Vegan in Singapur – Leas Reisebericht

Singapur mach Dich bereit – die Foodblogger kommen! Ende Januar 2016 war es endlich soweit: Zusammen mit den weiteren Gewinnern des „FOOD BLOG AWARDS 2015“ flog ich in die Megacity Singapur! Gemeinsam erlebten wir vier aufregende Tage, in denen wir die Stadt und vor allem die kulinarischen Highlights Singapurs erkundeten. Klar, schließlich sind wir alle Foodblogger und gutes Essen ist DAS Thema für uns.

Foto: Jens Glatz / Kochhelden.TV
Die Gewinner des Food Blog Awards 2015 in Singapur; v.l.n.r.: Arne und Claudia von „Food with a View“ http://foodviewberlin.com, Karin von“ Lisbeths Cupcakes & Cookies“ http://www.lisbeths.de, Carina, Tanja, Tine & Jasmin von „Foodistas“ http://foodistas.de, Tine von „Trickytine“ http://trickytine.com, Brigitte von „Goats Today“ http://www.goats.today, Claudia von „Geschmeidige Köstlichkeiten“ http://geschmeidigekoestlichkeiten.at, Silke von „Fräulein Glücklich“ http://fraeulein-gluecklich.blogspot.de und meine Wenigkeit: Lea von Veggies ww.veggi.es

Schon vor Reiseantritt war ich sehr gespannt, inwiefern der vegane Lebensstil in Singapur bekannt ist und wie sich ein veganer Aufenthalt in Singapur gestalten würde. Ich hatte mich dazu im Vorfeld schon ein wenig im Internet schlau gemacht. Dort gingen die Meinungen und Erfahrungen jedoch sehr auseinander. Von „prima veganes Essen“ bis „fast unmöglich“ habe ich alles gefunden. Um die Stadt noch besser zu erkunden, habe ich meinen Aufenthalt vor Ort zusätzlich vier Tage privat verlängert. Ich war also insgesamt acht Tage vor Ort. In dieser Zeit habe ich mir Singapur selbst und die veganen Ess-Möglichkeiten im Speziellen ganz genau angesehen. Hier kommt mein ganz persönlicher Erfahrungsbericht.

Singapur ist eine Stadt der Superlative. Unfassbar moderne (Glas-)Bauten und Hochhäuser, unzählige Einkaufszentren, die sich über Kilometer und viele Etagen erstrecken, reihen sich unmittelbar an stilvolle, kleine Gebäude aus der Kolonialzeit sowie ursprüngliches, quirlig-kutlurelles Leben in den chinesischen, indischen und muslimischen Zentren der Stadt.

Singapur Skyline Marina Bay

Singapur, die Löwenstadt Singapur Skyline

Singapur muslimisches Viertel

Singapur Little India

Singapur muslimisches Zentrum Singapur

Die größte Bevölkerungsgruppe stellen hier die Chinesen, gefolgt von Malaien, Indern, Muslimen und anderen Ethnien. Und genau das spiegelt sich sowohl im Stadtbild, als auch in der kulinarischen Welt wider. In der Küche Singapurs verschmelzen die Traditionen der Einwohner zu einem Eldorado chinesisch-indisch-asiatischer Küche. Was mir sofort aufgefallen ist: Es wird vorrangig deftig, ziemlich fettig und vor allem „nicht-vegan“ gekocht. Fleisch und Fisch sowie „Austernsoße“ sind die zentralen Zutaten der hiesigen Küche. Wohin man blickt, sieht man paniertes, gegrilltes, gebratenes, mariniertes, gegartes und anderweitig verarbeitetes Fleisch mit Reis, Nudeln oder in Form von Dumplings und Frühlingsrollen kredenzt.

Singapur gefüllte Dumplings Singapur Samosas

Vor allem verarbeiten die Menschen hier alle Teile des Tiers und schrecken auch nicht davor zurück Schlangen, Frösche und Schildkröten zu verspeisen.

In Singapur, wie auch in anderen asiatischen Ländern, ist es Gang und Gebe, alle Teile des Tieres zu verspeisen – auch Köpfe, alle Innereien, Hufe, Klauen etc…. einige Bilder erspare ich Euch hier….

„Frog Porridge“?? Echt jetzt??! Ja, Frösche werden in vielen Teilen Singapurs gegessen.

