Sojafrei/ Herbst

Frisches Kürbisbrot – zum Beispiel mit Karotten-Salbei-Aufstrich

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Kürbis in Brotform – außen kross, innen saftig und weich. Wie lecker ist das denn? Dieses Kürbisbrot ist aufgrund der Hefe in Verbindung mit den Kürbisraspeln allerdings ein wenig zeitintensiv, da man drei Wartephasen einrechnen muss. Aber es lohnt sich definitiv. Das Brot kann man einfach in fruchtiges Olivenöl mit etwas dunklem Balsamico tauchen und mit etwas Meersalz als Vorspeise essen. Oder man macht sich einen leckeren Aufstrich dazu. Ich habe eigens zu diesem Brot einen herrlich aromatischen Karotten-Salbei-Aufstrich kreiert, der wunderbar passt. Das Rezept hierfür ist separat hier beschrieben. Viel Spaß, genießt dieses tolle, krosse Herbstbrot.

Zutaten für ein Laib Brot

  • 1 kg Dinkelmehl Typ 630 + etwas mehr für die Arbeitsfläche
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 1 Prise Rohrzucker
  • Etwas frisch aufgeriebene Muskatnuss
  • 400 ml warmes Wasser | wird in 2 Portionen à 200 ml hinzugefügt
  • ca. 2-3 TL Meersalz
  • 2 TL grobe Chiliflocken
  • ein kleiner halber Butternut Kürbis | Gewicht ca. 490 Gramm mit Schale; das Gewicht des geraspelten Kürbis sollte nicht mehr als 280 Gramm sein
  • 30 Gramm geröstete Kürbiskerne
  • Eine Hand voll frischer Thymian

Zutaten für den Karotten-Salbei-Aufstrich

Köstlicher Karotten-Salbeiaufstrich

Das gesamte Rezept für den Karotten-Salbei-Aufstrich findet Ihr separat ausgeführt hier.

Zubereitung

900 Gramm Dinkelmehl in eine große Rührschüssel geben und mit der Hand in der Mitte eine Kuhle graben. 200 ml lauwarmes Wasser in die Kuhle gießen und einen ganzen Würfel frische Hefe darin auflösen. Dann ein Tuch über die Schüssel geben und die aufgelöste Hefe im Wasser schon mal etwas arbeiten lassen. Sie fängt dann an Blasen zu bilden.

Tipp: Das Wasser sollte wirklich nur lauwarm und auf keinen Fall zu heiß sein. Ich bröckele die Hefe mit den Händen in das Wasser und rühre dann vorsichtig und trotzdem kräftig mit dem Stiel eines Löffels, bis sich die Hefe im Wasser aufgelöst hat. Ein kleiner Teil des Mehlrandes kann ruhig schon mit eingerührt werden. Zugluft sollte vermieden werden und die Hefe mag es schön warm. Ich stelle die Schüssel immer neben oder in die Nähe des Heizkörpers.

Während die Hefe anfängt zu arbeiten, kann man den Kürbis vorbereiten. Einen kleinen Butternut-Kürbis halbieren, die Kerne entfernen, die Schale abschneiden und den Kürbis aufreiben. Es sollten feine Kürbisraspeln, wie auf dem nachstehenden Foto gezeigt, entstehen.

Danach kann man sich wieder der Teigschüssel zuwenden. Die aufgelöste Hefe sollte einige Blasen werfen. Auf den Mehlrand gibt man nun etwa 2-3 TL Meersalz, Chiliflocken, reichlich frisch aufgeriebene Muskatnuss und die Blättchen von etwa 6 Thymianzweigen.

Mit den Händen und unter Zugabe von nochmals 200 ml warmem Wasser einen geschmeidigen Teig kneten. Teig aus der Schüssel nehmen und auf der Arbeitsplatte mit ein wenig Mehl nochmals kräftig kneten.

Teig anschließend wieder in die Schüssel geben und 25 Minuten an einem warmen, nicht-zugigen Ort gehen lassen, bis er seine Größe in etwa verdoppelt.

Teig nochmals auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und nun die Kürbisraspeln einkneten. Dafür den Teig immer wieder ein wenig auseinander ziehen, einen Teil der Raspeln und etwas Mehl darauf geben, zusammenklappen und gut durchkneten. Insgesamt braucht man 100 Gramm Dinkelmehl und sollte die Raspeln nach und nach vorsichtig einkneten. So lange kneten, bis sich die Flüssigkeit der Kürbisraspeln komplett mit dem Teig verbunden hat.

Tipp: Keine Bange – am Anfang macht das beim Kneten ein komisches, matschiges Geräusch, weil die Kürbisrapeln so voller Flüssigkeit sind, aber zum Schluss verbindet sich das alles gut. Falls man das Gefühl hat, der Teig wird nicht geschmeidig, einfach ein wenig mehr Mehl nehmen.

Teig nun nochmals 25 Minuten abgedeckt gehen lassen. Er wird seine Größe fast nochmals verdoppeln. In der Zwischenzeit den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen und die gerösteten Kürbiskerne grob hacken. Dann den aufgegangenen Teig erneut auf die Arbeitsfläche nehmen, zu guter Letzt noch etwas mehr frischen Thymian und die gehackten Kürbiskerne einkneten und den Teig auf das Backpapier geben. Das Brot wirklich fest und schmal formen, da es beim Backen aufgeht und aufbricht. Wer mag kann es oben einschneiden.

Kürbisbrot bei 180 Grad Umluft 25 Minuten backen. das Brot ist gut, wenn es außen kross ist und hol klingt, wenn man mit einem Kochlöffel auf den Boden des Brotes Klopft. Das Brot gleich frisch servieren.

Tipp: Zu diesem leckeren Brot passt dieser aromatische Karotten-Salbei-Aufstrich ganz fantastisch (siehe nachstehendes Foto)! Der Aufstrich ist im Handumdrehen gemacht und für das Rösten der Karotten und Schalotte kann man gleich den noch heißen Ofen nutzen.

Aufstriche, die auch noch dazu passen

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4 Kommentare

  • Reply
    Sonja
    18. Januar 2016 at 16:11

    Sehr leckeres Brot! Meiner Meinung nach verträgt es etwas mehr Salz und irgendwie hatte ich das Gefühl, die Hefe extrem heraus zu schmecken (fanden die anderen weniger). Aber wirklich sehr lecker, auch am nächsten Tag noch 🙂

  • Reply
    Ursula
    18. Dezember 2015 at 19:09

    Hallo Lea,
    ein ganz tolles Brot, super lecker auch zum einfach so knuspern. Die Hälte davon habe ich eingefroren und freue mich schon darauf, wenn ich es dann ohne jegliche Mühe auftauen und genießen kann :9
    LG,
    Ursula

  • Reply
    Julia
    15. November 2014 at 01:20

    Sehr sehr lecker!!! Ich habe das Brot letzte Woche gebacken und zu einer Kürbissuppe als Kollegenessen serviert. Sowohl dort, als auch in der Dinkelvollkornversion zu Hause hat es absolut überzeugt!

    Liebe Grüße,
    Julia

    • Reply
      Lea
      15. November 2014 at 15:50

      Hallo Julia, super, dass es geklappt hat: ist doch immer wieder schön, Kollegen mit leckerem veganen Essen zu verwöhnen und zu überzeugen 😉 Herzlichst, Deine Lea