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Zoodle Pad Thai

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Hätte man mir vor fünf Jahren vorgeschlagen, Zucchini-Nudeln anstelle von Hartweizen-Pasta zu essen und diese dabei auch noch “roh” zu lassen, ich hätte nur ungläubig drein geschaut. Ehrlich! Doch inzwischen gehört Zucchini-Pasta in allen Variationen zu meinem festen Speiseplan und ich liebe sie einfach, weil sie so schnell zuzubereiten sind und man mit verschiedenen Pestos, Nuss-Soßen und Gewürzen so viele tolle Kombinationen zaubern kann. Ich hätte damals auch nicht geglaubt, dass rohe “Zoodles”, wie ich sie nenne, so gut verträglich sind. Anfangs habe ich die Zucchini-Nudeln immer noch kurz in der Pfanne gebraten oder sie in Wasser blanchiert, aber das ist gar nicht notwendig. Bei meinem Singapur-Aufenthalt im Februar dieses Jahres, habe ich das erste Mal ein veganes “Pad Thai” gegessen, das aus Zoodles mit einer cremig-scharfen Erdnusssoße gemacht war. Was für eine Offenbarung! Ich habe mich total in Zoodle Pad Thai verliebt und möchte Euch heute das einfache und super-leckere Rezept hierzu präsentieren. Also, ran an die Spiralschneider oder Julienne-Hobel, ganz viel Spaß dabei, Eure Lea.

Zutaten für 2 Portionen

Zutaten für das aromatische Zoodle Pad Thai

Allgemeine Zutaten

  • 600 Gramm Zucchini
  • 150 Gramm Karotten
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 150 Gramm Mungobohnensprossen
  • 1 Avocado
  • Eine Hand voll frischer Koriander
  • 2 Limetten oder 1 Zitrone
  • 15-20 Gramm ungesalzene Erdnüsse
  • Eine Prise Meersalz

Frischer Koriander gibt dem Gericht sein wunderbares Aroma

Zutaten für die Soße

  • 1 TL Kokosfett/Kokosöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 25-30 Gramm Ingwer
  • Eine halbe Chilischote (je nach individuellem Schärfe-Empfinden dosieren)
  • 2 EL Agavendicksaft (oder Reissirup)
  • 4 EL glutenfreie Sojasoße
  • 50 Gramm Erdnussbutter (entspricht einem sehr großen EL)
  • 2 Limetten
  • 200 ml Kokosmilch
  • Meersalz
  • Wer mag: grob gemahlene Chiliflocken

Zubereitung

Zucchini und Karotten waschen. Die Enden kappen und mit einem Spiralschneider oder einem Juliennehobel in feine Streifen schneiden. Ich benutze hierfür diesen Juliennehobel der Firma GEFU. Ich habe ihn immer wieder in meinen Rezepten empfohlen, da man mit diesem Hobel sehr feine Gemüsestreifen erhält, die sich optimal mit der Soße verbinden.

Die Mungobohnen-Sprossen mit den Gemüsestreifen in einer Schale vermischen.

Gemüsestreifen mit Mungobohnen-Sprossen

Zwei Limetten auspressen. Die  Hälfte des Limettensafts über “die Zoodles” geben. Eine Avocado halbieren, den Stein entfernen und das Fruchtfleisch würfeln. Avocadowürfel mit der zweiten Hälfte des Limettensafts vermischen, leicht salzen und bereit stellen.

Erdnüsse in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten und anschließlend hacken. Erdnussstückchen danach bereit stellen.

Erdnüsse anrösten und hacken

Jetzt könnt Ihr die Soße zubereiten: dafür den Knoblauch schälen und hacken. Das Ingwerstück entrinden. Chilischote aufschneiden. Kokosöl in einer Pfanne erhitzen. Die Knoblauchstückchen im heißen Fett anschwitzen. Den Ingwer aufreiben und dazu geben (ich benutze dafür diese Ingwer-Reibe der Firma Arche). Chiliröllchen hinzufügen. Die Zutaten mit Agavendicksaft ca. 2 Minuten karamellisieren lassen und mit Sojasoße ablöschen. Erdnussbutter dazu geben und gut umrühren, bis sich die Erdnussbutter gut mit den anderen Zutaten vermischt hat. Saft von einer Limette sowie die Kokosmilch unterrühren und Soße noch leicht köcheln lassen. Soße mit Salz und Chiliflocken abschmecken.

Erdnuss-Kokos-Soße

Herrlich cremige Kokos-Erdnuss-Soße mit Limettensaft und Chiliflocken

Herrlich cremige Kokos-Erdnuss-Soße mit Limettensaft und Chiliflocken

Zoodles und Soße vermischen und die Avocadostückchen hinzu geben. Zwei Frühlingszwiebeln aufschneiden und unterheben. Gericht auf zwei Teller aufteilen. Koriander waschen, trocken schütteln, hacken und über das Gericht geben. Zoodle Pad Thai mit den gerösteten Erdnussstückchen bestreuen. Gericht mit Chiliröllchen bestreut und mit Limettensaft beträufelt servieren.

