Winter/ Weihnachtsrezepte

Weihnachtszeit ist Lebkuchenzeit

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Lebkuchen! Ich schließe die Augen, rieche den feinen Duft von Zimt, Kardamom, Sternanis und Muskat und fühle mich in meine Kindheit zurück versetzt – in die Zeit, als die Adventswochen noch den ganz großen Zauber inne hatten, der Kinderaugen leuchten lässt. Also, Augen auf und ab in die Küche! Lebkuchen gehören für mich zur Vorweihnachtszeit ebenso dazu wie Schnee, Punsch und Kerzenschein. Außerdem schmecken Lebkuchen nicht nur großartig, sondern die ganze Wohnung riecht nach Weihnachten. Da die Lebkuchen einige Zeit in der Dose lagern müssen, damit sie schön mürbe werden, wie nur Lebkuchen es sind, sollte man sie möglichst früh im Dezember backen. Diese Sorte ist eine einfache, aber geschmacklich absolut geniale Lebkuchen-Variante, die stark an Printen erinnert. So wird die Weihnachtszeit schnell zur Wohlfühlzeit. Ich setze schon Mal den Punsch auf….und alles leuchtet…

Zutaten für ca. 40 Lebkuchen | zwei Bleche voll

  • 300 Gramm Dinkelmehl
  • 100 Gramm Rohrzucker
  • 100 Gramm vegane Butter | ich benutze Alsan
  • 150 Gramm Ahornsirup | entspricht in etwa 15 EL
  • 1 gehäufter EL Orangeat
  • 5 klein gehackte getrocknete Datteln | ich benutze “Soft-Datteln”
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • 2 TL Backpulver
  • Etwas Salz
  • Etwa 50 Gramm weiße Mandeln zur Deko | “eine Hand voll”
  • Ein paar ungesalzene, geschälte Pistazien

Zubereitung

Weiche vegane Butter in kleine Stückchen schneiden und zusammen mit dem Ahornsirup in einer Schale mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Dann den Rohrzucker hinzugeben und weiter schaumig rühren. Anschließend das Rührgerät beiseite legen. Die weiteren Zutaten hinzufügen und in der Rührschüssel grob mit der Hand verkneten: 300 Gramm Dinkelmehl, 1 TL Salz, 5 fein gehackte Datteln, das Orangeat, 2 TL Backpulver und zu guter Letzt ein 1 TL Lebkuchengewürz.

Den Teig bzw. die Teigteile aus der Schüssel auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und den Lebkuchenteig zügig zu einer geschmeidigen Teigkugel kneten.

Teigkugel in Klarsichtfolie einschlagen und etwa 60-90 Minuten in den Kühlschrank geben.

Ein Backblech mit Packpapier belegen und bereit stellen. Den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und peu à peu auf einer bemehlten Fläche mit dem Nudelholz ausrollen. Mit dem Messer rechteckige Lebkuchen ausschneiden und auf das Backblech geben. Mit Mandeln und Pistazien verzieren. Damit fortfahren, bis schließlich der gesamte Teig zu hübschen, kleinen Lebkuchen verarbeitet wurde. Das Rezept ergibt zwei Bleche voll Lebkuchen.

Das mit den Lebkuchen belegte Blech in den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen geben. Die Backzeit beträgt ca. 15-20 Minuten. Nach etwa 5 Minuten öffne ich den Ofen, ziehe das Blech nochmals halb heraus und drücke die Nüsse vorsichtig noch etwas tiefer in den Teig.

Tipp: Vorsicht bei der Backzeit sein! Denn die Lebkuchen verbrennen sehr schnell und Öfen können ganz unterschiedlich sein. Ich nutze Ober- und Unterhitze. Bei Umluft würde ich sogar nur 160 Grad wählen. Bitte immer wieder nachsehen, ob die Lebkuchen gut sind. Denn der Grat zwischen “genau richtig” und “verbrannt” ist schmal!

Die Lebkuchen sollten gerade so anfangen ganz leicht bräunlich an den Ecken zu werden. Dann rausnehmen und das zweite Blech in den Ofen geben.

Einfach himmlisch, oder?