Chinatown

Auch im chinesischen Viertel Singapurs werden vorrangig Fleisch- und Fischgerichte gekocht. Jedoch sind die chinesischen Gemüsemärkte in Chinatown unglaublich beeindruckend, authentisch und vielfältig.

Gemüsemarkt in Chinatown

Gemüsemarkt in Chinatown

Little India

Ganz anders im Stadtteil „Little India“. Dort findet man eine Vielzahl an vegetarischen Speisen mit viel Gemüse und bekannten wie fremdartigen Kräutern wider. Wer also schnell, wirklich günstig und einfach vegan essen möchte, tut dies am besten in Little India. Dort wird man in den vegetarischen Garküchen und Restaurants fündig und kann vegane Dosas, Samosas und Currys in unzähligen Variationen ausprobieren. Jedoch ist hier auf der Suche nach veganem Essen Vorsicht geboten: Die indische Küche ist vorrangig vegetarisch und nicht vegan. Es werden viele Milchprodukte und Eier konsumiert. Vor allem werden Zutaten häufig mit „Ghee“ angebraten bzw. zubereitet. Hier muss man eigens nachfragen. Wie in ganz Singapur, sind aber auch hier die Leute sehr freundlich, offen und kommunikativ. Und da hier fast jeder Englisch spricht, kann man sich ganz gut vegan durchschlagen.

Gemüsestand in Little India

Kräuterstand in Little India Singapur

Veganes Gericht in Little India: Mock-meat meets rice and curry

„HAWKER-CENTER“ – Singapurs beliebte Foodcourts

Die so genannten „Hawker-Center“ sind in Singapur nicht wegzudenken. Diese überdachten, jedoch seitlich stets offenen Foodcourts beherbergen immer eine sehr große Anzahl an einzelnen Imbiss-/Esses-Ständen unterschiedlichster Ausprägung und sind über ganz Singapur verteilt zu finden. Dort kann man sich nach Belieben an den einzelnen Ständen Essen holen und anschließend an einem der  bereit stehenden Tische verspeisen.

Hawker-Center in Singapur

Da man hier die ganze Bandbreite der lokalen Küchenvielfalt essen kann und die Gerichte auch recht günstig angeboten werden, sind Hawker-Center ein beliebter Treffpunkt der Einheimischen und natürlich auch ein großer Touristenmagnet.

In den meisten Hawker-Centern wird man auch auf der Suche nach vegetarischen und veganen Gerichten fündig, jedoch werden hier vorrangig Fleisch- und Fischgerichte angeboten. Da die Hawker für sich genommen schon eine Attraktion sind, sollte man sie unbedingt besuchen. Mir ganz persönlich haben sie aber vorrangig als landestypische Sehenswürdigkeit gefallen, gegessen habe ich dort nur einmal. Denn man sitzt natürlich mitten in der Menschenmenge und überall um einen herum wird Fleisch in allen nur erdenklichen Variationen gegessen. Sowohl der intensive Essensgeruch als auch der Anblick der teils aus den Tellern ragenden Knochen und Tierteile, fand ich ebenso wenig appetitlich wie die ausgegebenen Plastikteller und die leicht schmuddelige Gesamtatmosphäre. Reinschauen solltet Ihr aber allemal!

Zwischenfazit: Vegan essen ist in Singapur zwar möglich, jedoch nicht selbstverständlich!

1) Man kann ganz klar festhalten: „Vegetarisch zu essen“ ist in Singapur kein Problem. „Vegan“ ist in Singapur jedoch so gut wie unbekannt und wird meist mit vegetarisch gleich gesetzt.

2) Vegetarische und vegane Gerichte in Singapur enthalten extrem viele „Fleischersatz-Produkte“ – vor allem in Little India und Chinatown. Man ist hier sehr stolz darauf, „mock-meat“ in allen Variationen herzustellen. Das muss man mögen. Mir persönlich waren die veganen Gerichte, die ich probiert hatte, sowohl zu fettig als auch „zu wenig grün“. Zumeist handelt es sich um Fleischersatz, der auf Basis von Weizengluten oder Tofu hergestellt wird. Dieser wird mit Kokosmilch, Nudeln, Reis und anderen Beilagen konsumiert. Das sieht in etwa wie folgt aus:

Veganes und vegetarisches Essen besteht oft zu Großteilen aus Fleischersatz, der so täuschend echt gemacht ist, dass ich es kaum essen wollte.

