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Spinatnockerl in aromatischer Tomatensoße

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Vegane Spinatnockerl in fruchtig-leckerer Tomatensoße – das ist Wohlfühlessen pur! Ich bin ja momentan ein wenig wehleidig wegen des grauen, kalten Wetters und der immer kürzer werdenden Tage. November ist nicht meine Jahreszeit. Gegen den Endjahres-Blues hilft bei mir vor allem gutes, warmes Essen mit ganz viel Wohlfühlfaktor. Jetzt dürfen die Gerichte ruhig wieder etwas deftiger sein. Je kälter es draußen wird, desto hungriger werde ich. Kennt Ihr das auch? Außerdem bin ich eine furchtbare Frostbeule und brauche im Winter wärmende, stärkende Speisen. Die köstliche Tomatensoße in diesem Gericht weckt in mir Erinnerungen an den Spätsommer. Sie hat etwas Mediterranes, Fruchtiges – einfach herrlich. Und dazu diese unfassbar leckeren Nockerl mit Spinat. Ach, da geht es mir doch schon wieder besser….Das Rezept reicht für vier Personen, aber ich muss Euch gestehen, wir haben die Spinatnockerl an einem einzigen Tag zu zweit weggeputzt. Ich hoffe, Ihr habt viel Freude an diesem Rezept, ganz liebe Grüße Eure Lea

Zutaten für 4 Portionen

Für die Spinatnockerl

  • 1 Zwiebel
  • 300 Gramm frischer (Baby-)Spinat
  • 1 TL Sojasoße
  • 200 Gramm Tofu natur
  • 200 Gramm (altbackene) vegane Brötchen
  • 150 ml Sojadrink (oder ein anderer Pflanzendrink)
  • 3 EL (vollfettes) Sojamehl
  • 30-40 Gramm Semmelbrösel
  • Salz
  • Pfeffer
  • Etwas frisch aufgeriebene Muskatnuss

Für die Tomatensoße

  • 1-2 EL Pflanzenöl
  • 1 große Zwiebel
  • 1 kleine oder halbe Knoblauchzehe
  • 6 EL Tomatenmark
  • 1 k. TL Agavendicksaft
  • 150 Gramm Stangensellerie
  • 600 Gramm Tomaten gestückelt im eigenen Saft (oder frische Tomaten entkernt und gewürfelt)
  • 1 rote (Spitz)Paprika (140 Gramm)
  • 1 EL süßes Paprikapulver
  • 1 Prise Kreuzkümmel
  • 1 TL Sojasoße
  • 1- 2 EL Kräuter der Provence oder gerebbelter Rosmarin oder etwas Thymian o.ä.
  • Salz und Pfeffer
  • Eine Hand voll frische Petersilie (man könnte auch Basilikum nehmen, falls vorhanden)

Tipp: Ihr könnt die Spinatnockerl auch einfach mit Salbei”butter” statt mit Tomatensoße servieren. Das schmeckt auch fantastisch. Ich hatte nur beim Einkauf für dieses Rezept keinen Salbei erhalten. Aber wenn Ihr das Rezept mit Salbei ausprobieren möchtet, einfach ein kleines Bund Salbei in einer Pfanne mit veganer Butter/Margarine köcheln lassen und die Nockerl mit heißer Salbeibutter übergossen servieren! Eine weitere Variationsmöglichkeit ist, die Spinatnockerl als Suppeneinlage, ähnlich wie “Grießnockerl”, zu servieren. Der Hit!

Zubereitung (20 Minuten für die Tomatensoße + 30 Minuten für die Spinatnockerl)

Ich beginne, bei diesem Rezept mit der Zubereitung der Tomatensoße. Denn diese kann ich ganz einfach kurz vor dem Servieren nochmals erwärmen.

Für die Tomatensoße eine Zwiebel und eine kleine Knoblauchzehe schälen und fein hacken.

150 Gramm Stangensellerie waschen, der Länge nach halbieren und in kleine Stücke schneiden. Eine rote Paprika waschen, das Kerngehäuse entfernen und fein aufschneiden.

