Herbst/ Kürbisrezepte

Einfach & lecker: Kürbis-Apfel-Chutney

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Der Herbst ist die perfekte Zeit, um ein leckeres, schnell gemachtes Kürbis-Apfel-Chutney zuzubereiten. Die Mischung aus süß, sauer und leicht scharf macht es unwiderstehlich. “Chutneys” sind ursprünglich eine indische Erfindung. In Indien werden traditionell sehr viele unterschiedliche Chutneys, Dips und köstliche Soßen zu Reis- und anderen traditionellen Gerichten serviert. Dort gibt es sie in vielen unterschiedlichen Variationen und Konsistenzen. Von feinen, süß-sauren Soßen bis hin zu scharfen stückigen Pasten, zumeist auf Basis von Kokosfruchtfleisch, Mango und unzähligen Gewürzvariationen. Ich selbst habe Chutney erst als Veganerin kennen und lieben gelernt. Denn sie passen zu leckeren Bowls ebenso wie zu Couscous-, Hirse- und Reisgerichten, Bratlingen oder ich benutze sie einfach als Aufstrich für leckere Brote. Das Schöne: Das Rezept ist kinderleicht und das Chutney hält im Kühlschrank rund zwei Wochen. Ich habe die Menge absichtlich nicht so hoch angesetzt, sondern für zwei mittlere Gläser, die sich super schnell wegfuttern. Aber vielleicht kommt Ihr ja auf den Geschmack und macht Euch demnächst gleich noch eine weitere Portion. Viel Freude mit diesem leckeren Herbstrezept, Eure Lea.

Zutaten (2 kleine Einmachgläser à ca. 250-300 ml)

  • 500 g Hokkaido-Kürbis (Gewicht mit Schale, aber ohne Kerne gewogen)
  • 1 Apfel (ca. 180-190 g)
  • 2 Schalotten (ca. 60-70 g)
  • 20-25 g frischer Ingwer
  • 1 unbehandelte Bio-Zitrone
  • optional: 1 Chilischote
  • 1-2 TL Kokosöl
  • 100 ml Apfelessig
  • 2 EL Apfeldicksaft
  • 1 Zimstange oder 1 kl. TL Zimt
  • 50 g Rohrzucker
  • Meersalz

Zubereitung (ca. 35 Minuten)

2 Einmachgläser à 250-300 ml Füllmenge kurz in einem heißen Wasserbad kochen und danach auf einem frischen Küchenhandtuch trocknen lassen. Gläser nicht mehr mit den Händen/Fingern an der Innenseite berühren.

Kürbis waschen, entkernen und 500 g Hokkaido in feine Würfe schneiden.

Hokkaido-Kürbis kann mit Schale verarbeitet werden. Schneidet ihn in kleine Würfelchen.

Einen Apfel waschen, entkernen und würfeln. 2 Schalotten abziehen und fein aufschneiden. Ein Stück Ingwer (ca. 20-25 g) mit einem Löffel schälen. Eine unbehandel Bio-Zitrone heiß abwaschen und 1-2 TL Zesten abziehen. Wer es ein bisschen pikant mag, kann eine halbe Chilischote in feine Ringe schneiden.

Die Zesten von einer unbehandelten Bio-Zitrone abziehen. Das gibt dem Chutney einen leckere herb-zitronige Note.

1-2 TL Kokosöl in einem Topf erhitzen. Die Schalottenwürfel hinein geben und 2 Minuten andünsten. Dann die Kürbis- und Apfelstücke hinzu geben und die Zutaten bei mittlerer Hitze 5 Minuten anbraten lassen. Ab und zu umrühren, damit die Zutaten nicht am Topfboden anhaften. Anschließend den geschälten Ingwer mit einer Reibe hinzu reiben. 100 ml Apfelessig sowie 2 EL Apfeldicksaft angießen, die Zitronenzesten sowie die Zimtstange dazu geben und die Zutaten weitere ca. 8-10 Minuten köcheln lassen. Nach 8-10 Minuten Kochzeit 200 ml Wasser aufgießen und 50 g Rohrzucker unterrühren. Nochmals 10-15 Minuten sanft köcheln lassen. Ab und zu umrühren. Bei Bedarf noch etwas mehr Wasser dazu geben. Wer mag, kann einige Röllchen Chili unterrühren.

Variationsmöglichkeit: Ihr könnt das Chutney statt mit Wasser auch mit der gleichen Menge Weißwein aufgießen. Wahlweise könnt Ihr auch noch zwei Lorbeerblätter hinzu geben und diese nach der Kochzeit zusammen mit der Zimtstange wieder entfernen. Der Apfel in diesem rezept kann durch das Fruchtfleisch einer Mango ersetzt werden, was auch ganz köstlich schmeckt.

