Vegan Lifestyle

Vegan-Klischee ade! Buchrezension und Interview mit Niko Rittenau

{Beitrag enthält Werbung} Ich möchte Mal die kühne Behauptung aufstellen, dass es keinen Veganer gibt, der nicht immer wieder mit Vorurteilen, Klischees und zum Teil auch einfach blöden Bemerkungen konfrontiert wird. Ganz gleich ob nett formulierte Zweifel, immer wiederkehrende Nachfragen oder sogar offener Angriff. Ich selbst bin nun über sechs Jahre vegan und Vorurteile gegenüber meiner Ernährung und Lebensweise sind mein ständiger Begleiter. Wie geht es Euch dabei? Was sind die häufigsten veganen Vorurteile, mit denen Ihr im Alltage konfrontiert werdet?

Hier kommen meine Top 7 Vorurteile, die mir am häufigsten begegnen:

1) “Hast du keine Angst, einen B12-Mangel zu bekommen?” Wenn ich dies verneine und darauf verweise, dass ich B12 supplementiere, höre ich normaler Weise als nächstes: “Tja, daran sieht man ja schon, dass Menschen nicht für eine rein pflanzliche Ernährung bestimmt sind. Das ist ja total unnatürlich, dass du dann Medikamente nehmen musst. Daran sieht man ja, dass vegan total ungesund und gegen unsere Natur ist…”

2) “Menschen sind Fleischfresser, wie auch Löwen. Menschen haben immer schon Fleisch gegessen und nur dadurch hat sich unser Gehirn so gut ausgebildet.”

3) “Woher bekommst Du denn Dein Protein? Pflanzen haben kein Protein!”

4) “Soja ist total ungesund, zerstört den Regenwald und Männer sollten wegen des “Östrogens” darin schon gar kein Soja essen! Außerdem erhöht Soja das Brustkrebsrisiko.”

5) “Und auch kein Käse? Und Joghurt? Woher bekommst Du denn Dein Kalzium? Und Eisen? Sicher hast du Eisenmangel!”

6) “Sich vegan gesund zu ernähren ist total schwierig und kompliziert.”

7) “Nüsse machen fett.”

…diese Liste könnte ich noch lange fortsetzen. Ganz gleich ob ich mit Fragen und Vorurteilen im Familienkreis, von Bekannten oder gar völlig Fremden konfrontiert werde, oft ärgert es mich, dass ich nicht sofort die richtigen Antworten parat habe, mehr als das jeweilige Klischee selbst. Ich weiß zwar, dass mir eine ausgewogene, vielfältige vegane Ernährung gut tut und ich völlig gesund bin, aber ich bin nun Mal keine Ernährungsexpertin, die alle essentiellen Aminosäuren beim Namen nennen, komplexe Stoffwechselvorgänge im Körper erklären oder sofort wissenschaftliche Studien zitieren kann, die das entsprechende Klischee widerlegen. Aber es gibt jemanden, der darin DER EXPERTE schlechthin im deutschsprachigen Raum ist: Niko Rittenau, studierter Ernährungsberater und Autor des Buches “Vegan-Klischee ade!”

Niko Rittenau, studierter Ernährungsberater und Autor des Buches “Vegan-Klischee ade!” Das Buch ist im Ventil Verlag erschienen

Heute möchte ich Euch sein erst kürzlich erschienenes Buch “Vegan-Klischee ade! vorstellen. Worum geht es darin? Welche Fragen werden dort beantwortet und inwiefern kann das Buch auch Euch helfen im Alltagsjungel der gängigen Vegan-Klischees schlagfertig zu kontern? Daher habe ich es mir näher angesehen und Niko Rittenau in Berlin zum Interview getroffen.

