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Tandoori-Seitan auf Römersalat mit Zitronen-Minz-Joghurt

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Die vielfältigen Kochmöglichkeiten mit Seitan sind einfach fantastisch. Seitan besitzt eine fleischähnliche Konsistenz und wird aus Weizeneiweiß, dem so genannten “Gluten” hergestellt. Seitan kann man in Bioläden und Reformhäusern eingeschweißt als Fertigprodukt zur Weiterverarbeitung kaufen, mit etwas Übung aber auch ganz leicht selbst machen. Seitan selbst hat kaum Eigengeschmack. Daher eignen sich intensive Gewürzmischungen, wie zum Besipiel indisches Tandoori, ganz hervorragend für die Seitan-Zubereitung. Auch die Tandoori-Gewürzmischung kann man fertig kaufen, jedoch auch ganz einfach selbst zusammen stellen. Dieses Tandoori-Seitan ist den klassischen Fleischspießen verblüffend ähnlich. Der Geschmack ist würzig-edel und wird bestimmt von Koriander, Kreuzkümmel, Ingwer und Chili. Zusammen mit zitronig-minzigem Joghurt-Dressing unwiderstehlich!

Zutaten für 2 Portionen | 7-8 Spieße

Für die Herstellung von Seitan

  • 200 Gramm Glutenmehl | auch Seitanfix oder Glutenpulver genannt; im Reformhaus, Spezialfachhandel oder online erhältlich
  • 1 TL Paprikapulver süß
  • 1 TL Chili-Knoblauchpulver gemahlen
  • 200ml Wasser
  • 2 Liter Gemüsebrühe | man kann auch eine starke/intensive Instantbrühe anrühren
  • 3 Lorbeerblätter
  • 5 Pimentkörner
  • 5-7 Wacholderbeeren
  • 4 EL Sojasoße
  • zusätzlich: ca. 7-8 Holzspieße

Für die Tandoori-Marinade

  • 3-4 EL Sojajoghurt | ca. 120-150 Gramm; ich benutze Sojade
  • Ein Stück Ingwer | ca. Daumen-groß; etwa 20-25 Gramm
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 EL frischer Zitronensaft
  • 2 TL Koriandersamen geschrotet
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Knoblauch-Chilipulver oder grob gemahlen aus der Gewürzmühle
  • 0,5 TL Kurkuma
  • Eine halbe rote Chilischote
  • 1 gehäufter TL Paprikapulver süß
  • 1 EL Erdnussöl

Für den Salat & das Joghurt-Minz-Dressing

  • 1 Römersalat
  • Eine halbe Gurke
  • 1 Tomate
  • 300 Gramm Sojajoghurt | entspricht etwa 6-7 EL
  • 4 EL frischer Zitronensaft
  • Ein halbes bis ein Bund Minze
  • Meersalz und grober Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

Mit der Herstellung des Seitan beginnen. Dafür 200 Gramm Glutenpulver in eine Rührschüssel geben.

Paprikapulver und Knoblauch-Chilipulver dazu geben und trocken vermengen. Dann 200 ml Wasser hinzugießen und mit beiden Händen rasch zu einem festen Teig verkneten. Den Teig aus der Schüssel nehmen und mit beiden Händen auf der Arbeitsfläche nochmals 2-3 Minuten intensiv kneten. Der Teig wird von der Konsistenz her sehr “Gummi-artig” und sollte recht fest sein. Ich rolle den Gummi-artigen Teig zum Schluss in Form einer Wurst und unterteile ihn in drei Teile, die ich jeweils erneut zu festen Kugeln zusammendrücke/knete.

Tipp: Bei meinen ersten Seitan-Versuchen habe ich es gut gemeint und weitere Gewürze und Geschmacksträger, wie etwa Tomatenmark und Sojasoße mit dem Glutenpulver vermengt. Das Ergebnis war aber leider miserabel. Das Seitan wurde von der Konsistenz her viel zu locker und glich einem schwammigen Semmelknödel. Daher gilt: keine weiteren Zutaten mit dem Gluten vermengen, sondern statt dessen das Seitan später stärker und länger marinieren.

