen. Eine Zimtstange einlegen und das Ganze auf mittlerer Hitze insgesamt ca. 15-17 Minuten köcheln lassen.

Nach ca. 5 Minuten Kochzeit die Blätter von 5 Stängeln Minze gehackt hinzu fügen. Immer wieder umrühren und das Chutney eindicken lassen. Nach insgesamt 10 Minuten Kochzeit nochmals 100 ml Wasser hinzufügen und erneut eindicken lassen. Nach insgesamt etwa 15 Minuten Kochzeit die Zimtstange entnehmen und das Chutney mit einem Schneidstab leicht pürieren/stellenweise pürieren. Ich püriere es nicht gänzlich, damit es ein wenig “stückig bleibt”. Das sieht dann optisch auch schön aus. Chutney mit einer Prise Meersalz und Ahornsirup abschmecken. Zum Schluss noch ein paar Minzblätter gehackt untermengen und das Chutney mit Zitronensaft abschmecken.

Veganes, fruchtiges Cranberry-Chutney

Für die Süßkartoffel-Muffins die Süßkartoffeln schälen.

Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen.

Geschälte Süßkartoffeln mit einer Haushaltsreibe fein aufraspeln und in eine große Schüssel geben. Dort mit 6 EL Semmelbrösel, 3-4 EL Speisestärke, 1-2 TL Chiliflocken, Meersalz und frisch aufgeriebener Muskatnuss, Kreuzkümmel sowie einer Hand voll gewaschener und gehackter gehackter Petersilie und 2 EL Zitronensaft gut vermischen.

Muffinförmchen ohne Muffinpapier(!) stark mit Margarine einfetten.

Die geraspelten, gewürzten Süßkartoffeln fest in die Mulden drücken. Muffinmulden reichlich füllen, da die Kartoffeln beim Backen an Feuchtigkeit verlieren und etwas zusammensinken werden. Die Füllung kräftig in die Form drücken.

Muffins bei 200 Grad Umluft für ca. 35 Minuten in den Ofen geben. Ofenzeit kann je nach Ofenart und -alter leicht variieren. Einige Kartoffelraspel werden an den oberen Ecken ziemlich dunkel werden. Die könnt Ihr aber später einfach abzupfen oder abschneiden. Wichtig ist, dass die Muffins gut durchbacken. Wenn Ihr mögt, könnt Ihr gegen Ende der Backzeit hin, die Muffins mit etwas Alufolie abdecken, damit sie an der Oberfläche nicht zu dunkel werden.

Muffins nach 35- max. 40 Minuten Backzeit aus dem Ofen nehmen. Jetzt kommt der eigentliche Trick: Abkühen lassen! Mindestens 15-20 Minuten, damit sich die Muffins setzen können. Sonst bekommt Ihr sie nicht gut aus der Form.

Knusprige Süßkartoffel-Muffins Süßkartoffel-Muffins

In der Zwischenzeit 2 Avocados halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel vorsichtig aus der Schale heben. Avocado-Fruchtfleisch mit Zitronensaft beträufeln und leicht salzen. Muffins mit Cranberry-Chutney und Kürbiskernen bestreut servieren. Dazu Avocoda-Schnitze geben. Ich gebe ganz zum Schluss noch ein paar Chiliflocken über das Gericht.

Vegane Süßkartoffel-Muffins mit fruchtigem Cranberry-Chutney

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6 Kommentare

  • Reply
    Annette
    15. Dezember 2015 at 19:37

    Hei Lea! War lecker! Hab zwei Tage davon gegessen. Lässt sich auch super mit zur Arbeit nehmen. wie schön, dass du so kreativ bist. Liebe Grüße, Annette

  • Reply
    Ursula
    8. Dezember 2015 at 17:56

    Liebe Lea,

    eine ganz tolle Idee! Als ich das Rezept sah, hatte ich das dringende Bedürfniss, das ganz schnell nachzukochen 😉
    Und das hat sich dann sogar noch letztes Wochenende ergeben. Das Chutney ist lecker und wir fanden es ganz toll, dass die Cranberries wirklich richtig geploppt haben – das hat uns amüsiert 😉
    Das mit den Muffins hat auch gut funktioniert, nur leider kam uns der Süßkartoffelgeschmack zu wenig raus, was wir sehr schade fanden, da wir Süßkartoffeln alle liiiiiiiiiiiiiiiieben 🙂 Vielleicht waren die Gewürze zu stark.
    Naja, es kann ja aber nicht alles nach unserem Geschmack sein 🙂

    Liebe Grüße und weiterhin viele kreative Ideen 🙂
    Ursula

  • Reply
    Vanessa von ÖkoLife
    5. Dezember 2015 at 11:37

    oh wow, wunderschön und bestimmt lecker 🙂

    • Reply
      Lea
      7. Dezember 2015 at 19:56

      😉 danke Dir

  • Reply
    Jenni
    4. Dezember 2015 at 18:47

    Was für eine tolle Idee! So habe ich Süßkartoffeln wirklich noch nie verarbeitet gesehen – doch die Muffin-Variante spricht mich sehr an. Da sind wir schon wieder beim Thema Inspiration: Mir schießen gerade viele, viele Ideen durch den Kopf – ausgelöst durch dein tolles Rezept.

    Vielen Dank dafür! 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Reply
      Lea
      5. Dezember 2015 at 12:33

      Hallo Jenni,
      oh, das freut mich. Ich hoffe, sie gelingen gut und Du findest noch viele weitere Inspirationen auf meinen Blog. Bitte beachten: wenn Du “normale Kartoffeln” statt Süßkartoffeln nimmst, musst Du diese in einem Küchenhandtuch gut auswringen/trocken pressen. Es ist wichtig, dass die Raspeln gut trocken sind. daher auch die Semmelbrösel! Kein zusätzliches Öl verwenden! Viele liebe Grüße Lea