Selfie mit dem Autor: Niko Rittenau und Lea Green in Nikos Küche in Berlin (Ja, ein bisserl unscharf, aber wir hatten jede Menge Spaß mit dem Selfie-Stick-Experiment…lach)

“Vegan-Klischee ade!” ist mit über 450 Seiten alles andere als ein kurzes, oberflächliches oder gar populärwissenschaftliches Buch über vegane Klischees. Vielmehr beleuchtet Niko Rittenau in leicht verständlicher Sprache, mit größter Detailgenauigkeit und vielen Illustrationen und Grafiken unterfüttert, die gängigsten veganen Klischees auf Basis der aktuell verfügbaren wissenschaftlichen Studien der Ernährungsmedizin. Doch es geht nicht nur um Klischees. Vielmehr bietet dieses Buch umfassende Informationen über Nährstoffe, deren Verstoffwechselung im Körper sowie viele hilfreiche Tipps rund um eine ausgewogene Ernährung. Das Buch gliedert sich grob in vier Teile:

  1. Im Vorwort und einem ersten, vorangestellten Kapitel fasst Niko Rittenau den aktuellen Stand unterschiedlicher Ernährungsgesellschaften zur veganen Ernährung zusammen und geht auf das Thema vegane Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit ein
  2. Es folgen anschließend 10 ausführliche, gut gegliederte Kapitel zu den zentralen, lebenswichtigen Nährstoffen und deren Vorkommen in pflanzlichen Lebensmitteln sowie deren Verstoffwechselung im Körper. In diesem Teil des Buches geht es zum Beispiel um das Thema Proteinversorgung, den Vergleich tierischen und pflanzlichen Proteins, die Versorgung des Körpers mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren (sowie deren wichtiges Zusammenspiel), Vitamin B12, Eisen, Kalzium und um viele weitere wichtige Nährstoffe.
  3. Im darauf folgenden dritten Buchteil stellt Niko Rittenau die wichtigsten 5 Lebensmittelgruppen für Veganer vor (Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst, Nüsse und Samen) und räumt in jeder einzelnen Gruppe mit weiteren Klischees und Wissenslücken auf.
  4. Im abschließenden Kapitel widmet sich Niko Rittenau schließlich der sogenannten “Sojakontroverse”. Dieses Kapitel war für mich auch eines der aufschlussreichsten, da sich um Soja so unglaublich viele Mythen und Vorurteile ranken, dass ich mich selbst schon häufig ganz verunsichert gefühlt habe.

Vegan-Klischee ade! ist also ein tolles, gut zu lesendes Nachschlagewerk für alle Fragen rund um die vegane Ernährung. Ich habe schon selbst viele Kapitel durchgelesen und mich informiert, mir kleine Notizen zu wichtigen Lebensmitteln gemacht, die ich künftig noch öfter in meinen Speiseplan einbauen werde und ich habe endlich ein Buch zur Hand, mit dem ich mich rundum gewappnet fühle, künftigen Klischees in Gesprächen zu begegnen. Besonders spannend fand ich, dass ich die Gelegenheit hatte, Niko Rittenau persönlich zu treffen und ein Interview mit ihm zu führen.

Hallo Niko,

„Vegan-Klischee ade!“ – das sind über 450 Seiten geballtes, wissenschaftlich belegtes Wissen über eine rein pflanzliche Ernährung. Was hat Dich motiviert, ein so ausführliches Buch zu schreiben?

Die Motivation für das Buch entstand aus dem Umstand, dass mir bis dato ein ernährungswissenschaftliches Werk zu veganer Ernährung fehlte, welches evidenzbasiert, kompakt und verständlich all die gängigen falschen Vorurteile gegenüber dem Veganismus aus gesundheitlicher Sicht erklärt. Es war mir ein großes Anliegen, dass all die Themen im Buch nicht nur oberflächlich behandelt werden, sondern sämtliche offenen Fragen in jeder Thematik zur Gänze abgehandelt werden.

Warum glaubst Du, gibt es gerade beim Thema pflanzliche Ernährung immer noch so viele Vorurteile und sachlich falsche Meinungen in der Gesellschaft?