So sieht klassisch veganes Essen in Singapur aus: Fleischersatz in Kokosmilch mit Nudeln

3) Da veganes Essen in Singapur keine Selbstverständlichkeit ist, endet die Suche nach etwas Essbaren manchmal einfach darin, dass man Reis mit Gemüse und Sprossen kauft. Das schmeckt zwar ganz ok, ist aber kein kulinarisches Highlight.

Veganes Essen in Singapur sieht daher oft so aus – schmeckt nicht schlecht, ein kulinarisches Highlight ist das aber nicht.

4) Yeah, aus versehen vegan! In Singapur gibt es viele großartige, moderne und zum Teil auch sehr teure Hotels. Hier findet man eine Singapurküche mit starken europäischen Einschlägen vor. Viele Gerichte sind dann „aus Versehen vegan“, wie man so schön sagt. Nachstehend zwei Beispiele: „Karotten-Kichererbsensalat“ und „Ofenkürbis-Salat“. Beides war sehr lecker und wurde im „Rendevouz Hotel“ angeboten, in dem wir Foodblogger vier Nächte verbracht haben. Zum Frühstück gab es außerdem eine riesige Auswahl an frischem Obst, vegane Baked-Beans und veganes Curry.

Kichererbsensalat im Rendevouz Hotel Singapur Ofen-Kürbis im Rendezvous Hotel Singapur

Doch als ich zum Schluss noch vier Tage alleine in Singapur verbracht habe, habe ich sie doch noch gefunden: Tolle vegane Restaurants und Alternativen, die man als Veganer unbedingt in Singapur besuchen sollte. Es gibt in Singapur nämlich zwei rein vegane Restaurants sowie weitere Restaurants die tolle vegane Alternativen anbieten und eine Salatbar-Kette, die eine beeindruckende Vielfalt an veganen Salaten, köstlichen Quinoa-Bowls und veganen Wraps anbietet.

So, follow me to vegan Singapore!

Es gibt sie doch, die veganen Highlights! Hier kommen meine Top 7 der veganen Singapur Tipps

 1) Genesis – Ein rein veganes, clean-eating Restaurant im nördlichen Teil von Little India

Das Genesis ist eines der beiden rein veganen Restaurants in Singapur. Es liegt etwas versteckt im nördlichen Teil von Little India und ist nicht ganz einfach zu finden, denn die kleine Seitenstraße ist ansonsten recht unspektakulär. Doch das leckere vegane Essen ist den Weg aber auf jeden Fall Wert. Die Betreiber des Genesis sind Adventisten, die eine gewaltlose Ernährung nach dem Prinzip des „Clean Eating“ proklamieren. Missioniert wird hier sonst aber nicht. Die Betreiber sind extrem freundlich und sprechen gerne mit den Besuchern über die vegane Entwicklung in Singapur. Auch vegane Kochkurse und Food Demonstrations finden hier regelmäßig statt. Alle Gerichte sind bio, größtentels zuckerfrei und frei von industriell vorverarbeiteten Produkten. Das Genesis bietet in netter, lockerer Atmosphäre die ganze Bandbreite asiatischer veganer Kochkunst. Vieles ist außerdem rohvegan, alles no MSG.

Das Genesis in Singapur Leckeres veganes Essen in Singapur

Hier gibt es u.a. Dumplings, Frühlingsrollen, leckere Reisgerichte, Nussbraten, Currys, roh-vegane Lasagne und Wraps, Salate, Algengerichte und vieles mehr. Darüber hinaus verkauft das Genesis unter eigenem Label sehr leckere Kekse. Ich habe sie alle probieren dürfen und konnte mich kaum entscheiden. Meine Lieblingssorte waren die „veganen Grüne-Bohnen-Vanillekekse“, auf dem Foto im unteren Regal ganz links zu sehen. Was waren die köstlich!

Ich würde das Genesis auf jeden Fall wieder besuchen. Der Weg lohnt, die Preise sind für Singapur-Verhältnisse sehr moderat und liegen für ein Hauptgericht bei 09.00 – 12.00 Dollar.