Tipp: Die Lebkuchen sind anfangs klassischer Weise sehr stark knusprig, zum Teil recht hart. Damit sie mürbe werden, sollte man sie mit etwas Backpapier in Keksdosen geben und zusätzlich ein Stück Apfel und die Schale von einer Orange oder Mandarine mit in die Dose geben. Dann können die Lebkuchen schön Feuchtigkeit ziehen und das Aroma von Apfel, Orange oder Mandarine zieht mit ein. Die Lebkuchen werden dann weicher – so wie sie sein sollen. Ich muss mich nur immer zusammen reißen, dass ich sie nicht vorher schon weg knuspere.

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7 Kommentare

  • Reply
    Sina
    28. November 2018 at 13:41

    Liebe Lea,

    die Lebkuchen sehen sehr vielversprechend aus. Nur versuche ich keinen klassischen Zucker zu verwenden. Meinst du das Rezept schmeckt auch mit Kokosblütenzucker?

    LG Sina

    • Reply
      Lea
      30. November 2018 at 14:14

      Hallo Sina,
      ich bin auch ein ganz großer Fan von Kokosblütenzucker, habe diesen aber erst vor rund 10 Monaten so richtig für mich entdeckt 🙂 Da Kokosblütenzucker ja leicht “malzig” bzw. “karamellig” schmeckt, denke ich, dass er hier ganz besonders gut passt! Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert, aber es sollte auf jeden Fall gelingen <3
      Viele liebe Grüße
      Lea

  • Reply
    Elke
    22. November 2016 at 15:41

    Hallo liebe Lea,

    Weihnachten ist für mich nicht nur Lebkuchenzeit sondern auch mein Geburtstag steht bevor. Mein Geburtstag fällt meistens in die Zeit des 1. Advents. Also fange ich schon Tage davor an Plätzchen zu backen. Und da ich dieses Jahr einen runden Geburtstag feiere erwarte ich ich mehr Gäste als normal 🙂
    Heute nun habe ich mit den Lebkuchen angefangen. Der Geruch der durch die Küche zieht ist ja so etwas von unglaublich lecker. Himmlisch wie das duftet. Und genauso schmecken die Lebkuchen auch: himmlisch 🙂
    Ich denke ich werde noch ein paar backen, da die bestimmt nicht bis Montag überleben 🙂 🙂 🙂

    Liebe Grüße
    Elke

    • Reply
      Lea
      22. November 2016 at 17:39

      Hi Elke,
      ach das freut mich sehr! Dann mach’ Dir einen kuschelig-gemütlichen-festlichen Geburtstag! Und weißt Du was: Du solltest ein paar Lebkuchen aufbewahren und nicht gleich futtern, denn die werden von der Konsistenz her noch besser, wenn man sie ein paar Tage in der Keksdose hat. Sie werden dann weicher und das Aroma wird noch kräftiger. Es lohnt sich <3 Herzlichst, Lea

  • Reply
    Ursula
    8. Dezember 2015 at 18:18

    Hey Lea,

    ich komm mir ja schon fast blöd vor, wenn ich unter fast jedes Rezept schreibe, wie toll ich das fand und wie lecker, aber was bleibt mir denn anderes übrig? DU lässt mir keine andere Wahl 😉
    Aber da beschwer ich mich jetzt nicht weiter, das darf gerne so weitergehen.

    Zu diesem Rezept sei gesagt, dass ich es in den letzten drei Wochen schon dreimal gebacken habe. Ich glaube, das spricht für sich 😀

    Ganz liebe Grüße,
    Ursula

    P.S.: Und ich glaube, dass ich das Rezept auch noch mindestens einmal vor Weihnachten backen werde 🙂

  • Reply
    Anne-Marie
    2. Dezember 2013 at 10:42

    Sieht sehr lecker aus. Aber… was ist Alsan? Danke!

    • Reply
      Lea
      2. Dezember 2013 at 11:07

      Hallo liebe Anne-Marie, Alsan ist eine Margarine, die geschmacklich und von der Konsistenz her von Butter kaum zu unterscheiden ist. Alsan ist also ein Markenname. Du kannst einfach Pflanzenmargarine benutzen. Ich habe das im Rezept entsprechend nochmals ausgeführt 😉 Viel Spaß und eine schöne Vorweihnachtszeit! Dein Lea