Ich fürchte, dass es in der Allgemeinbevölkerung zu den allermeisten komplexeren Themen viele Vorurteile gibt und die pflanzliche Ernährung hier gar keine Ausnahme ist. Beim Thema Ernährung kommt allerdings noch ergänzend hinzu, dass viele Menschen ihr Essverhalten um gar keinen Preis ändern möchten und daher sehr empfänglich für Falschaussagen sind, die ihre eigenen Vorurteile bestärken. 

Niko Rittenau, studierter Ernährungsberater und Autor von “Vegan-Klischee ade!”

Was ist ein Vorurteil gegenüber der pflanzlichen Ernährung, das Dich ganz besonders ärgert?

Ehrlich gesagt ärgert mich kein einziges der gängigen Vorurteile, weil ich sie alle ja auch selbst mal geglaubt habe und daher großes Verständnis für das Unwissen vieler Menschen habe. Wenn wir uns zurück in die Lage versetzen als wir uns noch mischköstlich ernährt haben und von all den Daten über die Vorteile einer pflanzlichen Ernährung noch nichts wussten, können wir denke ich mehr Verständnis für andere Menschen aufbringen und ihre Falschaussagen mit mehr Geduld auf Augenhöhe besprechen.

Welche falsche Aussage gegenüber der veganen Ernährung ist Deiner Meinung nach besonders verbreitet und wie widerlegst Du sie?

Leute haben auch in 2018 immer noch Sorge, dass sie ohne Milch nicht genügend Kalzium bekommen, ohne Fisch nicht genügend Jod und Omega-3-Fettsäuren und ohne rotes Fleisch zu wenig Eisen. Die spielend leichte rein pflanzliche Proteinversorgung ist für viele Menschen auch immer noch schwer vorstellbar. Auch in der Sojakontroverse ist trotz der sehr deutlichen Datenlage ebenfalls noch kein Ende in Sicht. Ich versuche in all diesen Diskussionen immer transparent und objektiv zu bleiben und stets auf Basis der wissenschaftlichen Datenlage zu argumentieren.

Natürlich kann man bei einer rein pflanzlichen Ernährung – wie bei anderen Ernährungsformen auch – Fehler machen. Was ist Deiner Meinung nach der häufigste Fehler, den Veganer bei Ihrer Ernährung machen (können)?

Die Fehler in der Umsetzung der veganen Ernährung unterscheiden sich ein wenig je nach der genauen Ausrichtung. Wenn man sich für eine vollwertige rein pflanzliche Ernährung entscheidet, gilt es ein Auge auf die ausreichende Kalorienbedarfsdeckung zu haben und sicherzustellen, dass man ausreichend fettreiche Lebensmittel wie Nüsse und Samen zu sich nimmt, die Proteinversorgung über den Konsum von Hülsenfrüchten sicherstellt und kritische Nährstoffe wie B12, DHA, Selen, Jod, etc. abdeckt. Welche Nährstoffe in der veganen Ernährung kritisch sein können und wie man sie bestmöglich decken kann, habe ich in „Vegan-Klischee ade!“ in den ersten Kapiteln ausführlich beschrieben. 

Welches sind Deiner Meinung nach die wichtigsten Lebensmittel für eine gesunde und ausgewogene vegane Ernährung?

Die fünf Hauptlebensmittelgruppen der pflanzlichen Ernährung sind Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst sowie Nüsse/Samen. Jede dieser Lebensmittelgruppen bildet einen relevanten Teil in der Ernährung des Menschen und sollte nicht ausgelassen werden. Welche genauen Vertreter man innerhalb dieser Gruppen genau wählt, bleibt am Ende aber jeder Person selbst überlassen, wobei manche unter ihnen durchaus noch gesünder sind als andere. Ich habe ebenfalls zu jeder dieser fünf Gruppen ein eigenes Kapitel in meinem neuen Buch, in dem ich ihren gesundheitlichen Wert beschreibe, mit Vorurteilen bezüglich dieser Lebensmittel aufräume und alles weitere Wissenswerte zu ihnen erkläre.

