Köstliche Knabberei: Gebackene Enoki-Pilze mit Pak Choi-Salat

Dies ist ein sehr außergewöhnliches, etwas exotisches aber auch ganz besonders köstliches Rezept. Gebackene Enoki-Pilze sind ein ursprünglich japanisches, zumindest aber ostasiatisches Gericht. Die feinen, weißen Enoki sind Winterpilze und gehören in Asien neben Shiitake zu den am meisten angebauten Speisepilzen. Man kann sie auch hierzulande gut züchten und sie werden vorrangig zur kalten Jahreszeit verkauft, da sie Frost brauchen, um ihren Fruchtkörper auszubilden. Im deutschen Sprachraum werden sie auch Samtfüßrüblinge genannt. Auch wenn vielen Menschen der Begriff „Enoki“ sicher nicht geläufig ist, wenn man ein Foto der asiatischen Speisepilze sieht, so werden sich viele daran erinnern, sie schon Mal im Asialaden gesichtet zu haben. Und so sehen sie aus:

Enoki sind ganz fein, langstielig, weiß, samtig und haben winzige Köpfchen. In Asien werden Enoki-Pilze zumeist in Suppen, Eintöpfen aber auch zu Salaten und als Beilage serviert. Im Ofen gebacken schmecken sie fantastisch nussig mit einem unverwechselbaren Röstgeschmack, der wirklich einzigartig ist. Ich nenne sie auch gerne „vegane Garnelen“, da sie so knusprig und fantastisch im Geschmack sind. Bei besonderen Anlässen serviere ich Ofen-Enoki gerne zur Vorspeise als ganz besonders delikate Knabberei.

Zutaten pro Portion

Für die Enoki

  • 100 Gramm Enoki-Pilze | diese Pilze sind in Asia-Läden im Kühlregal erhältlich
  • 2 EL Erdnussöl
  • Grobe Chiliflocken
  • Meersalz

Für den Pak Choi-Salat pro Portion

  • 3-4 kleine Pak Choi | feiner, asiatischer Kohl, der ebenfalls in Asia-Läden zu kaufen ist
  • 2-3 EL Erdnussöl
  • 2 EL Reisessig
  • 1 EL Sojasoße
  • 1 EL frischer Zitronensaft | nach Geschmack
  • Meersalz
  • 0,5 EL Sesamkörner (geröstet)

Für den besonderen Geschmack: Fleur de Sel Hibiskusblüte

Zubereitung

Die Zubereitung dieses Rezepts ist denkbar einfach. Den Ofen auf etwa 170-180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Packpapier bereit stellen.

Die Enoki aus der Verpackung nehmen. Den Wurzelbereich, an dem sie zusammen gewachsen sind, wegschneiden. Die Enoki-Pilze anschließen ganz vorsichtig voneinander trennen bzw. einzeln auseinander zupfen.

In einer Schüssel 2 EL Erdnussöl, Meersalz und grobes Chilipulver bzw. Chiliflocken miteinander vermengen. Die Enoki darin vorsichtig marinieren. Die Pilze anschließend auf das Backpapier legen. Die Pilze sollten dabei schön locker über das Blech verteilt werden und nicht zu stark aufeinander liegen.

Enoki 20-25 Minuten im Ofen backen, bis sie alle schön golden braun sind. In der Zwischenzeit kann man den Pak Choi-Salat vorbereiten.

Für den Pak Choi-Salat den asiatischen Kohl waschen und die harten Strunkteile entfernen. Größere Blätter klein schneiden und die feinen Blätter so belassen. Aus Erdnussöl, Reisessig, Zitronensaft, Sojasoße und einer kleinen Prise Meersalz  ein Dressing anrühren. Pak Choi im Dressing wenden, auf einem Teller anrichten und mit gerösteten Sesamkörnern bestreuen.

Tipp: Sesam röstetet man am Besten in einer kleinen Pfanne ohne Fett, bis die einzelnen Körnchen Farbe annehmen. In Asialäden kann man aber Sesamkörner auch bereits geröstet und wie in einem großen Salzstreuer verpackt kaufen, was sehr praktisch ist. Sonst einfach eine größerer Portion Sesamkörner rösten und in einem kleinen Einmachglas aufbewahren.

Zum Ende der Backzeit hin (nach etwa 20 Min) sollte man die Pilze im Ofen nicht aus den Augen lassen, da der Grad zwischen „knusprig“ und „verbrannt“ sehr eng ist. Danach nehme ich das Blech aus dem Ofen und tupfe überschüssiges Öl an den Enoki mit etwas Küchenkrepp ab.

Enoki vorsichtig vom Backpapier lösen, auf dem Teller mit dem Pak Choi-Salat anrichten und mit etwas Meersalz oder Fleur de Sel Hibiskusblüte bestreuen. Fertig ist diese asiatisch-köstliche Knabberei. Viel Vergnügen.

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5 Gedanken zu „Köstliche Knabberei: Gebackene Enoki-Pilze mit Pak Choi-Salat

  1. Juli

    Ein kleines Träumchen, diese fabelhaften Bilder 🙂 Ich danke dir, liebe Lea, für die schöne Inspiration – jetzt werde ich mich wohl endlich mal trauen, Enoki zu kaufen!

    Liebe Grüße & dir einen gemütlichen Sonntag
    Juli

    1. Lea Beitragsautor

      Hey Juli, cool, wieder von Dir zu hören! Viel Spaß bei den Ofen-Enoki. Die schmecken einfach nur lecker. Ich hab‘ mir früher im Asiamarkt immer nur gedacht „…wer kauft den sowas?!“ – Jetzt weiß‘ ich’s: ich und hoffentlich viele Veggies-Leser! Alles Liebe und bis bald, Deine Lea

  2. Andrea

    Wow, vielenvielen Dank für das Enoki-Rezept! 🙂 Ich hatte heute die Pilze gekauft weil ich schon lange neugierig war wie die schmecken und habe dann erst nach einem Rezept gesucht. Leider gibt es nicht viele mit Enoki-Pilzen.
    Ich habe die Pilze in geröstetem Sesamöl gewendet, habe allerdings zuviel Salz erwischt.
    Aber die Pilze waren GENIAL! 1000 mal besser (und vermutlich) gesünder als Chips! Das werde ich auf jeden Fall bald wieder machen.

    1. Lea Beitragsautor

      Hallo Andrea,
      freut mich riesig :-)) Am Besten man kauft gleich eine doppelte Portion, weil die Pilze werden ja in Asialäden meistens in „Bündeln“ verkauft und ein solches Bund ist viiiel zu schnell weg genascht 🙂 Liebe Grüße Lea

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