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Beluga-Berglinseneintopf mit Thymian

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Ab und zu habe ich richtig Lust darauf, deftig und würzig zu essen. Dann bereite ich mir sehr gerne diesen Beluga-Berglinseneintopf mit frischem Thymian und dunklem Bauernbrot zu. Für mich ist das eine sehr schöne Abwechslung zu vielen Linsengerichten, die mit Curry und Kokosmilch zubereitet werden. Dieser Beluga-Berglinseneintopf ist sozusagen das europäischen Pendant dazu. Die sehr aromatischen Berglinsen und die feinen, nussigen Belugalinsen sind geschmacklich eine intensive Kombination und erhalten durch frische Petersilie, Bohnenkraut und Thymian einen rustikalen Touch. Wer übrigens keinen Thymian zur Verfügung hat oder das Rezept variieren möchte, kann den Eintopf auch mit frischem Rosmarin zubereiten. Beides ergibt ein tolles Essen mit extrem viel Eiweiß-Power bei sehr wenig Fettgehalt – also der Sportwagen unter den Eintöpfen sozusagen.

Zutaten für 4 Portionen

  • 3 EL Pflanzenöl zum Anbraten
  • 100 Gramm Belugalinsen
  • 50 Gramm Berglinsen
  • 70 Gramm Räuchertofu
  • 1-2 Scharlotten oder eine Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1-2 Möhren | ca. 100 Gramm
  • 3 dünne Scheiben Sellerie | ca. 80 Gramm
  • 4 Frühlingszwiebeln | kann bei Bedarf durch eine halbe Stange Lauch ersetzt werden
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Agavendicksaft
  • 1 Schuss dunkler Balsamico zum Ablöschen | ca. 3 EL
  • 0,75 Liter Gemüsebrühe
  • Ein paar Blättchen frisches Bohnenkraut | oder 1 TL getrocknetes Bohnenkraut
  • 5-6 Zweige frischer Thymian | oder getrockneter Thymian
  • Etwas frische Petersilie
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz und Pfeffer

Tipp: Berglinsen und Belugalinsen eignen sich nicht nur wegen ihres nussigen Geschmacks und der relativ fest bleibenden Konsistenz so gut für dieses Gericht. Darüber hinaus haben beide Linsenarten die gleiche Garzeit. Wer andere Linsen miteinander kombinieren möchten, sollte darauf achten, sonst kann es passieren, dass ein Teil der Linsen zu weich wird. Das tut zwar dem Geschmack nicht viel Abbruch, aber das Gericht bekommt schnell eine breiige Konsistenz. Rote Linsen etwa sind viel schneller fertig und müssen getrennt erst 10 Minten vor Schluss hinzugefügt werden.

Zubereitung

Sellerie, Zwiebel, Knoblauch und Räuchertofu ganz fein würfeln. Bei mir haben diese Gemüsewürfel so ca. 2-3 Millimeter Kantenlänge. Aber das kann man ganz nach Belieben machen – so wie man die Konsistenz später gerne möchte. Die Karotte auch klein schneiden, aber die Stückchen etwas größer lassen. Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden.

In einem Topf Zwiebel, Knoblauch und Räuchertofu in heißem Pflanzenöl kurz anbraten. Linsen und Berglinsen hinzugeben und kurz mit rösten. 1 EL Tomatenmark und 1 EL Agavendicksaft zufügen und alles darin 1 Minute karamellisieren lassen. Dabei ständig rühren, sonst hängen die Zutaten am Topfboden an.

Alles mit einem Schuss Balsamico-Essig ablöschen und mit 0,5 Liter Gemüsebrühe aufgießen. Das Ganze ca. 5 Minuten köcheln lassen. Hierbei reduziert die Flüssigkeit bzw. wird von den Linsen aufgenommen.

Nun auch die Sellerie- und Karottenwürfel sowie die Frühlingszwiebel und die Blättchen von 3-4 Zweigen Thymian hinzugeben. Einige Röllchen Frühlingszwiebel stelle ich als Deko vorerst zur Seite. Zusätzlich mit Bohnenkraut und Pfeffer würzen und das Lorbeerblatt einlegen. Die restliche Gemüsebrühe beimengen. Beim Salz vorsichtig sein, wenn bereits Brühe verwendet wird. Nicht, dass das Gericht zu salzig wird. Vorher abschmecken.

Alle Zutaten nun weitere 10-15 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen bissfest sind. Die restlichen Blättchen Thymian und die Petersilie hinzugeben. Das Lorbeerblatt entfernen und den Eintopf heiß mit frischem, dunklen Bauernbrot servieren.

Die zart grünen Röllchen der Frühlingszwiebeln sind ein schöner Kontrast. Daher gebe ich davon zum Schluss einen Löffel voll zur Deko on Top.

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drei × fünf =

6 Kommentare

  • Reply
    Daniela Buchmayr
    24. September 2017 at 22:42

    Unglaublich gutes Linsen Rezept !!!
    Meine Kinder essen gerne klassischen Linseneintopf, aber wir sind uns einig, dass dieses Rezet besser als alle anderen bisher ausprobierten Rezepte schmeckt.
    Ich bin durch die Google Suche nach “Belugalinsen Rezept” auf deine Seite gestossen (Sonntag Nachmittag, spontane Lust auf Linsen, aber nur Belugalinsen in ausreichender Menge zuhause). Ich hoffe die anderen Rezepte sind ähnlich gelungen, den dieses Rezept hat mich und meine Töchter neugierig auf deine Bücher gemacht.
    Sehr ansprechende Seite übrigens!