ADRESSE
Genesis – Vegan Restaurant
115, Owen Road
218922 Singapore
Ruhetag: Samstag
U-Bahnstation: Farrer Park
Facebookseite: https://www.facebook.com/genesisvegan/

2) Loving Hut – Die einzige Filiale der weltweit bekannten veganen Restaurantkette in Singapur

Die vegane Restaurantkette Loving Hut kennen sicherlich einige von Euch schon bereits aus Deutschland oder anderen Ländern. Hier habe ich mich so richtig wohl gefühlt. Das Loving Hut liegt ziemlich versteckt in einer extrem hübschen Straße im östlichen Singapur, die mich sehr an die Atmosphäre im Prenzlauer Berg erinnert hat. Die Häuser sind bunt bemalt, die ganze Stimmung in der Gegend ist locker. Hier lohnt sich auch ein ausgiebiger Bummel durch die Gegend.

Buntes Treiben und hübsche Häuser auf der Joo Chiat Road

Die nächstgelegene U-Bahnstation ist Paya Lebar. Im Loving Hut gibt es alles, was das Veganer-Herz begehrt. Tofugerichte, vegane Salat-Bowls mit Tempeh, Nudelgerichte, Lasagne, Currys sowie vegane Nachspeisen und grüne Smoothies. Ich hatte einen frischen Salat mit Spargel und gebratenen Kräuterseitligen sowie vegane Satéspieße mit Gurke, Ananas und hausgemachter Erdnusssoße. Besonders lecker fand ich die knusprig gefüllten Teigrollen mit Gemüse und süß-saurer Soße.

Vegan Essen im Loving Hut Singapur Vegane satéspieße im Loving Hut Singapur

Hier im Loving Hut habe ich mich so wohl gefühlt, dass ich es während meines Aufenthalts gleich zwei Mal besucht habe und ich kann es jedem nur empfehlen, der in Singapur richtig lecker vegan essen möchte.

ADRESSE
Loving Hut Singapur
922, Joo Chiat Road
427489 Singapur
Webseite mit allen Infos: http://www.lovinghut.com.sg
U-bahnstation: Paya Lebar

3) Putu Piring – Unfassbar leckere vegane Palmzucker-Reiscakes

Hier kommt wirklich ein Geheimtipp: Putu Piring! Das sind kleine heiße Reisküchlein, die mit karamellisiertem Palmzucker gefüllt sind und mit Kokosflocken auf einem Bananenblatt gereicht werden. Diese Spezialität, die viele von Euch sicherlich auch so oder ähnlich aus Indien kennen, sollte man in Singapur nicht verpassen. Die heißen Reisküchlein schmelzen im Mund regelrecht zusammen und der im Inneren karamellisierte Palmzucker quillt beim Essen hervor. Das schmeckt einfach nur lecker. Das Tolle: Das beste Putu Piring gibt es für nur 02.00 Dollar ganz versteckt direkt um die Ecke vom veganen Restaurant Loving Hut, das ich oben beschrieben habe.

Ihr könnt auch direkt vor Ort bei der Herstellung der Reisküchlein zusehen. Die Reismehlmasse wird mit Palmzucker gefüllt und in kleinen Trichtern dampfgegart, bevor es zusammen mit Bananenblattstückchen und Kokosflocken heiß serviert wird. Ihr findet Putu Piring an einem kleinen Stand in diesem Gebäudekomplex genau an der Ecke Geylang Road Ecke Haig Road (U-Bahnstation Paya Lebar)

Hier befindet sich die Putu Piring Station – betretet das ALWADI und haltet Euch rechts. es ist gleich der dritte oder vierte Food-Stand!

ADRESSE
Putu Piring Hait Road
970 Geylang (Onan Road)
423492 Singapur
Facebook: https://www.facebook.com/haigroadputupiring/

4) Well Dressed – Tolles veganes Angebot mitten in Chinatown

In das Well Dressed bin ich regelrecht „reingestolpert“, so zentral liegt es. Ihr findet das Well Dressed nämlich nur eine kleine Querstraße vom berühmten „Buddha Tooth Relict Temple“ entfernt, der eine große Touristenattraktion mitten in Singapur ist. Der Tempel ist überwältigend. Ihr solltet Ihn bei Eurer Singapur-Reise auf jeden Fall besuchen.