Die Zimtstange nach der Kochzeit wieder entfernen und das Chutney mit einem Schneidstab partiell(!)/teilweise pürieren. Das heißt, ich püriere das Chutney nicht komplett, sondern gehe nur 2-3 Mal mit dem Pürierstab rein, um eine gute Mischung zwischen Soße und Stückchen zu erhalten. Ihr könnt das ganz nach Belieben zubereiten. Wie Euch die Konsistenz eben gefällt.

Das Chutney zum Schluss mit 2-3 EL Zitronensaft und reichlich Meersalz abschmecken,  in die ausgekochten Gläser füllen, luftdicht verschließen und kopfüber auskühlen lassen. Das Chutney im Kühlschrank aufbewahren und nach dem Öffnen innerhalb von 5 Tagen verbrauchen.

Das Chutney passt perfekt zu leckeren Bowls, als Dip zu Bratlingen und Veggie-Buletten, als Beigabe zu gebratenem Gemüse, zu Couscous-, Hirse- und Reisgerichten oder man kann es auch ganz einfach als leckeren Brot-Aufstrich/-Belag verwenden. Ich selbst habe ein ganzes Glas Chutney auch einfach so weggelöffelt. Ach ja, das Chutney schmeckt zusammen mit Gemüse und knackigem Salat auch herrlich in frischen Wraps.

Lasst es Euch gutgehen und genießt den schönen Herbst Ihr Lieben! Eure Lea

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6 Kommentare

  • Reply
    ceylan
    23. Oktober 2017 at 13:56

    Das klingt super lecker! Wie lange ist das Chutney denn haltbar?

    • Reply
      Lea
      23. Oktober 2017 at 14:00

      Hallo Ceylan,
      lieben Dank für Deine Nachfrage. Nun, es handelt sich ja um ein selbstgemachtes Produkt, kein Industrieprodukt. So kann die Haltbarkeit je nach Herstellung und Zutaten(zustand) variieren. Ungeöffnet sollte das Chutney mindestens zwei Wochen halten. Geöffnet sollte es binnen 5 Tagen aufgebraucht werden. Ich kann dafür aber keine Garantie übernehmen… es können beim Abfüllen zu Hause immer Verunreinigungen passieren oder der Kürbis kann sich unterschiedlich verhalten. Aber das ist halt so ein Mittelwert 🙂 Bitte das Chutney geöffnet wie ungeöffnet im Kühlschrank aufbewahren.
      Liebe Grüße
      Lea

  • Reply
    Kerstin Decker
    22. Oktober 2017 at 22:57

    So, ich habe dieses chutney gemacht und es schmeckt hervorragend, aber das Ol habe ich weggelassen und nur einfach Wasser dazu gegeben. Ich koche alles fettfrei und kein Mensch weiss es. Aber Ihre Rezepte sind sehr gut. Ich wohne in Florida und folge noch eine deutsche Kuche, weil es mir schmect. So warte ich immer auf ein paar gute Rezepte. Danke fur dieses

    • Reply
      Lea
      23. Oktober 2017 at 08:57

      Liebe Kerstin,
      ach wie schön, dass mein Blog auch in Florida gelesen wird. Das ist ja toll! Wie ist es denn bei Euch in Florida mit dem Thema “vegan”? Ist das dort schon ganz normal und bekannt oder ist “vegan” noch irgendwie “exotisch”? Und wie ist das Angebot an Tofu, Tempeh und anderen veganen Zutaten, wie z.B. Hefeflocken im Supermarkt/Biomarkt? Ist sowas in Florida gut erhältlich? Bin gespannt, was Du schreibst! Freue mich, dass Du das Rezept ausprobiert hast. Klar, man kann es selbstverständlich auch fettfrei herstellen. Das ist kein Problem. Ich selbst brate z.B. auch Tofu oft fettfrei an und benutze dafür Sojasoße und einen Schuss Mirin 🙂 Ganz liebe Grüße in die Sonne, Deine Lea

  • Reply
    Lenja
    21. Oktober 2017 at 20:46

    Das klingt sehr lecker! Habe noch nie Chutney gegessen. Dein Rezept werde ich aber bald ausprobieren 🙂

    • Reply
      Lea
      22. Oktober 2017 at 15:39

      Hi Lenja,
      das freut mich! Viel Spaß mit dem Rezept 🙂
      Lea