Kürbisrezepte/ Hauptgerichte

Ofen-Nudeln mit Kürbis und Grünkohl

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Dieser Nudelauflauf mit einer cremigen Kürbissoße, Grünkohl und reichlich sahniger Bechamel ist ein richtiges Herbst-Highlight. Denn dieses Wochenende wollte ich es mir zusammen mit meinem Freund Julian ganz besonders gut gehen lassen. Wir hatten beide viel gearbeitet und fühlten uns ganz schön schlapp. Erholung und Entspannung waren also angesagt. Und dazu gehören für mich nicht nur viel Schlaf, schöne Spaziergänge, Sport und vielleicht ein guter Kinofilm, sondern vor allem auch Soulfood pur. Wenn ich an “Soulfood” denke, sind es meist die ganz einfachen, sahnig-köstlichen Rezepte, die wenig außergewöhnlich, dafür umso köstlicher sind.

So aromatisch, sahnig, cremig und lecker können Kürbis und Grünkohl sein…

So ist auch dieses Gericht eigentlich ein klassischer Nudelauflauf, aber verfeinert mit viel frischem Kürbis, Sellerie, Grünkohl und einer himmlisch cremigen Bechamelsoße. Ihr könnt natürlich statt Grünkohl auch Schwarzkohl oder Spinat verwenden bzw. den Auflauf ganz nach Herzenslust variieren. Ich bin gespannt auf Euer Feedback und hoffe, dass Ihr es Euch mit diesem Wohlfühl-Essen so richtig gut gehen lasst. Bis bald, xoxoxo Eure Lea.

Zutaten für 4 Portionen

Für den Auflauf

  • 130 g Cashewkerne
  • 350 g vegane Pasta (ich habe Kamut-Fusilli benutzt, aber Ihr könnt eine vegane Pastasorte ganz nach Eurem Belieben auswählen)
  • Meersalz
  • 550 g Hokkaido-Kürbis (Gewicht mit Schale aber ohne Kerne gewogen)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 kl. TL Kreuzkümmel
  • 1-2 TL süßes Paprikapulver
  • Chiliflöckchen nach Belieben oder eine kräftige Prise Pfeffer
  • 2 Schalotten oder eine Zwiebel (ca. 80 g)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 150-180 g Grünkohl
  • 2 EL Kokosöl (oder ein anderes Pflanzenöl)
  • Pfeffer
  • Eine große Prise frisch aufgeriebene Muskatnuss
  • 100-120 g Staudensellerie (optional, aber sehr lecker!)
  • 2 EL Hefeflocken
  • 1 EL glutenfreie Tamari Sojasoße
  • 1 TL Senf

Tipp: Dieses Rezept schmeckt in der Regel auch Kindern sehr gut. Allerdings empfehle ich, den frischen Staudensellerie wegzulassen, falls Kinder mitessen. Das ist natürlich von Kind zu Kind verschieden, aber viele der Kleinen mögen den etwas kräftigen Geschmack von Sellerie nicht. Auch bei Erwachsenen ist Sellerie manchmal ein Streitpunkt. Ihr könnt ihn in diesem Rezept ersatzlos streichen, wenn Ihr mögt.

Für die Bechamel-Cremesoße

  • 1 kl. Knoblauchzehe
  • 20 g Margarine (ich benutze Bio-Alsan)
  • 15 g Dinkelmehl
  • 250 ml Pflanzendrink
  • 15 g Hefeflocken
  • 1 TL scharfer Senf
  • Meersalz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss
  • Optional: eine Prise Kurkuma für eine schöne gelbliche Färbung der Soße

Tipp: Dieses Rezept funktioniert auch wunderbar mit Butternut-Kürbis. Jedoch empfehle ich, den Butternut dafür zu schälen und daher entsprechend mehr Kürbis zu verwenden. Denn das oben genannte Gewicht bezieht sich auf einen ungeschälten Hokkaido-Kürbis.

Zubereitung

Die Cashewerne über Nacht, mindestens aber 6 Stunden, in Wasser einweichen lassen (wer einen Hochleistungsmixer hat, kann die Einweichzeit auf 2 Stunden verkürzen). Anschließend das Einweichwasser abgießen.

Ich habe für dieses Rezept Fusillii aus Kamutmehl benutzt. Kamut ist eine sehr alte Getreidesorte und die Pasta ist nur in Biomärkten erhältlich. Kamut hat einen besonders hohen Eiweißgehalt und enthält viel Magnesium, Calcium und Eisen sowie die Vitamine B1, B2, B3, B5 und B6. Eine gute Nervennahrung also.