Doch zurück zu diesem wunderbaren vegan-vegetarischen Hotspot nur zwei Minuten Fußweg von dem imposanten Buddha Tooth Relict Temple entfernt: Das „Well Dressed“ befindet sich im Erdgeschoss eines bekannten zweistöckigen chinesischen vegetarischen Restaurants namens „Eight Treasures“ mit sehr langer Tradition. Das kleine, separate Lokal im Parterre bietet eine sehr große Auswahl an vegetarischen, vorrangig aber veganen Speisen. Ihr könnt auch alle Speisen „vegan“ bestellen, wenn sie vegetarisch auf der Karte stehen. Es gibt eine große Salatbar, Wraps, vegane Burger, Wassermelonen-Pizza, Sandwiches sowie vegane Kuchen, Muffins, Riegel und Chia-Pudding.

Das Well Dressed in Sinagpur Chiapudding im Well Dressed Singapur

Ich hatte einen großen gemischten Salat mit Roter Bete, Kale, Kichererbsen, Kürbiskernen, Avocado und Tempeh. Als Nachspeise habe ich diesen leckeren veganen Walnuss-Orangenkuchen verputzt.

Ich wette, Ihr werdet Chinatown besuchen, wenn Ihr in Singapur seid. Dann nichts wie ab ins „Well Dressed“, wo Ihr Euch zwischendurch wunderbar vegan stärken könnt.

ADRESSE
Well Dressed
Salad Bar & Cafe
280/282,South Bridge Road
58831 Singapur
Facebook: https://www.facebook.com/WellDressedSaladBarSg/info/?tab=overview

5) Food Rebels – Vegan Clean Eating im Herzen Singapurs

Zwischen Chinatown und der Marina Bay mit dem beeindruckenden Finanzviertel, gibt es ein ganz kleines Gebiet, das aus den Straßen Amoy Street, Telok Ayer Street und der Stanley Street besteht. Dahin solltet Ihr bei Eurem Singapur-Aufenthalt auf jeden Fall gehen. Dort findet Ihr jede Menge Kunst & Krempel, Hipster und Aussteiger, urbanes Leben, Tempel, Cafés und Restaurants, kleine individuelle Läden und schicke kleine Boutiquen mit finanzierbarer Mode. Ich habe das kleine Mini-Künstlerviertel sehr genossen.

In dieser spannenden Gegend werdet Ihr jede Menge kleiner Restaurants finden, die einige vegane Alternativen wie Hummus oder Falafel anbieten. Eine Juice-Bar verkauft vegane Smoothies und Kale Wraps. Dort liegt auch das „Kitchen by Foodrebel“.

„Kitchen by Foodrebel“ in der 28, Stanley Street bietet jede Menge veganer Köstlichkeiten in Bioqualität

Dieses kleine Restaurant/Café bietet extrem leckeres, vegetarisches und veganes Essen an. Ich habe mich länger mit der Betreiberin der „Kitchen by Foodrebel“, Christina Hardie (Holistic Chef & Food Architect), unterhalten. Alle Essensangebote sind zuerst einmal rein vegan, allerdings kommen dann vegetarische Alternativen dazu, wenn man möchte und das ist in Singapur eben sehr nachgefragt. Sie selbst würde am liebsten „rein veganes Essen“ anbieten, aber das sei mitunter zu wenig nachgefragt. Daher bieten sie auch vegane Schulungen und Kochkurse an, um aufzuklären und veganes Essen in Singapur bekannter und beliebter zu machen. Ihr werdet im Foodrebels in Sachen „vegan“ also auf jeden Fall fündig werden. Es gibt Quinoa-Bowls, Salate, Wraps, Porridge, Smoothies, Suppen und vieles mehr – auch „to go“.

To go vegan by Foodrebel Porridge Food Rebel Singapore

ADRESSE
Kitchen by Foodrebel
28, Stanley Street
068737 Singapur
Web: www.foodrebelsg.com
Facebook: https://www.facebook.com/foodrebels.pte.ltd

Ein Besuch des Foodrebels lohnt alleine schon wegen der tollen Gegend, die Ihr Euch unbedingt ansehen solltet!