1-2 EL Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebel- und Knoblauchstückchen anschwitzen. Anschließend die Paprika- und Selleriestücke dazu geben und kurz anbraten. Die Zutaten mit einem kl. TL Agavendicksaft beträufeln und kurz karamellisieren lassen. 6 EL Tomatenmark dazu geben, kurz anbraten und anschließend die gewürfelten Tomatenstücke und 100-150 ml Wasser dazu geben (wer mag, kann auch einen Schuss Rotwein dazu geben, das schmeckt herrich!). Die Soße fünf Minuten köcheln lassen. Immer wieder umrühren und mit Wasser beliebig strecken (wer frische Tomaten verwendet, wird etwas mehr Wasser benötigen). Die Soße mit einem 1EL süßem Paprikapulver, einer Prise Kreuzkümmel, 1 TL Sojasoße sowie 1-2 EL Kräutern der Provence würzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss eine Hand voll Petersilie waschen, trocken schütteln, hacken und untermengen. Dann die Soße erstmal zur Seite stellen. Wir erwärmen sie dann nochmal kurz vor dem Servieren.

Für die Spinatnockerl eine Zwiebel schälen und ganz fein aufschneiden. 300 Gramm Spinat waschen und abtropfen lassen.

2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebelwürfel im heißen Fett anschwitzen. Dann den Spinat dazu geben und zusammen fallen lassen. Spinat kurz köcheln lassen. Wichtig: Die austretende Flüssigkeit so gründlich wie möglich abgießen. Spinat mit 1 TL Sojasoße, einer kleinen Prise Salz und einer großen Prise frisch aufgeriebener Muskatnuss würzen. Spinat kurz abkühlen lassen. Flüssigkeit nochmal abgießen (Ich drücke dafür den Spinat am Pfannenrand fest mit dem Kochlöffel aus, kippe die Pfanne leicht, lasse die Flüssigkeit zusammen laufen und gieße sie vorsichtig ab).

Drei gehäufte EL Sojamehl in einer großen Rührschüssel mit 6 EL der abgemessenen Sojamilch (gesamt 150ml) vermischen/verrühren. 3 vegane (harte) Brötchen in ganz feine Würfel schneiden und dazu geben. 30 Gramm Semmelbrösel ebenfalls dazu geben und alles mit der restlichen Pflanzenmilch übergießen. Eine kleine Packung Naturtofu hinein bröseln. Dann die Masse pfeffern, gut salzen salzen, den Battspinat hacken und dazu geben.

Alle Zutaten fest verkneten und 5 Minuten quellen lassen. Bei Bedarf noch mehr Semmelbrösel unterkneten. Der Teig sollte sich gut formen lassen und nicht zu glitschig sein. Man sollte mit der Hand recht feste, gut zusammen haltende Nockerl formen können. Die Nockerl mit trockenen Händen formen und nebeneinander auf die Arbeitsfläche legen. Wenn Ihr mögt, könnt Ihr selbstverständlich auch “Spinatknödel” formen, wenn Euch das lieber ist.

Tipp: Wie gerade geschrieben, bitte die Hände beim “Nockerl-Formen” NICHT befeuchten. Solltet Ihr zu viel Teig an den Händen haben, wascht sie und trocknet sie ab, bevor Ihr weitere Nockerl formt. Sonst halten die Nockerl beim Kochen nicht gut und alles wird so eine glibberige Angelegenheit.

In einem großen Topf Wasser erhitzen und leicht salzen. Das Wasser sollte kochen, aber nicht übermäßig sprudeln. Dann die Nockerl vorsichtig ins kochende Wasser gleiten lassen und etwa 10 Minuten im kochenden Wasser ziehen lassen, bis sie alle ander Oberfläche treiben. Parallel dazu: Die Tomatensoße nochmals erwären.

Nockerl mit einem Schöpflöffel aus dem Wasser holen und abtropfen lassen. Heiße Tomatensoße auf Teller aufteilen und die Nockerl dazu geben. Spinatnockerl mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreut und mit Petersilie garniert servieren. Guten Appetit!