350 g Pasta in kräftig gesalzenem Wasser gemäß der Packungsanleitung bissfest kochen. Meine Kamut-Fusilli haben insgesamt 15 Minuten geköchelt. Dann war die Pasta bissfest. Die gekochte Pasta kurz mit Wasser abspülen und zur späteren Verwendung zur Seite stellen.

Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen und ein Blech mit Backpapier belegen.

Den Hokkaido-Kürbis waschen, entkernen und ungeschält rund 550 g in kleine Stücke schneiden. Die Kürbiswürfel mit 2 EL Olivenöl,1 kl. TL Kreuzkümmel, 1-2 TL süßem Paprikapulver und einer kräftigen Prise Meersalz vermengen. Wer mag, gibt noch Chiliflöckchen oder etwas Pfeffer dazu. Alles gut durchmischen.

Die mairnierten Kürbiswürfel werden im Ofen weich gegart.

Die Kürbiswürfel auf dem Backpapier verteilen und bei 200 Grad Umluft 12-14 Minuten garen lassen (bis die Kürbiswürfel weich sind). Kürbiswürfel aus dem Ofen nehmen und zur Seite stellen. Den Ofen auf 200 Grad Umluft weiter laufen lassen, da gleich der Auflauf darin fertig gebacken wird.

Jetzt kann der Grünkohl vorbereitet werden.

Grünkohl fällt beim Kochen nicht ganz so stark zusammen wie etwa Spinat. Daher reicht eine mittlere Portion für dieses Rezept. Ich habe diese Menge an Grünkohl verwendet.

2 Schalotten und eine Knoblauchzehe abziehen und fein würfeln. 150-180 g Grünkohl gut waschen und die Blätter vom harten Mittelstrunk entfernen/abstreifen. Grünkohl hacken.

2 EL Kokosöl (oder ein anderes hitzebeständiges Pflanzenöl) in einer Pfanne erhitzen. Die Schalotten- und Knoblauchwürfel kurz glasig andünsten. Den gehackten Grünkohl hinzu geben und rund 3-4 Minuten anbraten, bis er etwas zusammen gefallen ist. Den Grünkohl mit einer Prise Meersalz, reichlich Pfeffer sowie einer großen Prise frisch aufgeriebener Muskatnuss würzen.

Der Grünkohl wird mit den Schalotten- und Knoblauchwürfeln kurz in der Pfanne angebraten und gewürzt.

100-120 g Staudensellerie waschen und ganz fein aufschneiden.

Jetzt sind alle Grundzutaten für die Ofen-Nudeln vorbereitet. Nun die eingeweichten Cashewnüsse zusammen mit den gegarten Kürbisstücken, 2 EL Hefeflocken, 1 EL glutenfreie Tamari Sojasoße, 1 TL scharfem Senf und 120-140 ml Wasser im Mixer pürieren.

Die gekochten Nudeln in eine große Auflaufform geben. Die Selleriestückchen und den Grünkohl untermengen. Nudeln nochmals kräftig salzen.

Dann die Kürbissoße dazu geben und gleichmäßig miteinander vermischen.

Den Nudelauflauf bei 200 Grad Umluft rund 17-20 Minuten backen, bis die Nudel-Enden anfangen zu bräunen und kross werden.

Während der Auflauf im Ofen ist, könnt Ihr die Bechamelsoße vorbereiten. Dafür eine kleine Knoblauchzehe schälen. Dann 20 g Margarine in einem Topf schmelzen lassen. 15 g Dinkelmehl einrühren und da das klumpt, sofort unter Rühren nach und nach Pflanzenmilch aufgießen. Mit einem Schneebesen kräftig rühren. Die Hefeflocken, 1 TL scharfen Senf einrühren, die Knoblauchzehe mit einer Presse hinzu drücken und Muskatnuss dazu reiben. Bechamel mit Salz abschmecken. Bechamel vor dem Servieren nochmals erhitzen, damit sie schön cremig ist. Eine Prise Kurkuma macht die Soße schön gelb (optional).

Auflauf aus dem Ofen nehmen. Die Bechamel-Soße nochmals erhitzen, gut durchrühren und über die Pasta gießen. Ofen-Nudeln mit frischem Pfeffer bestreut heiß servieren. Dazu schmeckt ein großer, frischer Gartensalat ganz besonders gut.