6) Sarnies – Lecker vegan schlemmen in netter, zentraler Location am Finanzzentrum

Nur eine kleine Querstraße vom „Kitchen by Foodrebels“ entfernt, findet Iht in der Telok Ayer Street Nummer 136 das nette Cafe „Sarnies“. Sarnies ist an sich kein rein veganes oder vegetarisches Café, bietet aber eine große Auswahl an glutenfreien und veganen Speisen an, die wirklich lecker sind. Auch vegane Riegel könnt Ihr im Sarnies kaufen. Ich hatte dort einen großen Salat mit Kale und Gemüsespaghetti (Zoodles), angemacht mit einem cremigen Cashew-Dressing. Das war super lecker und die ganze Atmosphäre bei Sarnies ist extrem nett.

Das „Sarnies“ in der Telok Ayer Street 136

ADRESSE
Sarnies
136 Telok Ayer Street
068601 Singapur
Web: www.sarniescafe.com
Facebook: https://www.facebook.com/sarnies.singapore

Also, wie gesagt, das Sarnies ist kein veganes oder vegetarisches Café, hat aber viele leckere vegane Angebote, zum Teil auch glutenfrei!

7) Saladstop! – Mein Favourit für leckeres, gesundes veganes Essen in ganz Singapur

So, Mein letzter Tipp und vor Ort in Singapur oft meine „letzte Rettung“ war und ist eine Salatbar-Kette namens „Saladstop!“ Filialen dieser Kette findet Ihr gleich 12 Mal in Singapur und ich kann sie nur empfehlen. Unter dem Motto „Eat Wide Awake“ verkauft das Saladstop! grandioseste Salate. Ich sag’s Euch – Ihr werdet es nicht missen wollen. Denn was mir in Singapur oft gefehlt hat, waren die „Greens“ in meinem Essen. Weil die veganen Angebote waren mir vor Ort einfach zu fettig und zu sehr konzentriert auf „Mock-Meat“. Das Gute ist: Saladstop! findet Ihr ganz häufig und es ist einfach eine unkomplizierte, gesunde vegane Alternative.

Hier bei Saladstop! könnt Ihr kräftig Grünzeug tanken. An der großen Salatbar könnt Ihr Euch den Basisalat (z.B. Kale, Rucola, Spinat oder Mixed Greens“) aussuchen und dann Toppings beliebig wählen. Nicht alle Toppings sind vegan, aber der überwiegende Teil ist es – und hey, wir sprechen hier von rund 30 verschiedenen Toppings, aus denen Ihr wählen könnt. Dazu gehören auch Tempeh, Quinoa-Patties, krosser Tofu, Kerne und Nüsse und viele weitere leckere Zutaten mehr. Außerdem gibt es grandiose Quinoa-Bowls und frische Wraps. Als Nachspeise hat Saladstop! frisches Obst anzubieten. Hier seid Ihr also immer goldrichtig aufgehoben.

ALLE FILIALEN FINDET IHR UNTER
-> www.saladstop.com.sg
Facebook: https://www.facebook.com/SaladStop

Das war Leas kleiner grüner Ausflug in Singapur! 

Ich könnte natürlich noch sehr viel mehr schreiben. Immerhin habe ich acht Tage lang mehrmals täglich vegan in Singapur gegessen. Aber ich glaube, mit meinen Top-Tipps seid Ihr erstmal ganz gut ausgestattet. Bitte schreibt gerne in den Kommentaren, wenn Ihr selbst weitere tolle vegane Locations in Singapur findet. Ich freue mich auf eine Erweiterung dieses veganen Erfahrungsberichts aus der gigantischen Löwenstadt.

Zu guter Letzt möchte ich DANKE sagen!

Liebste Blogger-Kollegen und -Kolleginnen, Partymäuse, Reisefreudige und Foodverrückte – Ihr wart klasse! Ich hatte so viel Spaß mit Euch und es war toll, Euch auf der Reise noch besser kennen zu lernen. Ihr seid grandios!!!

Check out their blogs!!

Arne und Claudia von „Food with a View“
Karin von „Lisbeths Cupcakes & Cookies“
Carina, Tanja, Tine & Jasmin von „Foodistas“
Tine von „Trickytine“
Brigitte von „Goats Today“
Claudia von „Geschmeidige Köstlichkeiten“
Silke von „Fräulein Glücklich“
Mia von „Küchenchaotin“

Ein ganz herzliches Dankeschön auch an BurdaLife, Connecting Companies, YourSingapore, KochblogRadio, KochheldenTV und alle Sponsoren, die diese Reise ermöglicht haben.