Der Klassiker: Die Versorgung mit B12 – substituieren ja oder nein?

Im Rahmen einer veganen Ernährung sollte unbedingt von jeder Person B12 eingenommen werden. Es gibt zwar auch einige Anwärter für pflanzliche B12-Quellen in der wissenschaftlichen Literatur, aber diese sind zu wenig erforscht und nicht gut erhältlich. Ich möchte ja eigentlich nicht in jeder Antwort auf mein Buch verweisen, aber das mit Abstand ausführlichste Kapitel im Buch widmet sich auf etwa 40 Seiten allen Fragen bezüglich B12 und zeigt, dass man nicht versuchen sollte, durch Erdreste auf ungewaschenem Gemüse, die Eigensynthese im Verdauungstrakt oder andere nicht gesicherte „natürliche“ Wege an B12 zu gelangen. Auch Vegetarier und Mischköstler über 50 sollten ihren B12-Wert zumindest im Auge behalten und gegebenenfalls supplementieren, wenn die Zufuhr bzw. die Absorption nicht ausreichend ist.

Ein Tag essen wie Niko Rittenau 🙂 Wie sieht ein Tag  kulinarisch beispielhaft bei Dir persönlich aus?

Wenn ich von zu Hause aus arbeite, dann gibt es meist zum Frühstück einen Haferbrei mit Früchten, Nüssen, Nussmus, und Sojamilch mit Kalzium. Zu Mittag esse ich meist eine große Schüssel Hülsenfruchtsalat mit viel grünem Blattgemüse, Paprika, Tomaten, etc. sowie einem Erdnuss-Senfdressing und Brot als Beilage und erneut Nüsse und Samen als Topping. Abends mache ich mir oft eine Gemüsepfanne mit Hülsenfrüchten und einer leckeren Sauce (Curry, Tomate, etc.) und eine stärkehaltige Beilage wie Dinkelkörner, roter Reis, Vollkornpasta, etc. Wenn ich zwischendurch mal etwas snacke, dann beispielsweise Brot mit Aufstrichen wie Hummus oder einen veganen Proteinshake mit Pflanzenmilch, Beeren und Nussmus. Wenn ich auf Tour bin, dann kann ich natürlich nicht immer so gesund essen, wie ich es gerne möchte, aber ich mache mir dann auch nicht übermäßig viel Druck, sondern esse eben so gesund wie es in der jeweiligen Situation möglich ist und bin dafür in den Folgetagen etwas konsequenter 😉

Lieben Dank Niko für dieses ausführliche Interview!

Ihr Lieben, jetzt bleibt mir nur noch Euch Vegan-Klischee ade! ans Herz zu legen. Denn ich denke, es geht hier um noch viel mehr, als “nur” Klischees und Vorurteile aus dem Weg zu räumen. Niko Rittenaus Buch hilft dabei, sich einen richtig guten Überblick über eine gesunde vegane Ernährung zu verschaffen. Hier könnt Ihr nachlesen, welche Lebensmittelgruppen besonders wichtig für Eure Gesundheit sind, worauf Ihr im veganen Alltag achten solltet und was man bei einer rein pflanzlichen Ernährung durchaus auch falsch machen kann.

Vegan-Klischee ade! ist im Ventilverlag/Edition Kochen ohne Knochen erschienen
Infos zum Buch:
Gebunden, mit farbigen Abb.
456 Seiten
September 2018
24,80 €(D)
ISBN 978-3-95575-096-1

Ich danke dem Verlag und dem Autor für das kostenfreie Rezensionsexemplar.