    LG aus Wien
    Daniela

    • Reply
      Lea
      25. September 2017 at 09:13

      Liebe Daniela,
      vielen Dank, dass Du mir schreibst. Ich freue mich natürlich sehr, dass das Rezept so gut angekommen ist. Das ist toll zu hören. Da Du mich noch nicht kennst: Hallo, ich bin Lea aus Berlin und vegane Bloggerin seit fast fünf Jahren. Auf meinem Blog VEGGIES veröffentliche ich jede Woche 1-2 leckere, möglichst saisonale Rezepte. Du findest also über 300 Rezepte hier auf dem Blog und ich hoffe, da ist viel Inspiration für Dich/Euch dabei. Oben auf der Webseite/Homepage kannst Du unter dem “Reiter REZEPTE” auch filtern: hier kannst du Gerichte z.B. saisonal suchen oder Dir nur Frühstücke, Suppen, Salate mediterrane Rezepte oder Kürbisrezepte anzeigen lassen. Du kannst darüber hinaus auch nach sojafreien und glutenfreien Rezepten filtern. Ganz rechts oben auf der Seite findest Du darüber hinaus den “Reiter FAVORITEN” – wenn Du Dich (z.B. mit facebook) anmeldest, kannst Du dort Deine Lieblingsrezepte oder Gerichte, die Du ausprobieren möchtest, speichern. Dafür kannst Du beim jeweiligen Rezept auf dem Blog das “Herzchen” anklicken. Ganz viel Spaß auf meinem Blog und ich hoffe, bald wieder von Dir zu hören, herzlichst Lea

  • Reply
    Ursula
    1. Juni 2015 at 21:33

    Hallo Lea,

    Danke, für deine Antwort bezüglich des Rote-Bete-Couscous. Keine Angst, ich hatte nicht vor das am gleichen Tag zu machen, aber war mir nicht sicher, wie schnell du zur Zeit zum Antworten kamst wegen deinem Buch.

    Nun ja, für den Freitag war dieses Gericht geplant und das gab es auch 😉
    Es erinnerte mich zwischendurch vom Geruch ganz stark an den genialen Berglinsen-Aufstrich, aber war geschmacklich dann doch deutlich anders.
    Von der Menge hat es für mich und meine kleine Schwester gereicht, obwohl wir auch gut Brot dazu gegessen haben. Da hab ich generell eine Frage: Meinst du mit Portionen für die Anzahl an Personen oder an die Tellerfüllungen? Denn das fällt bei uns zum Teil unterschiedlich aus 🙂 Aber anhand der Zutatenangaben kann ich das meist ganz gut abschätzen.
    Also, wie gesagt ein leckeres Mittagessen für uns zwei – aber nicht so, dass es das häufiger geben wird. Dafür gibt es zu viel auszuprobieren und größere Entdeckungen 🙂
    LG,
    Ursula

    • Reply
      Lea
      7. Juni 2015 at 12:39

      Hallo Ursula,
      oh, Du hast den Berlinsen-Eintopf probiert – den mag’ ich so gerne. das ist ein Gericht, das ich mir so in der Zeit von Oktober-März ganz oft koche. Ich finde, das passt so schön in diese eher dunkle, kalte Jahrezeit. Im Sommer esse ich eher rote Linsen als Daal, das Du ja auch schon probiert hast 🙂 Die Berglinsen kann man darüber hinaus auch super zu Salaten geben. Schmeckt auch fantastisch. Bezüglich der Mengenangaben muss ich sagen, dass mir das manchmal echt schwer fällt. Ja, ich stelle mir das als “Tellerfüllung”/Portion vor. Ich schreibe absichtlich “Portionen” und nicht “Personen” – denn das ist ja ganz unterschiedlich, wie viele Portionen einzelne Personen satt machen. Also ich muss gestehen, ich bin ein Vielfraß 😉 Ich esse ganz oft zwei Portionen, mein Mann auch. Meine Schwiegermutter hingegen isst nie mehr als eine Portion. Und dann kommt es halt noch darauf an, ob man das Gericht einzeln kocht und serviert, oder ob es noch einen Salat dazu oder vorher eine Suppe gibt. Das alles und mehr geht mir dann immer durch den Kopf und ich grüble dann darüber, was ich schreiben soll. Bitte betrachte die Portionen-Angaben als “ungefähre Mengenangabe” – sie soll Dir ein Gefühl dafür geben, ob das ein oder andere Gericht eine ganze Familie satt macht oder eher für zwei Personen gedacht ist, wie dieser Berglinsen-Eintopf. Liebe Grüße Deine Lea

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    Heike
    13. Oktober 2014 at 20:28

    Ich hab ja schon immer gern den Linseneintopf nach dem Rezept von meiner Mutter gegessen, aber dieser hier schmeckt mir noch viel besser! Hab statt Berglinsen rote Linsen genommen, weil ich die noch hatte. Einfach etwas später in den Topf gegeben, hat das auch gut geklappt. Gibt es sicher bald wieder, die Eintopfzeit fängt ja gerade an 🙂
    LG Heike

    • Reply
      Lea
      14. Oktober 2014 at 22:04

      Hallo Heike, schön, dass es gemundet hat 😉 °strahl° – klar, der Eintopf klappt auch mit anderen Linsen, aber probier’ es auf jeden Fall auch mal mit den Berglinsen und den Belugalinsen aus. Denn die haben einfach nochmal nen ganz anderen “Biss” – das ist toll!! Viel Spaß dabei, alles Liebe Lea