Schnell und einfach/ Kürbisrezepte

Spinatpfannkuchen mit Butternut, Avocado & Cashewcream

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Spinat finde ich einfach großartig! Er ist so lecker und gesund. Ich gebe Spinat fast täglich in meine Smoothies, in Salate, in Currys, in Quiches & Tartes, in Eintöpfe, ich esse gerne Kartoffeln mit Spinat, Champignons mit Spinat und besonders gerne esse ich Pfannkuchen mit Spinat. Erinnert Ihr Euch zum Beispiel noch an die  Spinat-Pancakes mit Pfifferlingen hier auf dem Blog? Das war die etwas “dickere” Pfannkuchenvariante. Auch sehr lecker! Doch heute möchte ich Euch “gefüllte Spinatpfannkuchen, reloaded” vorstellen. Sozusagen “Spinatpfannkuchen 2.0”. Der Spinat ist dabei sowohl im Teig als auch in der Füllung. Da sag’ mal einer vegane Pfannkuchen gelängen nicht – von wegen – so sehen die traumhaft fluffigen nämlich Teile aus:

Probiert es aus! Das ist ein Rezept, das Ihr vor allem auch mit individuellen Zutaten variieren und easy in Euren Koch-Alltag integrieren könnt. Denn die Pfannkuchen sind kinderleicht zu machen. So grün, so schön, so lecker!

Zutaten für 4 Personen

Für die Spinatpfannkuchen | ergibt 9-10 Stück

  • Pflanzenöl zum Braten der Pfannkuchen in der Pfanne
  • 300 Gramm Dinkelmehl | Typ 630
  • 500 ml Mandelmilch | oder eine andere Pflanzenmilch
  • 70-80 Gramm Babyspinat
  • 1 gestr. TL Natron
  • 1 kleiner TL Zitronensaft (taucht im Verlauf noch mehrmals auf – insgesamt benötigt man 1 ganze Zitrone)
  • 1 EL Mineralwasser mit Kohlensäure | macht den Teig fluffig, kann aber auch entfallen
  • Salz

Tipp: Wenn Pfannkuchen übrig bleiben, rollt sie ein und schneidet sie in Streifen. Diese Pfannkuchenstreifen (im Schwäbischen “Flädle” genannt) könnt Ihr einfrieren und jederzeit wunderbar als Suppeneinlagen benutzen. Ihr müsst sie nicht mal auftauen, nur in eine sehr heiße Suppe geben. Fertig. Sehr lecker!

Für die Füllung

  • 80 Gramm Baybyspinat
  • 1-2 Avocado(s)
  • 3 EL Zitronensaft
  • Ein kleiner oder halber Butternut-Kürbis | ca. 750-800 Gramm
  • 3 El Olivenöl
  • Meersalz
  • Cayennepfeffer
  • Eine Prise Kreuzkümmel
  • Etwas Paprikapulver süß
  • Schwarzer grob gemahlener Pfeffer

Tipp: Anstatt Butternut-Kürbis kann man auch Hokkaido-Kürbis verwenden. Bei dieser Kürbisart kann man die Schale sogar dran lassen und die Backzeit im Ofen verkürzt sich um etwa 5-8 Minuten. Oder Ihr nehmt Süßkartoffelwürfel. Auch diese brauchen etwas weniger Zeit im Ofen und passen super zu den anderen Zutaten.

Für die Cashewcream

  • 100 Gramm Cashewnüsse 
  • 1 EL Tahini | Sesammus, dass in gut sortierten Supermärkten, Bioläden oder türkischen Märkten erhältlich ist
  • 2 EL Sojajoghurt | kann durch 3-4 EL hafer Cuisine oder Reis Cuisine ersetzt werden, wenn man Soja vermeiden möchte
  • 3-4 EL Zitronensaft
  • Salz
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • ca. 100 ml Mandelmilch | oder eine andere Pflanzenmilch + etwas Pflanzenmilch, um die Soße individuell noch zu verdünnen

Zubereitung
(Cashews über Nacht oder 4 Stunden einweichen/ Zubereitungszeit ca. 35-40 Minuten)

Mit der Herstellung der Cashewcream beginnen. Dafür die Cashewnüsse über Nacht, mindestens aber 4 Stunden in Wasser einweichen lassen.

Eine kleine Knoblauchzehe abziehen. Die eingeweichten Cashewnüsse abgießen und zusammen mit der Knoblauchzehe, 2 EL Sojajoghurt, 1 EL Tahini, 3-4 El Zitronensaft, reichlich Salz, sowie 100ml Pflanzenmilch in einen starken Mixer geben und zu einer ganz feinen Creme pürieren. Anschließend mit Salz und Zitrone abschmecken. Die Creme sollte so flüssig sein, dass man sie später gut über die Pfannkuchen träufeln kann. Bitte vermengt die Cashewcream so lange mit noch etwas mehr Pflanzenmilch oder Wasser, bis sie die entsprechend flüssige Konsistenz hat. Dann die Soße erstmal in den Kühlschrank stellen.