Ich hatte eine grandiose Zeit in Singapur und ich kann einen Besuch in dieser quirligen Megametropole auch Vegan-Reisenden nur empfehlen.

Goodbye Singapore, see ya again in a vegan future!

Alles Liebe, Eure Lea

17 Gedanken zu „Vegan in Singapur – Leas Reisebericht

  1. Sandra

    Ach wie gemein, da bekommt man direkt Lust auf Urlaub. Sieht alles sehr sehr lecker aus. Hast Du die Restaurants per App oder Recherche gefunden?

    LG

    1. Lea Beitragsautor

      Hi Sandra, ehrlich gesagt hatte ich vor der Reise kaum Zeit gefunden, mich zu erkundigen und ein wenig nach veganen Restaurants/Essmöglichkeiten zu recherchieren. Vom Loving Hut hatte ich schon gehört und wir hatten es gemeinsam mit der Foodblogger-Gruppe besucht. Dort hatten sie mir auch das Genesis empfohlen. Das „Putu Piring“ hat uns eine bekannte ortskundige Bloggerin gezeigt. Die anderen Lokale habe ich mehr oder weniger zufällig entdeckt. Es gibt sicherlich in dieser megagroßen Stadt noch sehr viel mehr gute vegane/vegetarische Locations. Ich stelle hier eben die vor, die mir bei meinem Besuch aufgefallen sind und die ich als empfehlenswert erachte.. 😉 Also man kann in Singapur als Veganer ganz gut durchkommen. Die Stadt ist absolut faszinierend. Ein Besuch lohnt auf jeden Fall. Liebe Grüße Lea

  2. Claudia Braunstein

    Du Fleissige, ich bin noch nicht einmal mit der Fotosortiererei fertig 😉 Es waren unglaublich tolle Tage, die wir gemeinsam verbracht haben. Bis hoffentlich bald, liebste Grüße aus Salzburg, Claudia
    PS: Ich war im Lovinghut mit meiner Esserei als Nichtveganerin übrigens sehr gut aufgehoben.

    1. Lea Beitragsautor

      Hi Claudi, Du Süße!
      Ja, ich habe mich auch beeilt, weil ich gleich noch die ganzen Eindrücke mit verarbeiten wollte. Du weißt ja, wie es ist: ist man erst einmal eine zeitlang zu Hause und wieder „im Alltagstrott“, dann verschwindet das Urlaubsgefühl ganz schnell und es ist viel schwieriger darüber zu schreiben. Ich habe die 14 Stunden Rückflug genutzt und hatte schon mal alle Bilder rausgesucht. Dann ging es eigentlich ganz schnell 😉 War eine tolle Zeit. Bis hoffentlich bald (eventuell in Muc!), Deine Lea

  3. Viky

    Oh, wow, danke für deinen Reisebericht. Singapur steht auf meiner Liste ganz weit oben. jetzt hab ich grad richtig fernweh 🙂

  4. Grit Cheraka

    wow…. das weckt fernweh, wird aber wohl ein traum bleiben…..
    diese gemüsemärkte finde ich ja immer grandios. traumhaft!!

    ist es da wirklich so sauber, wie es auf den fotos aussieht?

    1. Lea Beitragsautor

      Hi Grit,
      also Singapur ist diesbezüglich eine Art „zweigeteilte Stadt“. Einerseits besteht Singapur aus extrem modernen Zentren mit Einkaufsmöglichkeiten so weit das Auge reicht, mit Hochhäusern, Parks etc – da ist es soooo sauber, dass man fast schon ein ungutes Gefühl bekommt. Singapur hat sehr hohe Strafen, wenn man in der Öffentlichkeit Müll wegwirft oder sogar wenn man einen Kaugummi ausspuckt oder wenn man Zigarettenkippen irgendwo hin wirft. In öffentlichen Verkehrsmitteln darf weder getrunken oder gegessen werden. Wenn man dagegen verstößt, kostet das oft über 1.000 Singapur-Dollar!! Voll krass! Mir war das zum Teil zu „clean“, zu aufgeräumt, zu penibel… aber Singapur hat auch andere Ecken. Da gibt es zum Beispiel Chinatown, Little India und auch das Künstlerviertel, von dem ich geschrieben habe. Da ist es viel „ursprünglicher“, natürlicher und auch authentischer! Das hat mir um Einiges besser gefallen. Also es gibt Beides in Singapur – aber im Großen und ganzen ist es supersuper clean… fast „zu perfekt“, wenn Du fragst 😉 Aber es war ein hochinteressanter Aufenthalt und es war ne tolle Zeit 🙂 Liebe Grüße Deine Lea

  5. Nanne

    Das ist jetzt vielleicht bisschen Haarspalterei: Wieso schreibst du immer kale statt Grünkohl? Oder ist damit noch irgendwas spezielleres als normaler, frischer Grünkohl gemeint?