Bestellmöglichkeiten und alle Infos zum Buch findet Ihr hier:  www.nikorittenau.com/buch

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4 + drei =

8 Kommentare

  • Reply
    Jutta
    16. November 2018 at 08:07

    Hallo Lea
    …….vielen Dank für die Buchvorstellung und das Interview mit Niko Rittenau.
    Das Buch ist genau das was ich brauche. Ich werde es mir sofort besorgen. Nicht nur wegen der vielen Vorurteile und einigen Anfeindungen u. dummen Sprüche ……..
    Liebe Grüße und einen schönen Freitag,
    Jutta

    • Reply
      Lea
      16. November 2018 at 11:09

      Hallo Jutta,
      freut mich, dass Dir meine Buchrezension mit dem Interview gefallen hat. Ich denke, man kann in jeder Hinsicht von diesem Buch profitieren, wenn man sich für eine gesunde, ausgewogene vegane Ernährung interessiert. Also, ganz viel Freude beim Lesen und Lernen – ich schaue zur Zeit fast täglich in das Buch und finde immer wieder neue interessante Aspekte für mich darin.
      Sende Dir viele liebe Grüße
      Deine Lea

  • Reply
    Anne
    15. November 2018 at 22:24

    Hallo,

    Ich habe das Buch komplett gelesen und kann nur bestätigen, dass es super ist.
    Jeder Veganer sollte das mal gelesen haben.

    Ich habe vorher noch nie etwas so wissenschaftlich fundierstes gelesen, was trotzdem gut verständlich und nicht zu trocken ist.

    Auch Nico live, bei seinen Seminaren, kann ich echt empfehlen.

    Lg Anne

    • Reply
      Lea
      15. November 2018 at 22:32

      Hallo Anne,
      vielen lieben Dank für Deine positive Rückmeldung, die mich mega freut. Ich bin nämlich auch total von Nikos Buch begeistert. Auf so etwas habe ich sooo lange gewartet. Bislang gab’ es da für mich eigentlich nur die “China Study” – aber die ist nicht leicht zu lesen, sehr “verkopft” (wenn natürlich auch gut) und sie ist nicht so übersichtlich und umfassend wie “Vegan-Klischee ade!”. Das Buch deckt ja wirklich das gesamte, für Veganer wichtige Ernährungsspektrum ab. Außerdem finde ich es eine krasse Leistung, alles so genau wissenschaftlich zu belegen. Wahnsinn! Ich selbst beschäftige mich schon seit 6 Jahren intensiv mit veganer Ernährung und kann trotzdem aus Nikos Buch so unglaublich viel lernen und Neues erfahren. Ich finde, es sollte in keinem veganen Haushalt fehlen.
      Schicke Dir viele liebe Grüße & herzlichen Dank für Dein Feedback
      Deine Lea

  • Reply
    Kirschbiene
    14. November 2018 at 12:34

    Huhu Lea,
    eine schöne Buchvorstellung und ein interessantes Interview :-). Glücklicherweise werde ich mit wenigen Klischees konfrontiert – und wenn, dann sind es sogar positive wie: „Kein Wunder, dass du so schöne Haut hast, du isst ja auch nicht so einen Schrott wie wir anderen.“ Ich bin dann aber nicht weniger perplex, denn mit positiven Aussagen zur veganen Ernährung rechnet man ja auch nicht unbedingt ;-). Daher hier gleich meine Frage: Findest du, dass sich das Buch trotzdem lohnt, auch wenn man wenig mit Vorurteilen zu tun hat und wie ich mit fast 13 Jahren Veganismus auf dem Buckel eine ganz schön alte Häsin ist ;-)?