Den Ofen auf 220 Grad Ober- und Unterhitze vorwärmen und ein Blech mit Backpapier bereit stellen.

Nun kann man den Pfannkuchenteig vorbereiten, da dieser etwas quellen soll. Dafür 300 Gramm Dinkelmehl zusammen mit einer großen(!) Prise Salz, einem gestr. TL Natron sowie ein paar Spritzern Zitronensaft und 1 EL Mineralwasser (mit Kohlensäure) in eine Rührschüssel geben.

Tipp: Das Haushalts-Natron sorgt sowohl für fluffige, weiche Pfannkuchen, vor allem aber auch für eine schöne knallgrüne Farbe der Pfannkuchen. Das bisschen Zitronensaft wiederum ist notwendig, um das Natron “zu aktivieren”. Wenn Ihr den Zitronensaft direkt auf das Natron träufelt, könnt Ihr sehen, wie es anfängt zu schäumen.

Den Babyspinat gut waschen. Die Pflanzenmilch mit dem Spinat in einem Mixer zu einer ganz feinen, sämigen “knallgrünen Milch” mixen. Nun den Pfannkuchenteig mit einem Rührgerät und unter langsamem Zugießen der Spinat-Milch zu einem Teig verrühren. Den Spinat-Pfannkuchenteig abgedeckt etwa 10 Minuten quellen lassen.

Einen kleinen Butternut-Kürbis halbieren, die Kerne entfernen und auch die Schale des Butternut dünn abschneiden.

Tipp: Zum Schälen des Butternut kann man entweder einen Gemüseschäler benutzen oder man macht das ganz vorsichtig mit einem stabilen, scharfen Messer. In beiden Fällen tut man sich leichter, wenn man die Kürbishälften jeweils nochmals halbiert. Denn der Kürbis ist geschwungen und in diesem “Schwung” verkanten sich Messer oder Schäler gerne. Daher den Kürbis einfach in kleinere, möglichst gerade Stücke schneiden und schälen.

Den geschälten Butternut-Kürbis in kleine Würfel schneiden und in einer Rührschüssel mit Olivenöl, Salz, Cayennepfeffer, etwas süßem Paprikapulver und einer Prise Kreuzkümmel vermengen.

Die so marinierten Kürbisstücke auf das Backblech geben und bei 220 Grad Ober- und Unterhitze (Vorsicht: bei Umluft höchstens 200 Grad) für etwa 18-20 Minuten in den Ofen geben. Mit der Gabel testen ob die Kürbisstücke dann gut durchgegart sind.

Währen die Kürbisstücke im Ofen garen, kann man zeitnah mit dem Rausbraten der Pfannkuchen beginnen. Dafür den Spinat-Pfannkuchenteig mit einem Schneebesen nochmals kräftig durchrühren.  Dann ganz wenig Öl (höchsten 1 TL!) stark erhitzen und die Pfannkuchen rausbraten. Das geht so: Immer einen kleinen TL Öl in der Pfanne stark erhitzen und verteilen, so dass die Pfanne voller heißer “Öltropfen” ist. Einen Schöpfer Teig dazu, Pfanne schwenken und den Pfannkuchen etwa zwei Minuten anbraten lassen. Dann wenden und nochmals ganz kurz, vielleicht eine Minute braten. So verfahren, bis alle 9-10 Pfannkuchen fertig sind.

Wenn die Kürbisstücke gar sind, kann man sie aus dem Ofen nehmen und nochmals etwas salzen. Im Gegenzug kann man die Ofenhitze dazu nutzen, die Pfannkuchen warm zu halten bzw. nochmals zu erwärmen. Dann 1-2 Avocados halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale holen. Avocado-Fruchtfleisch würfeln, salzen und mit Zitronensaft beträufeln. Den Babyspinat waschen.

Spinatpfannkuchen auf Teller legen, mit Avocado- und Kürbiswürfeln sowie etwas frischem Babyspinat befüllen. Pfannkuchen leicht über die Füllung schlagen. Pro Teller ein bis zwei Pfannkuchen geben und diese anschließend mit der Cashewcream beträufeln. Die Pfannkuchen mit grobem schwarzen Pfeffer bestreut servieren.

