Knusprig-salziger Jahresausklang: Vegane selbstgemachte Party-Cracker

Vergesst Cookies und Chips, jetzt Ist Cracker-Time! Erinnert Ihr Euch noch an Club Cracker, den  knusprig salzige Party-Snack aus Kinderzeiten? Wenn ich an Club Cracker denke, versetzt es mich zurück in meine Kindheit in den schrillen 80er Jahren. Meine Mama trug damals Leggins, Schulterpolster, breite Gürtel und amüsierte sich über die aufgetürmte Frisure von Gloria von Thurn und Taxis bei „Wetten, dass…?“. Und neben Ihr auf dem Sofa saß klein Lea und mampfte genüßlich Club-Cracker. Ach war das herrlich! Der Snack gehörte damals zum Alltag und war nebst Mett-Igel, Sauren Gurken, Erdnuss-Locken und Silberzwiebeln auch von keinem Party-Buffet wegzudenken. Zum krönenden Jahresabschluss und als Reminiszenz an eine Zeit in der Alphaville, Depeche Mode und Falko aus den Wohnzimmer-Radios dröhnten, Papa am Rubicks-Würfel verzweifelte und Bum Bum Boris zur Tennislegende wurde – gibt es heute das wohl beste Club Cracker Rezept seit den 80er Jahren von mir: knusprig, salzig, fluffig und einfach unwiderstehlich.

Um diese super leckeren Cracker auf Euer Silvester-Buffet zu zaubern, braucht es lediglich sieben simple Zutaten. Kommt alle gut ins Neue Jahr – ich wünsche Euch eine wilde Nacht, eine schöne Feier und ein paar tolle Stunden zum Ausklang eines Jahres, das viele wunderbare Momente mit sich brachte, weltpolitisch aber in jeder Hinsicht kein einfaches war. Bis 2017, Eure Lea

Zutaten für 4 Portionen (ca. 100 Cracker)

  • 300 Gramm Dinkelmehl Typ 630
  • 2 TL Backpulver
  • 1 EL Rohrzucker (15 Gramm)
  • 1 TL Meersalz (+ Meersalz zum Bestreuen)
  • 60 Gramm Margarine (ich benutze bio-Alsan) + etwas flüssige Margarine zum Bestreichen der Cracker
  • 2 EL Olivenöl
  • 150 ml kaltes Wasser
  • optional: 1-2 TL Kräuter der Provence oder ein paar Zweige Thymian und Rosmarin (gehackt)

Außerdem: Ein Holzstäbchen zum Einpiecksen der Cracker, ein Keksausstecher und wer hat – eine Pasta-Maschine (Ausrollen geht aber auch mit einem Nudelholz)

Zubereitung (35 Minuten Arbeitszeit + 30 Minuten Kühlzeit + 3 Bleche à ca. 15 Minuten Backzeit)

In einer Schüssel 300 Gramm Dinkelmehl, 2 TL Backpulver, 1 EL Rohrzucker und 1 TL Meersalz vermischen. Einige Rosmarinnadeln und Thymianblättchen fein hacken oder 1-2 TL Kräuter der Provence untermengen. Die Margarine in kleine Stückchen schneiden und untermischen bzw. mit den Händen kräftig „einkneten“.

Dann 2 EL Olivenöl und 150 ml kaltes(!) Wasser dazu geben und zügig einen Teig kneten. Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, nochmals 2-3 Minuten kräftig durchkneten und eine Teigkugel formen.

Die Teigkugel mit Klarsichtfolie umwickeln und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank geben und ruhen lassen.

Pastamaschine an der Arbeitsfläche fest schrauben. Arbeitsfläche bemehlen.

Hinweis: Wer keine Pastamaschine hat, kann den Teig auch mit einem Nudelholz ausrollen. Der Teig sollte jedoch dünn ausgerollt werden. Rollt also nicht den ganzen Teig auf einmal aus, sondern portioniert die Teigkugel in vier oder mehr Teile und rollt jeden Teil einzeln aus.

Den Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen und ein Blech mit Backpapier belegen.

Teigkugel in vier oder mehr Teile aufteilen und durch die Pastaschine drehen, um dünne Teigplatten zu erhalten.

Ich habe dafür zuerst Stufe 6 und dann Stufe 5 bei der Pastamaschine gewählt. Also dünn, aber nicht hauchdünn.

In etwa diese Dicke sollte der ausgerollte Teig haben, um später perfekte Cracker zu erhalten.