Kleiner Tipp: Dieses Rezept ist eine Variation des Mac ‘n‘ Cheese Butternut-Auflauf aus einem ersten Kochbuch “Vegan with Love”. Kennt Ihr das schon? Falls nicht, schaut doch Mal auf meiner Webseite vorbei. Dort findet Ihr alle Informationen zum Buch und auch die Bestellmöglichkeit:

www.vegan-with-love.de

Vegan with love enthält über 88 leckere vegane Rezepte für jede Tageszeit und alle Gelegenheiten, Küchentipps und wunderschöne Foodfotos zu jedem Rezept! Mit dem Kauf des Buches erhaltet Ihr nicht nur wunderbare Kochspirationen und neue kreative Rezeptideen – Ihr unterstützt damit auch meine Arbeit und helft mir, diesen Blog werbefrei zu halten. Lieben Dank, Eure Lea

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13 Kommentare

  • Reply
    Tanja
    11. November 2017 at 20:13

    Hallo Lea,
    lieben Dank für die tollen Rezepte, die wir erst vor ein paar Tagen entdeckt haben. Ausprobiert bis jetzt: den Kürbis-Grünkohl-Nudelauflauf und das Rosenkohlpesto! Beides mega-lecker, wir sind begeistert! Morgen kommt das Auberginencurry an die Reihe, worauf wir uns schon sehr freuen.
    Liebe Grüße
    Tanja

    • Reply
      Lea
      11. November 2017 at 20:27

      Hi Tanja,
      ja, da hast du Dir auch zwei richtig tolle Rezepte rausgesucht! Danke für Dein Feedback. Ich freue mich natürlich sehr, dass beide Gerichte so gut gelungen sind. Super! Dann bin ich schon neugierig auf Dein Feedback zum Auberginencurry. Ich liebe das Rezept sehr, weil die Auberginenstücke durch das Vorgaren im Ofen so weich werden, dass sie im Mund schmelzen. Bin also gespannt, was Du berichtest.
      Ein schönes Wochenende noch,
      herzlichst Lea

  • Reply
    Kirschbiene
    31. Oktober 2017 at 01:23

    Huhu Lea,
    dieses Gericht schreit ja geradezu: „Soulfood“! Der Auflauf sieht köstlich aus und scheint das richtige für Schmuddelwettertage zu sein. Leider ist hier noch keine Grünkohlzeit, so dass ich noch warten muss, bis ch das Rezept ausprobieren kann ;-).
    Liebe Grüße
    Bianca

  • Reply
    annette
    30. Oktober 2017 at 18:37

    Hallo Lea! Habe dein Rezept mit Süsskartoffel statt Kürbis gemacht und TK Grünkohl verwendet. Das hat gut geklappt. War sehr lecker. Die Béchamel hab ich erst heute gemacht für die zweite Portion 🙂 Mal sehen ob das einen grossen Unterschied macht. Es hat gestern auch sehr lecker ohne Béchamel geschmeckt. LG Annette

  • Reply
    Natalie
    29. Oktober 2017 at 17:48

    Liebe Lea,
    vielen Dank für dieses tolle Rezept. Ich habe den Auflauf heute gemacht, da mein Mann und mein Sohn mit gegessen haben, vorsichtshalber ohne Sellerie.
    Soooo lecker. Wir waren uns einig, den machen wir wieder. Nächstes Mal dann vielleicht auch mit Sellerie.

    Eine Frage habe ich dazu aber noch: Welche Konsistenz sollte die Kürbis-Sauce haben?
    Sie ist bei mir sehr fest geworden, obwohl ich sogar schon etwas mehr Wasser zugegeben habe. Das vermischen mit den Nudeln war eine recht zähe Angelegenheit und der Auflauf war dadurch insgesamt etwas trocken. Das habe ich ausgeglichen, indem ich die Bechamel-Sauce etwas flüssiger gemacht habe.
    Aber woran könnte das liegen? Eine Vermutung ist, dass ich keinen Vitamix, sondern einen Thermomix 31 habe. Vielleicht braucht der einfach mehr Wasser zum Pürieren? Oder ich habe die Kürbiswürfel im Ofen zu trocken werden lassen.
    Ich werde den Auflauf jedoch auf jedem Fall wieder machen…