In einem großen Topf etwa 2 Liter Gemüsebrühe erhitzen. Wacholderbeeren andrücken, so dass sie leicht aufplatzen und in die Brühe geben. Pimentkörner und Lorbeerblätter ebenfalls hinzufügen. Etwa 4 EL Sojasoße in die Gemüsebrühe geben. Die drei Seitan-Teigkugeln in der erhitzten und gewürzten Brühe etwa 60-70 Minuten köcheln lassen. Das Wasser sollte dabei nicht zu stark blubbern, sondern ruhig sieden.

In der Zwischenzeit kann die Tandoori-Marinade angerührt werden. Dafür 3-4 EL Sojajoghurt in eine Schüssel geben. Eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe schälen. Die Zwiebel in hauchfeine Würfelchen schneiden und zum Joghurt geben. Mit einer Knoblauchpresse die Knoblauchzehe zerdrücken und ebenfalls hinzu geben. Die Marinade mit 4 EL Zitronensaft, geschrotetem Koriander, Kreuzkümmel, Paprikapulver süß, Knoblauch-Chilipulver, Salz und Kurkuma würzen. Ein Stück frischen Ingwer Schälen und mit einer Ingwerreibe zerreiben. Alle gut miteinander verrühren. Zusätzlich einen EL Erdnussöl und ein paar Röllchen scharfe, rote Chilischote in die Marinade rühren. Das Ganze zur Seite stellen und abgedeckt ziehen lassen.

Wenn der Seitan fertig gekocht hat, aus dem Sud nehmen und kurz abkühlen lassen. “Seitan-Klumpen/Kugeln” in feine Stückchen schneiden. Größe und Form der Stückchen so wählen, wie man sie später auf die Holzspieße stecken möchte.

Tipp: Die Oberfläche der Seitan-Kugeln kann leicht wellig, schwammig sein. Dann einfach 1-2 Millimeter der Seitan-Obefläche wegschneiden.

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Seitenstückchen auf Spieße stecken.

Die vorbereitete Marinade mit einem Küchenpinsel dick auf alle Seiten der Seitenspieße auftragen. Die Spieße auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und für 10 Minuten bei 200 Grad in den Ofen geben.

Nach etwa 10 Minuten Spieße aus dem Ofen holen und erneut mit viel Marinate von allen Seiten bepinseln. Seitanspieße wenden und nochmals etwa 8-10 Minuten in den Ofen geben.

Währen die marinierten Spieße im Ofen sind, den Salat und das Dressing zubereiten. Dafür einen Römersalat verlesen, gut waschen, den Strunk entfernen und die oberen Blatt-Drittel auf zwei Teller aufteilen. Eine habe Gurke schälen, das Kerngehäuse herausschneiden und in Würfel aufschneiden. Eine Tomate halbieren, den Strunk entfernen und achteln. Gurken- und Tomatenstücke auf den Salat verteilen und salzen & pfeffern.

Dressing: Minze verlesen, waschen und gut abschütteln. Die Blätter abzupfen und fein hacken. 6-7 EL Sojajoghurt mit 4 EL frischem Zitronensaft vermengen. Salzen, pfeffern und die gehackte Minze untermengen. Minzdressing anschließend mittig auf den Salat drappieren.

Die Tandoori-Seitan-Spieße aus dem Ofen nehmen und je zwei mittig auf den Tellern platzieren.

Weitere Spieße separat zum Essen dazu reichen. Alles mit etwas grobem Chili aus der Mühle und 1-2 Minzblättern garniert servieren.

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1 Kommentar

  • Reply
    Ursula
    29. Mai 2016 at 22:29

    Um nochmal auf Seitan zu sprechen zu kommen:
    Hier habe ich den Rest meines selbstgemachten Seitans verwendet und festgestellt, dass es stark auf dei Zubereitungsart ankommt. Hier wurde er schön kross, da ich ihn auch fein geschnitten habe und schmeckte so deutlich besser, schon allein die Konsistenz war angenehmer. 🙂
    Definitiv merken werde ich mir aber vor allem den Minzjogurt. Vom Minzverachter beim Beginn des Nackkochens deines Blogs mutiere ich nun zum Minzeschätzer fast schon -liebhaber 😉 😀