    1. Lea Beitragsautor

      Hallo Nanne,
      in Deutschland verstehen die meisten Leute unter „Kale“ den klassischen Grünkohl. Das ist allerdings nur bei uns so. In den meisten anderen Ländern ist Grünkohl nicht besonders bekannt, vor allem da er sehr niedrige Temperaturen braucht, um zu gedeihen. Weltweit wird hingegen der klassische Schwarzkohl, auch als Palmkohl bekannt, genutzt. Daher bezeichne ich ihn oft schlichtweg als „Kale“. Schwarzkohl wächst auch in warmen Gefilden, hat schmale lange Blätter, dicke Stiele und schmeckt ganz fantastisch. Er schmeckt eher nussig als kohl-artig… auch bei uns ist Schwarzkohl mitunter auf Märkten und in Bioläden erhältlich. Es lohnt sich, danach mal Ausschau zu halten. Liebe Grüße Lea

      1. Nanne

        Also, war es keine Haarspalterei, sondern doch bisschen was Anderes. Muss ich auf dem Markt mal drauf achten, allerdings wohne ich im Grünkohlland.

        1. Lea Beitragsautor

          Hallo Nanne,
          so habe ich es auch nicht verstanden. Deine Nachfrage war ganz berechtigt – schließlich sagt man bei uns ja auch nicht „Kale“… ich finde es nur ein bisschen schade, dass man in Deutschland den Schwarzkohl so schwer bekommt. In Berlin ist er aber inzwischen zumindest im Biomarkt oft erhältlich. Ich hoffe, Du wirst fündig! Der Schwarzkohl schmeckt übrigens auch ganz toll, wenn Du ihn einfach mit ein bisschen Knoblauch anbrätst und zu Pasta gibst. Ich gebe dann auch zusätzlich noch ein paar getrocknete Tomaten und Walnüsse dazu…mmmmmh, so lecker! Liebe Grüße Deine Lea

  6. Leni und Marlena

    Hi! Tolle Tipps und tolle Bilder! *-* Man bekommt richtig Lust auf einen Urlaub in Singapur. 🙂
    Wir machen im Moment gerade Florenz und Perugia unsicher und suchen dort nach vegetarischen und veganen Hotspots, was sich als nicht allzu schwer rausgestellt hat! 🙂 (Glück gehabt.. 😉 ..)
    Sonnige Grüße aus Italien, Leni und Marlena
    http://www.veggiejourney.de/

  7. Annika

    Also für mich ist Asien der beste Kontinent überhaupt, um gut und preiswert vegan zu essen. Man kann es überall, aber so richtig Spaß habe ich dabei auf Reisen eigentlich hauptsächlich in Asien. Egal ob Singapur, Hong Kong oder Bangkok.

    Schwierig hingegen fand ich Argentinien.

  8. Miriam

    Hallo Lea,
    vielen Dank für diesen Artikel ! Asien ist für mich nach wie vor ein sehr faszinierender Kontinent. Letztes Jahr waren wir in China ! Es war einfach wundervoll und ist wirklich zu empfehlen…
    Großes Lob an Dich Lea ! Liebe Grüße Miriam

    1. Lea Beitragsautor

      Hallo Miriam,
      vielen Dank für Deine Nachricht! Ja, ich war auch bereits in China und wirklich sehr fasziniert von dem Land. Ganz anders als in Singapur, wo es ja sehr „westlich“ zugeht, war China für mich wild, fremd und sehr aufregend. Singapur ist ja sehr sehr modern und sauber/clean. Mir hat der Aufenthalt dort aber auch sehr viel gegeben – ich kam ganz inspiriert zurück.
      Bis bald Du Reisende
      Lea

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