Nun könnt Ihr die Cracker mit einer Keksform ausstechen (habe ich benutzt). Oder Ihr schneidet die Cracker einfach mit einem Messer in kleine Vierecke, ganz wie Ihr wollt und könnt.

Mit Hilfe einer Keksform runde, gezahnte Cracker ausstechen

Den Vorgang so oft wederholen, bis der Teig aufgebraucht ist. Insgesamt werden es 2,5-3 Bleche voll Cracker – je nachdem, wie eng Ihr diese auf das Blech legt.

Die Cracker auf das Backpapier geben und jetzt mit einem Holzstäbchen gleichmäßig einstechen. Das ist wichtig! Denn das Einpiecksen dient nicht nur zur Dekoration. Die Löcher in den Crackern sorgen dafür, dass sie sich nicht „aufblähen“, sondern beim Backen schön glatt bleiben. Außerdem erhalten sie natürlich die schöne „Cracker-Optik“, die man kennt.

Benutzt das dicke Ende des Holzstäbchen und bohrt damit jeweils 5 Löcher in die Cracker: Zwei oben, drei in der Mitte und nochmals zwei darunter.

Da die Cracker nicht mehr auf gehen, sondern nur noch bräunen und fluffig werden, kann man sie eng auf das Backblech schichten

Backt die Cracker für etwa 9-10 Minuten bei 200 Grad Umluft, bis sie leicht braun werden, also beginnen, Farbe anzunehmen. Dann das Blech aus dem Ofen holen. Mischt 2 EL flüssige Margarine mit ein bisschen Wasser und einer großen(!)Prise Salz und streicht die Cracker mit einem Pinsel damit ein. Dann nochmals ein klein bisschen salzen. Dann Cracker umdrehen und den Vorgang wiederholen. Die beidseitig eingestrichenen Cracker mit der Oberseite nach unten nochmals ca. 3 Minuten in den Ofen geben. Sie sollten leicht gebräunt, aber nicht zu dunkel sein. Achtung, die Backdauer kann je nach Ofenart und -alter etwas variieren. Behaltet die Cracker also bitte im Auge!

Cracker aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und genießen.

Feiert schön und habt alle einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Viel Spaß dabei, Eure Lea

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6 Gedanken zu „Knusprig-salziger Jahresausklang: Vegane selbstgemachte Party-Cracker

  1. Vanessa

    Ich habe die Cracker am Wochenende ausprobiert. Alle, die gekostet haben, waren begeistern! Vielen Dank für das tolle Rezept!

    1. Lea Beitragsautor

      Yeah, Vanessa, das freut mich voll! dann fröhliches Knuspern 🙂 Herzlichst Lea

  2. Mirellen

    Hey Lea, das klingt ja fantastisch! Hast du vielleicht auch ein leckeres Dip-Rezept parat, das dazu passen würde?:)

    1. Lea Beitragsautor

      Hi Ellen,
      zu diesen Kräckern würde ich einen frischen „Quark“-Dip mit Kräutern empfehlen. Entweder kaufst Du Dir dafür einen veganen Quark und vermischt diesen mit etwas Salz, ein wenig Zitronensaft und gehackten frischen Kräutern oder Du lässt veganen ungesüßten Joghurt dafür abtropfen. Wie das geht? Einfach einen hohen schmalen Behälter nehmen und mit einem Gummiband einen normalen Kaffeefilter oben einspannen. Dann den Kaffeefilter ganz mit Joghurt füllen, das Ganze mit etwas Klarsichtfolie abdecken und über Nacht in den Kühlschrank geben. Am nächsten Tag wird unten im Behälter relativ viel Flüssigkeit sein und der vegane Joghurt im Filter ist dann dicklich, ähnlich wie Quark 🙂 In diesem Rezept zeige ich das: Rösti mit veganem Quark. Das wird super lecker schmecken 🙂 Als Kräuter kannst Du alles nehmen, was Dir schmeckt – z.B. frische Petersilie oder Schnittlauch und/oder Kresse etc. Viel Spaß dabei, herzlichst Lea

  3. Julia

    Oh, das sieht ja mal wieder supergut aus, Lea! Diese Cracker werd ich bald nachbacken 😉

    1. Lea Beitragsautor

      Hi Julia,
      das freut mich 😉 Hoffe, Du hast das Rezept schon ausprobiert?
      Ganz herzliche Grüße
      Lea