    Liebe Grüße
    Bianca

    • Reply
      Lea
      15. November 2018 at 18:35

      Hi Bianca,
      voll schön, von Dir zu hören 🙂 Freue mich auch, dass Du nicht so viel mit Vorurteilen konfrontiert wirst und Dir nervige Nachfragen etc. erspart bleiben. Sei froh! Und ich bin sicher, alle anderen überzeugst Du im Handumdrehen mit Deinen leckeren Kreationen <3 Das versuche ich ja auch immer - einfach Mal kosten lassen... 🙂 Was Nikos Buch betrifft: Wie kurz beschrieben, ist es überhaupt nicht populärwissenschaftlich und alles andere als oberflächlich. Daher sehe ich das als eine Art "Standard-Nachschlagewerk", das eigentlich in jeden veganen Haushalt gehört. Es ist auch kein Buch, das man einfach so von vorne bis hinten durchliest. ich suche mir zum Beispiel immer wieder einzelne Kapitel heraus und mache mich schlau - z.B. zur Versorgung von Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren und vor allem deren Verhältnis im Körper und wie man da einen guten Ausgleich hinbekommt. Auch der "Ausgleich" verschiedener Proteine durch bestimmte Nahrungsmittel finde ich mega interresant, da ja Protein nicht gleich Protein ist und man Nahrungsmittel am besten kombiniert, deren "Komplimentär" fehlt, um so das gesamte Spektrum an essentiellen Aminosäuren abzudecken etc etc... also das ist echt richtig viel Info im Buch. Du kannst auch mal den Link im Beitrag anklicken. dann kommst Du auf Nikos Webseite zum Buch und dort kannst Du komplett das Inhaltsverzeichnis einsehen. Ich glaube, das gibt Dir die beste Idee, ob das Buch was für Dich ist. Ich kenne jedenfalls kein vergleichbares Buch auf deutsch - vielleicht noch die "China Study" - aber das ist ja vor allem "eine Studie" und mühsam zu lesen, während in Vegan Klischee ade! ganz viele Quellen und Studien herangezogen werden und die gesamte Ernährung und Verstoffwechselung so beleuchtet wird, das man es auch gut lesen kann (also auch ohne Doktortitel :-)).
      Schicke Dir ganz viele liebe Grüße
      bis bald, Lea
      PS: ist mein erstes Buch bei Dir angekommen?

      • Reply
        Kirschbiene
        6. Dezember 2018 at 17:51

        Huhu Lea,
        jetzt habe ich endlich Zeit, dir zu antworten. Danke für deine ausführliche Antwort auf meine Frage(n). Aufgrund des Buchtitels habe ich ehrlicherweise zunächst gedacht, dass es im Buch vor allem darum geht, mit Vorurteilen aufzuräumen. Was nie verkehrt ist. Doch da ich glücklicherweise kaum davon betroffen bin, hatte ich das Buch gedanklich nicht so recht auf dem Schirm für mich. Was du schreibst, klingt aber danach, als wäre das Buch sogar der perfekte Lesestoff für mich :-). Ich liebe es, mein Ernährungswissen zu vertiefen und immer mehr Input in diesem Bereich zu bekommen. Last but not least, ich habe mir Nicos YouTube-Kanal angesehen und bin angetan. Nico hat eine total sympathische und unaufgeregte Art, die Dinge beim Namen zu nennen. Das Buch wandert also direkt auf meinen Weihnachts-Wunschzettel :-).
        Apropos Buch: Nein, dein Buch ist leider bei mir nicht angekommen. Ich habe schon gedacht, du hast mich vergessen … 🙁 *schnief*
        Liebe Grüße
        Bianca

        • Reply
          Lea
          7. Dezember 2018 at 09:18

          Hallo Süße,
          Du, ich dachte am Anfang auch (vom Titel her), dass das Buch von Nico eher populärwissenschaftlich ist und so. Aber am besten kann man es beschreiben mit: es ist ein bisschen wie die China Study, nur in deutsch und ganz anders aufgebaut. Er hat in seinem Buch alle Quellen zusammengeführt, was eine unglaubliche Arbeit gewesen sein muss, wenn man sich die Fußnoten anschaut .-) Also, ich bin sicher, dass es sehr interessant für Dich ist. Ich stöbere immer wieder darin herum.
          Dass “Vegan with Love” noch nicht bei Dir ist, geht natürlich gar nicht. Hatte Karo schon vor Wochen gebeten, es Dir zuzusenden. Wahrscheinlich ist das im ganzen Verlagsstress durchgerutscht. Ich frage gleich mal nach, damit es “pünktlich zu Weihnachten” auf jeden Fall ankommt 🙂
          Ganz liebe Grüße
          Deine Lea