    • Reply
      Lea
      29. Oktober 2017 at 19:42

      Hallo Natalie,
      voll schön, dass Euch das Rezept so gut geschmeckt hat. Ich liebe es ja auch sooo sehr! Hmm, ist in der Ferndiagnose etwas schwer zu sagen, warum die Kürbissauce etwas fester bei Dir war. Das kann sowohl am Mixer als auch am Kürbis selbst liegen oder daran, wie weich gegart die Kürbisstücke aus dem Ofen kamen – schon kleine Abweichungen können bei der Konsistenz später einen großen Unterschied ausmachen. Es kommt vor allem darauf an, wie weich und saftig der Kürbis ist und das kann etwas variieren. Gib’ einfach beim nächsten Mal noch etwas Pflanzendrink oder Wasser hinzu. Aber Du hast es eh super mit der Bechamel gelöst <3
      Ganz herzliche Grüße
      Deine Lea

  • Reply
    Manuela
    28. Oktober 2017 at 21:47

    Hallo Lea,
    Ich habe heute Abend den Auflauf gekocht und war begeistet!
    Tatsächlich ziemlich aufwändig, wenn man ihn das erste Mal macht, aber es lohnt sich 😊
    Die Kürbissoße hätte ich so löffeln können. Ich hatte wohl auch etwas mehr Kürbis drin…
    Und der Staudensellerie gibt tatsächlich den Kick 👍
    Heute Mittag gab es die cremige Polenta aus frischen Maiskolben. Bei Basic war ich noch nicht, aber ich habe zufällig welche im Supermarkt bekommen und gleich probiert.
    Ist eine ziemliche Schweinerei, die Körner vom Kolben zu trennen, aber auch das lohnt sich.
    Es war sehr cremig und lecker 😊
    Und der Mohn gibt hier auch einen besonderen Geschmack.
    Vielen Dank für die tollen Inspirationen 😀
    Liebe Grüße
    Manuela

    • Reply
      Lea
      29. Oktober 2017 at 17:49

      Hi Manuela,
      lach… das wäre auch meine Wortwahl: “(…) eine ziemliche Schweinerei…(…)” – wohl war! 🙂 Wenn man den Mais vom Kolben schneidet, fallen die Körner gerne sonst wohin. Aber mit der Zeit kriegt man den Dreh raus. Ich mache das inzwischen so oft. Ich mag’ einfach den Geschmack von frischer Polenta sooo gerne. Ob süß oder deftig – das kann man mir Polenta aus Grieß gar nicht vergleichen. Freut mich, dass Dir die Rezepte so gut gelungen sind und lieben Dank für Dein Feedback, herzlichst Lea

  • Reply
    Marie
    26. Oktober 2017 at 17:21

    Wow, sieht toll aus! Leider ist mein partner auf cashew kerne allergisch. Was könnte ich denn stattdessen nehmen? Vielen Dank schonmal! Lg

    • Reply
      Lea
      26. Oktober 2017 at 18:15

      Hallo Marie,
      lieben Dank, dass Du mir schreibst. Das ist zum Glück kein Problem. Du kannst die Cashewkerne in diesem Rezept durch Seidentofu ersetzen (den musst Du auch nicht einweichen…lach). Ich würde allerdings nicht 350 g, sondern nur 280-300 g nehmen. Ich denke, dass reicht ganz locker für dieses Rezept. Anstatt der eingeweichten Nüsse, püriere also einfach den Seidentofu mit den gegarten Kürbisstücken und den anderen angegebenen Zutaten. Das wird prima funktionieren 🙂 Viel spaß und lasst es Euch schmecken, Deine Lea

      • Reply
        Marie
        28. Oktober 2017 at 11:33

        Danke Lea für deine antwort! Perfekt, dann probiere ich es mit dem seidentofu 🙂 leider gibt es so viele rezepte mit cashew- ich denke da sie die saucen schön cremig machen. Ich weiß dann nie wie ich die optimal ersetzen soll. Deshalb freut es mich umso mehr dass es hier kein problem ist! Danke 🙂

  • Reply
    Stefan
    25. Oktober 2017 at 14:18

    Wow- Danke für das Rezept! Wenn auch für in der Woche etwas aufwendiger, war es sehr lecker!

    • Reply
      Lea
      25. Oktober 2017 at 14:53

      Hi Stefan,
      wow, lieben Dank für Dein Feedback und super, dass es Dir so gut geschmeckt hat. Klasse 🙂 Hoffe, Du findest noch viele weitere schöne Rezeptinspirationen für Dich hier auf meinem Blog 🙂 Du kannst Deine Lieblingsrezepte bzw. Rezepte, die Dich interessieren, übrigens auch unter “Favoriten” speichern. Einmal angemeldet, kannst Du Dir dort also Dein eigenes kleines “Kochbuch” anlegen und musst nicht immer wieder neu nach den Rezepten suchen. Viel Spaß dabei, liebe Grüße Lea