Suppen/ Clean Eating

Geröstete Steckrübensuppe mit roter Quinoa

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Diese Steckrübensuppe ist ein wunderbares wärmendes Powerfood für kalte, graue Wintertage. Denn Steckrüben werden zum Jahresende hin bei uns geerntet und lassen sich so gut lagern, dass man sie bis Anfang März aus regionalem Anbau erhält. Sie sind robust, super lecker und stecken voller Vitamin C, B-Vitaminen und Mineralstoffen. Trotzdem haben sie kein gutes Image. Das mag einerseits an ihrem recht unscheinbaren Aussehen liegen. Leicht grau-blau gefärbt, präsentieren sie sich im Gemüseregal meist unauffällig irgendwo zwischen Kartoffeln und Kohlköpfen. Außerdem waren sie einst eine wichtige Nahrungsquelle in schlechten Zeiten: In langen kalten Wintermonaten und entbehrungsreichen Kriegsjahren. Viele von Euch kennen die Steckrübe, die auch Kohlrübe genannt wird, sicherlich als Zutat in Eintöpfen. Doch in einem Eintopf kommt ihr wunderbar süßer, leicht nach Rettich schmeckender Geschmack nicht wirklich zum Tragen. Daher zeige ich Euch heute, wie Ihr die Powerknolle pur als herrlich wärmende Suppe mit nussiger Quinoa und leckeren Sprossen zu einer traumhaften Wintersuppe zubereiten könnt. Freue mich schon auf Euer Feedback, herzlichst Lea

Zutaten für 4 Portionen

  • 900-950 Gramm Steckrübe(n)
  • 1 Zwiebel (80-100 Gramm)
  • 3 EL Pflanzenöl (ich benutze Kokosöl)
  • Meersalz
  • Pfeffer
  • 2 TL Agavendicksaft
  • 150 Gramm rote Quinoa
  • 360 ml Wasser
  • 1 Dose weiße Bohne (250 Gramm Abtropfgewicht)
  • 1 TL glutenfreie Tamari Sojasosse (oder klassische Sojasoße)
  • 3 EL Hefeflocken
  • 3 EL Zitronensaft
  • Optional: 150 Gramm Apfelmark oder Apfelmus
  • Sprossen nach Belieben

Zubereitung

Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Steckrübe(n) waschen, die Enden abschneiden und die Rinde der Knolle mit einem Gemüseschäler entfernen. Dann die Steckrübe(n) in Scheiben schneiden und anschließend würfeln. Zwiebel abziehen, halbieren und in Streifen schneiden.

Rübenwürfel und Zwiebelstreifen mit 3 EL Pflanzenöl, einer Prise Meersalz, Peffer und 1 TL Agavendicksaft vermischen und auf das Backblech geben. Die Zutaten 15-17 Minuten bei 200 Grad Umluft in den vorgeheizten Ofen geben und garen, bis sie an den Rändern beginnen zu bräunen und die Rübenstücke weich sind. Die Garzeit kann je nach Ofenart und -alter leicht variieren.

In der Zwischenzeit die super-leckere rote Quinoa zubereiten.

150 Gramm rote Quinoa unter fließendem Wasser gründlich spülen. Dieser Vorgang ist wichtig, da beim Spülen der Quinoa Bitterstoffe entfernt werden, die den Geschmack beeinträchtigen würden.  Gespülte Quinoa anschließend mit 360 ml Wasser und einer Prise Salz aufkochen. Sobald die Quinoa kocht, Hitze reduzieren und Quinoa ca. 20 Minuten leicht köcheln lassen (weiße/helle Quinoa könnt Ihr auch benutzen – sie kocht allerdings schneller und ist schon nach rund 15-17 Minuten fertig gekocht). Ab und zu umrühren. Sollte die Flüssigkeit zu schnell aufgebraucht sein, etwas Wasser nachgießen. Wenn die Körnchen aufgesprungen und bissfest sind, Hitze wegnehmen und Quinoa im Topf bei geschlossenem Deckel nochmal 5 Minuten bzw. bis zur Verwendung quellen/ziehen lassen.

Die gekochten weißen Bohnen aus der Dose in ein Sieb geben und abbrausen.