Veganes Zoodle Pad Thai

Die gerösteten Erdnüsse sind das Highlight des Gerichts und machen es erst so richtig knusprig-lecker

Veganes Zoodle Pad Thai

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14 Kommentare

  • Reply
    Mimi
    15. Dezember 2016 at 22:50

    Oh Gott war das gut! Durch Zufall bin ich auf den Blog gestoßen – großartig! Ich werd hier noch einiges nachkochen und dieses Gericht, Vorallem die Soße, ist so lecker. Meinem Mann war das ganze etwas zu säuerlich aber so gabs mehr für mich 😀

  • Reply
    Stefan
    16. September 2016 at 18:41

    Bin in letzter Zeit ein richtiger Fan von Pad Thai geworden, die Zoodle Variante ist mir aber neu. Dafür aber nicht minder interessant für mich, da ich kürzlich auch begonnen hab, mich mit dem veganen Lebensstil zu befassen.

    LG
    Stefan

    • Reply
      Lea
      17. September 2016 at 09:28

      Viel Spaß dabei, lieber Stefan! lass’ Dich auf Veggies inspirieren 🙂 zuwink Lea

  • Reply
    Julia
    1. August 2016 at 21:29

    Hallo Lea,
    Ich habe das Pad Thai heute ausprobiert und bin wirklich restlos begeistert! 🙂 Da ich leider keinen Spiralschneider besitze, habe ich das Rezept etwas abgewandelt und die für klassisches Pad Thai üblichen Reisnudeln verwendet. Das Gemüse habe ich einfach klein geschnitten und so dazugegeben. Die Erdnuss-Kokos-Sauce hat sehr lecker geschmeckt und sich super mit den Reisnudeln verbunden! Mit den gehackten Erdnüssen und Frühlingszwiebeln getoppt war es wirklich ein Genuss…nichtsdestotrotz ist der Spiralschneider bereits bestellt, und beim nächsten Mal werde ich das Rezept mit “Zoodles” ausprobieren! 😉
    Viele liebe Grüße,
    Julia

    • Reply
      Lea
      2. August 2016 at 08:36

      Hi Julia,
      freue mich sehr über Dein Feedback. Ich liebe dieses vegane Pad Thai-Rezept nämlich ganz besonders. Super Idee, das einfach mit Reisnudeln zuzubereiten. Das hat sicherlich fantastisch geschmeckt. Finde es super, dass Du Dir einen Spiralschneider besorgst. Das wirst du nicht bereuen, denn das schmeckt auch toll und man hat so viele Möglichkeiten neue Gerichte zu zaubern. hast Du gesehen, ich habe auch eine “Zoodle-Quiche” auf meinem Blog 🙂 Vielleicht hast du ja Lust, die dann mal auszuprobieren? Herzlichst, Deine Lea

  • Reply
    Ursula
    8. Juni 2016 at 18:54

    Liebe Lea,

    mit einer Mitkommilitonin probiere ich gerade verschiedene Zucchinispaghettirezepte aus und kurz vor unserem nächsten Treffen hast du dieses Rezept gepostet, also klar was es an dem Tag zu essen gab 😉
    Kokosmilchphasen kann ich sehr gut nachvollziehen, das geht bei mir (fast) immer, ebenso Erdnussbutter, gibt es was besseres auf der Welt? (Ja, ok schon, aber das steht schon ziemlich weit oben).
    Mit Koriander und Ingwer habe ich mich inzwischen ja auch ziemlich angefreundet, sodass es ein echt leckeres Essen war. Nur ist es etwas verwässert, da die Soße erst sehr schnell angedickt hat und dann haben wir kurz die Zucchini darin geschwenkt, wobei die dann doch so schnell Wasser abgegeben haben, dass es was flüssig war. Aber da weiß man für´s nächste Mal Bescheid 🙂

    • Reply
      Lea
      10. Juni 2016 at 08:38

      Hi Ursula,
      ja, bei den Zucchini tritt immer noch etwas Wasser aus. Ich drücke sie immer leicht aus, bevor ich sie zur Soße gebe und kippe das Wasser ab. Kommt lustiger weise aber auch auf die Zucchni an – bei manchen kommt viel Wasser raus, bei manchen weniger. Fein, dass Ihr es lecker fandet – ich liebe dieses Rezept nämlich wirklich sehr und freue mich immer, auch andere damit zu begeistern.
      zuwink Lea