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14 Kommentare

  • Reply
    Sabrina
    15. September 2016 at 21:00

    Mein Freund ist kein Veganer, aber mit Rezepten wie diesen überzeuge ich ihm mehr und mehr, sich öfter mal pflanzlich zu ernähren. Und auch er findet es toll 🙂

    • Reply
      Lea
      16. September 2016 at 08:05

      Hey Sabrina,
      ach, sowas höre ich ja gerne! Klasse!! Ich hoffe, Du findest noch viele Rezepte auf Veggies, mit denen Du Deinen Freund überzeugen kannst. Hast Du zum Beispiel schon mal meine Grünkern-Bohnen-Buletten ausprobiert? Die sind der Hammer. Im Rezept mache ich sie mit Rhabarber-Chutney, aber Du kannst sie auch ganz einfach mit Hummus oder mit Bohnenmus, Avocado oder einfach Senf servieren. Schau mal hier: Rezept Buletten Ganz herzliche Grüße Lea

  • Reply
    Ursula
    16. April 2015 at 21:43

    Liebe Lea,

    jetzt ist es schon eine Woche her, dass ich dieses geniale Gericht gekocht habe, aber die Rückmeldung kommt erst jetzt, da ich ein paar Tage mit der Familie weg war (Wandern), und danach erstmal wieder in den Alltag und die Arbeit zurückgekehrt bin. Da bin ich die ersten Tage auch nicht zum richtigen Kochen gekommen.

    Nun ja, aber zurück zu dem Rezept. Wieder mal eine tolle Sache, die du da fabriziert hast und vor allem auch von den Farben schön anzusehen. Ich habe Hokkaidokürbis verwendet, wahrscheinlich das letzte Mal Kürbis für längere Zeit. Leider war die Cashewcreme nicht ganz so cremig wie sie in meinem Hochleistungsmixer geworden wäre, da ich bei meinen Eltern war, dem Geschmack hat das aber keinen Abbruch getan.

    Auch die restlichen drei Mitesser waren sehr begeistert von dem Essen, also ein vierfaches Lob an dich 🙂

    Liebe Grüße,
    Ursula

    • Reply
      Lea
      16. April 2015 at 22:45

      Hallo Ursula,
      vielen lieben Dank! Euer Lob freut mich sehr. Das Rezept gehört zu meinen absoluten Favourites 🙂 Liebe Grüße Lea

  • Reply
    RundumVegan
    21. März 2015 at 13:11

    Sieht köstlich aus! Tolle Farben 🙂

    • Reply
      Lea
      23. März 2015 at 09:57

      Danke Rundum Vegan 😉 Schon ausprobiert? liebe Grüße Lea

  • Reply
    Mandy
    8. März 2015 at 18:12

    WOW, ich habe heute diese unfassbar leckeren Spinat-Pancakes für meine Mutti und mich zum Frauentag gezaubert 😉 Ich bin ein großer Fan von deinen Rezepten, sie gelingen immer und sind allesamt super köstlich. Danke dafür! und ich freue mich sehr auf dein Kochbuch 🙂 liebste Grüße,Mandy

  • Reply
    wiebchen
    16. Februar 2015 at 14:26

    Sowohl die 1.0 als auch die 2.0-Variante sind sehr sehr lecker!!!!!! 🙂

    • Reply
      Lea
      23. Februar 2015 at 22:54

      😉

  • Reply
    Kirschbiene
    12. Februar 2015 at 18:13

    Huhu Lea,
    das ist ja mal wieder eine fabelhafte Farbkombination! Dieses Rezept verlockt mich auf jeden Fall zum Nachkochen – dazu eine Frage: Meinst du, die Pfannkuchen funktionieren auch mit glutenfreiem Mehl? Das Backverhalten ist da ja schon ein bisschen anders, aber für Pfannkuchen müsste es wohl reichen … 😉 Ich werde es einfach mal auf einen Versuch ankommen lassen, denn diese Pfannküchlein sehen einfach zu herrlich aus.
    Liebe Grüße
    Kirschbiene

  • Reply
    becca
    9. Februar 2015 at 11:33

    hallo,

    die neue kochbuchfunktion ist ja eine super idee! 🙂 die spinatpfannkuchen soll es heute geben.. ich bin schon sehr gespannt!

    woher ist denn der tolle tortenhalter auf dem die pfannkuchen liegen? 🙂 danke!

    liebe grüße,
    becca

    • Reply
      Lea
      9. Februar 2015 at 21:49

      Hallo Becca, vielen Dank für Deine Nachricht! Wie sind die Pfannkuchen geworden? ich hoffe quietschegrün und lecker! Den Tortenhalter habe ich in einem netten Deko-Laden in Kreuzberg gekauft, wo ich ganz viele Dekoartikel für meine Fotos erstehe -> nämlich hier. Aber die haben den gerade nicht auf ihrer Webseite. habe den Tortenhalter aber hier nochmal gefunden, falls von Interesse 😉 Ganz liebe Grüße, Lea

  • Reply
    Heike
    6. Februar 2015 at 21:43

    Schwups! Schon im Kochbuch gespeichert! 🙂
    Habs bis jetzt immer noch nicht die 1.0 Variante zu machen, ich glaube die 2.0 verwahre ich mir bis zum Frühling/ Sommer als leichtes Essen.

    LG Heike

  • Reply
    Luzia_Sennhauser
    6. Februar 2015 at 18:31

    Ich mochte ja bereits die Spinat-Pancakes sehr.. wie wirds dann erst mit den Herzchen hier werden. Ab in mein Kochbuch! (Super Funktion by the way 🙂 )