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20 Kommentare

  • Reply
    Judith Zapp
    19. Januar 2017 at 18:00

    Hallo Lea, heute habe ich die Spinatnockerl ausprobiert, allerdings mit einer Champignonsauce (mein Mann mag keine Tomaten). Da wir nur zu zweit waren, wurde das Rezept halbiert. Alles hat gut geklappt und auch sehr lecker geschmeckt, nur die 75 ml (halbe Menge) Sojadrink reichten keinesfalls aus. Ich habe bestimmt die doppelte Menge benutzt und dann noch die Semmelbrösel weggelassen. Danach hielten sie super zusammen und waren auch sonst von der Konsistenz her gelungen. Das Brot war aber auch sehr trocken, sollte aber doch auch so sein, oder?

    • Reply
      Lea
      21. Januar 2017 at 12:08

      Liebe Juith,
      was soll ich sagen: Du hast alles richtig gemacht! Danke, denn genau so muss es sein – bei einem solchen Rezept, wo wirklich jeder “andere Brötchen” verwendet, ist es ganz schwer “einen Standard” anzugeben, wie ganz konkret die Mischverhältnisse sind. Denn kein altbackenes Brötchen gleicht dem anderen. Es kommt ja immer darauf an, aus welchem Mehl es gemacht wurde, wie fest es tatsächlich schon ist, ob Emulgatoren drin sind etc… da gibt es ganz viele Faktoren. Daher mache ich ja auch immer die Step-by-Step-Fotos, damit man die Konsistenz des “Teigs” bzw. der “Masse” mit der eigenen vergleichen und ein wenig nachjustieren kann. Hast Du super gemacht und ganz herzlichen Dank für Dein Feedback. Freue mich sehr, dass es gut gelungen ist und freue mich schon, wieder von Dir zu hören.
      Wünsche Dir ein schönes Wochenende, alles Liebe Lea

  • Reply
    Katharina
    14. Dezember 2016 at 16:47

    Sieht sehr appetitlich aus. Ich werde es direkt auch probieren zu kochen.

    • Reply
      Lea
      15. Dezember 2016 at 10:22

      Hallo Katharina,
      es freut mich, dass ich Dich mit diesem Rezept inspirieren konnte 🙂 Lass’ es Dir schmecken, herzlichst Lea

  • Reply
    Kerstin
    20. November 2016 at 21:57

    Hallo Lea,
    Ich hatte mir das Rezept auch gleich gespeichert und heute voller Erwartung gekocht 🙂 die Soße ist super geworden, wenn auch ich sie etwas länger köcheln habe, damit die Tomaten mehr zerfallen.. bei den Nockerln habe ich aber irgendwas falsch gemacht, die meisten sind zerfallen 🙁 dabei dachte ich, die Masse sei trocken genug gewesen.. sprudelnd gekocht habe ich sie auch nicht. Hast Du irgendeine Idee? Macht es einen Unterschied wie fein die einzelnen zutaten sind? Bei dir sieht alles viel feiner aus..

    Naja, ich werde aus der Knödelmatsche morgen jedenfalls gefüllte Blätterteigtaschen machen 🙂

    • Reply
      Lea
      20. November 2016 at 22:27

      Hi Kerstin,
      oh, das wundert mich. Ich kann das natürlich aus der Entfernung nicht richtig einschätzen. Wie waren Deine Brötchen? Waren die “hart”, also hast Du “altbackene Brötchen” verwendet? Denn das habe ich gemacht. Eventuell war das “Knödelbrot” etwas zu weich? Die Masse des Teigs sollte sich schon in der Hand beim Formen sehr kompakt und fest anfühlen. Falls das nicht so ist, reichlich Semmelbrösel noch dazu geben. Soweit mein Tipp per “Ferndiagnose”… ganz herzliche Grüße Lea

      • Reply
        Kerstin
        21. November 2016 at 23:10

        Hey Lea,
        dann waren es vllt die Brötchen :/ sie waren eben vom Vortag und nicht der Vorwoche ^^

        P.s. Soße und Knödelpampe als Füllung für ne Blätterteigtarte schmeckt übrigens super 🙂