Ein Drittel der Ofen-gegarten Rüben in eine Schüssel geben (ca. 220 Gramm) und beiseite stellen. Sie kommen später unpüriert in die Suppe. Die restlichen gegarten Rübenstücke und Zwiebeln zusammen mit 150 Gramm der Bohnen, 1 EL glutenfreier Sojasoße, 3 EL Hefeflocken, 1-2 EL Zitronensaft, einer Prise Salz und Pfeffer sowie 600 ml Wasser in einem Mixer pürieren.

Gut zu wissen: Ich benutze in diesem Rezept die weißen Bohnen als “Sahneersatz”. Die Bohnen machen die Suppe superschön cremig und runden den Geschmack der Suppe harmonisch ab. Außerdem haben die Bohnen weniger Fettanteil als Pflanzensahne. On Top erhält die Suppe außerdem so eine Extraportion Proteine. Wer keine weißen Bohnen hat oder verwenden möchte, kann statt dessen auch Pflanzensahne oder eine Pflanzen Cuisine benutzen und die Suppe damit pürieren.

Pürierte Suppe in einen Topf geben, nochmals kräftig erwärmen und nach Belieben mit Wasser strecken (ich habe nochmals 200 ml Wasser dazu gegeben). Suppe mit Sojasoße, 1 TL Agavendicksaft, Salz und Zitronensaft abschmecken.

Tipp: Ich gebe noch 150 Gramm (ca. 4 EL) Apfelmark oder Apfelmus in die Suppe. Der Apfelgeschmack und die leichte Fruchtsäue harmonieren perfekt mit dem ganz leichten Rettich-Geschmack und der Süße der Rüben. Dies ist jedoch optional. Ich liebe das aber sehr. Wer mag, kann sogar noch etwas mehr Apfelmus einrühren. Ganz wie Ihr mögt.

Die vorgehaltenen Rübenwürfel und restlichen weißen Bohnen auf vier Suppenschalen aufteilen. Die heiße Suppe darüber geben. Die rote Quinoa auf die Suppe aufteilen. Suppe mit Pfeffer bestreut und mit Sprossen garniert servieren & genießen.

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4 Kommentare

  • Reply
    Steffi
    3. Februar 2017 at 21:05

    Liebe Lea,
    das Rezept ist der Hammer! Unglaublich lecker! Ich bin seit meiner Kindheit schon ein Steckrüben-Fan (meine Mama machte damals ein tolles “Stampf” als Hauptgericht mit Roter Bete, das ich heute veganisiert oft nachkoche). Aber diese Suppe ist nochmal eine neue Erfahrung. Danke dafür!
    Herzliche Grüße
    Steffi

    • Reply
      Lea
      7. Februar 2017 at 10:39

      Liebe Steffi,
      das ist ganz wunderbar zu hören! Umso mehr, als Steckrüben ja nicht so richtig als tolles, saisonales Gemüse wahrgenommen werden. Freue mich, dass Dir die Suppe so gut schmeckt! Danke für Deine liebe Nachricht dazu.
      Herzlichst Lea

  • Reply
    Heike
    21. Januar 2017 at 21:11

    Liebe Lea, es war seeeehr lecker! Ich hab noch mit Muskatnuss und Chiliflocken verfeinert. Die Steckrübenwürfel haben bei mir aber über eine halbe Stunde im Ofen gebraucht.
    Ist gespeichert und wird sicher bald mal wieder gekocht!
    Danke und liebe Grüße nach Berlin!
    Heike

    • Reply
      Lea
      24. Januar 2017 at 08:43

      Hallo Heike,
      voll schön, dass Du dieses saisonale Rezept ausprobiert hast. Das freut mich sehr. Ich glaube ja, dass immer noch viele Menschen Steckrüben meist wenig beachten. Umso schöner, dass die Suppe so gut gelungen ist. Zur Backzeit: ja, das kann manchmal ganz schön variieren, je nachdem, was wir für Öfen haben, wie gut der Ofen vorgeheizt ist oder wie die Knollen so sind.. super, dass das Rezept so gut geklappt hat, herzlichst Lea