  • Reply
    Kirschbiene
    1. Juni 2016 at 10:38

    Huhu Lea,
    dein Rezept kam mir neulich wie gerufen – alle Zutaten im Kühlschrank wollten unbedingt in diesem Gericht landen ;-). Hach, lecker war’s mal wieder! Vor allem die Soße war unfassbar gut. Nächstes Mal probiere ich das Gericht mit Karottennudeln aus – wir mögen und vertragen Zucchininudeln nämlich am liebsten etwas angewärmt, aber wie du schon geschrieben hast, sie werden sehr wässrig (obwohl ich kein Öl verwendet habe). Ich glaube, Karotten sind da nicht so nachtragend, wenn sie kurz in der Pfanne geschwenkt werden ;-).
    Liebe Grüße
    Bianca

    • Reply
      Lea
      2. Juni 2016 at 07:22

      Hi Bienchen 🙂
      Schön, dass Du dieses Rezept hier ausprobiert hast. Es gehört momentan zu meinen Lieblings-Rezepten (ich habe gerade wieder eine “Kokosmilch-Phase” 🙂 ) Hast Du denn Zucchinis und Karotten ganz fein aufgerieben/spiralisiert schon mal roh probiert? Verträgst du das nicht so gut? ich war ja, wie beschrieben, anfangs auch sehr skeptisch aber inzwischen esse ich sooo viel Rohkost 8auch z.B. Brokkoli und Blumenkohl etc) und ich vertrage das sehr gut. Probier’ das ruhig mal vorsichtig aus – man muss nur “mit kleineren Portionen” starten anfangs, damit sich der Körper an die Rohkost gewöhnen kann.
      ganz herzliche Grüße & alles Liebe
      Deine Lea

      • Reply
        Kirschbiene
        5. Juni 2016 at 22:05

        Lena, ich kann deine Kokosmilch-Phase gut nachvollziehen – ich habe auch solche Phasen. Bei mir ist es zurzeit die Buchweizen-Phase ;-).
        Ja, ich habe auch schon rohe Zucchininudeln gegessen, das klappt in kleineren Mengen auch gut. Ich mag sie (leider?) etwas angewärmt einfach lieber. Ich glaube, Rote Beete Nudeln verwässern nicht so, wenn man sie in der Pfanne kurz schwenkt – das probiere ich einfach nächstes Mal aus :-). Und ja, für dieses Rezept kam mein bewährter Lurch-Spiralschneider zum Einsatz, der darf sich demnächst dann an den Roten Beeten austoben.
        Liebe Grüße
        Bianca

        • Reply
          Lea
          10. Juni 2016 at 08:35

          🙂 Cool, mach’ das! ich möchte mir auch bald mal einen Spiralschneider zulegen, weil ich den Julienne-Hobel zwar total liebe, aber er eben nur bei Zucchini und Karotten eingesetzt werden kann. Rote Bete-Nudeln habe ich daher noch nie gemacht. ich hab’ halt leider nicht besonders viel Platz in der Küche und sträube mich immer etwas bei “größeren Küchengeräten”, weil ich die natürlich dann auch irgendwo verstauen muss 😉 ganz liebe Grüße, zuwink Lea

          • Kirschbiene
            20. Juni 2016 at 12:47

            Lea, so ein Spiralschneider ist wirklich eine feine Sache. Die Gemüsenudeln werden wirklich toll, nachteilig ist in der Tat der Platzbedarf. Zum Glück haben wir eine sehr große Küche, doch selbst da überlege ich gern drei Mal, welche Geräte noch einziehen dürfen und welche nicht ;-). Denkst du, ein Julienne-Hobel wäre eine sinnvolle Ergänzung, wenn man eh schon einen Spiralschneider besitzt? Ich überlege schon ein Weilchen hin und her – denn so schön feine Juliennes wären auch mal was, die bekomme ich mit dem Spiralschneider wiederum nicht so fein hin ;-).
            Liebe Grüße
            Bianca

  • Reply
    Heike
    21. Mai 2016 at 07:34

    Bisher hab ich Zucchini-Nudeln noch nie probiert mangels Spiralschneider. Aber die Reibe habe, auch wenn ich mit der Benutzung nicht wirklich gut klar komme. Leider vertrage ich rohe Zucchini auch nicht, obwohl ich sonst jede Menge roh esse. Vielleicht probiere ich es mal mit kurz in der Pfanne schwenken.
    Danke für das Rezept!
    LG Heike

    • Reply
      Lea
      22. Mai 2016 at 17:18

      Hallo Heike,
      wenn Du rohe Zucchini nicht so gut verträgst, dann kannst Du sie einfach ein wenig in der Pfanne anrösten/anbraten. Ich würde aber kaum Öl dazu geben, weil die Zucchini beim Braten relativ viel Wasser verlieren – dann wird alles etwas “matschig” 🙂 Oder gebe die Zucchinispaghetti in eine Pfanne mit einer Tasse Wasser und gare sie einige Minuten. Die Flüssigkeit dann vor der Weiterverarbeitung abkippen… ganz liebe Grüße Deine Lea