        • Reply
          Lea
          22. November 2016 at 17:36

          🙂 Big Smile

  • Reply
    Elke
    12. November 2016 at 18:04

    Hallo liebe Lea,

    ohhhhh wie lecker die Nockerln. Bin ich froh dass ich gleich die doppelte Menge gemacht habe…freu 🙂
    Die Tomatensoße habe ich mit meiner selbst eingekochten Tomatensoße zubereitet. Hat richtig toll dazu geschmeckt.
    Jedenfalls werden wir morgen zum Mittagessen nochmals dieses Hammer Gericht genießen.
    Lea, du bist echt super 🙂

    Schönes Wochenende und liebe Grüße
    Elke

    P. S. Bilder sind wieder wunderschön.

    • Reply
      Lea
      12. November 2016 at 18:51

      Hallo Elke,
      wie schön!! Du hast sie schon probiert?! Ach toll….Danke Dir für das liebe Feedback. Hab’ mich sehr gefreut 🙂 Hab’ noch ein schönes Wochenende, Deine Lea

  • Reply
    Kiri
    11. November 2016 at 19:31

    Ohhh, das hört sich sehr lecker an!
    Farblich erinnert es mich nicht nur an Weihnachten, sondern auch an Italien und damit an Sommer, Sonne und viel Wärme 😊

    Wird auf jeden Fall nachgekocht!

    • Reply
      Lea
      11. November 2016 at 19:52

      Hi Kiri <3 Jaaa, das finde ich auch... ein bisschen Spätsommer-Küche im November-Einheitsgrau kann ja nicht schaden 🙂 Ganz liebe Grüße Lea

  • Reply
    Sarah
    11. November 2016 at 17:05

    Hallo Lea,

    das Rezept klingt super und könnte ein schönes Weihnachtsessen für mich sein. Da ich mir hier immer eigene Dinge zubereiten muss (möchte) und die kleine Küche meiner Oma für das omnivore Weihnachtsmenü der Großfamilie herhalten muss, ist es bei mir wichtig, dass ich die Sachen möglichst komplett vorbereiten kann. und dann nur noch aufwärmen muss.

    Sind die fertigen Nockerl geeignet 1-2 Tage gekühlt gelagert zu werden? Oder meinst du es könnte auch klappen, die Nockerl roh aufzubewahren und dann nur noch kochen zu müssen?

    Liebe Grüße
    Sarah

    • Reply
      Lea
      11. November 2016 at 17:52

      Hallo Sarah,
      als ich das Rezept heute online gestellt und es dann nochmal betrachtet habe, ist mir auch genau das Gleiche durch den Kopf gegangen: Das ist eigentlich auch ein wunderbares Rezept für den Weihnachtsabend. Denn es ist etwas festlich, rot-grün – also “Weihnachtsfarben” – gut vorzubereiten und müsste eigentlich fast jedem schmecken 🙂 Super Idee, liebe Sarah! Zur Vorbereitung: Du kannst sowohl die Spinatnockerl (oder Knödel – Du kannst die Masse formen, wie Du magst) als auch die Tomatensoße 1-2 tage abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und dann wieder vorsichtig erwärmen. kein Problem! Aber bitte die Nockerl nicht “roh”, sondern schon gekocht aufbewahren 😉 Ganz liebe Grüße und hoffentlich bis bald, Lea

      • Reply
        Sarah
        11. November 2016 at 18:43

        Hallo Lea,
        vielen Dank für die schnelle Antwort! Das Rezept ist “gebookmarked”!! 🙂
        Liebe Grüße
        Sarah

        • Reply
          Lea
          11. November 2016 at 19:52

          🙂 Supi!

  • Reply
    Manfred
    11. November 2016 at 14:52

    Das sieht ja lecker aus!
    Ich werde es bald probieren und dir darüber berichten.

    • Reply
      Lea
      11. November 2016 at 17:49

      Hallo Manfred,
      das freut mich! Bin schon gespannt auf Dein Feedback <3 Alles liebe Lea

  • Reply
    Vanessa
    11. November 2016 at 14:36

    Oooh, sehr lecker.

    • Reply
      Lea
      11. November 2016 at 17:48

      Hallo Vanessa,
      freut mich, dass Dich das Rezept anspricht. Vielleicht probierst du es mal aus? Ganz viel Spaß dabei, liebe Grüße Lea