Glutenfrei/ Low Carb

Wirsingrouladen mit Kürbis und Cranberry-Chutney

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Es wird langsam festlich, Ihr Lieben! Diese wunderbaren, mit Kürbis gefüllten Wirsingrouladen auf Cranberry-Chutney und Kurkuma-Soße sind mein Vorschlag für die Hauptspeise des diesjährigen Weihnachtsmenüs. Wie in jedem Jahr ist es mir besonders wichtig, Euch für die Festtage Rezeptvorschläge an die Hand zu geben, die einen richtigen “Wow-Effekt” erzielen, aber zugleich nicht teuer, dafür umso mehr saisonal passend sind. Denn jedes Jahr wundere ich mich erneut, wie kurz vor dem 24. Dezember Spargel, Erdbeeren und viele andere Lebensmittel im Supermarkt angeboten werden, die lange transatlantische Wege zurücklegen müssen, um auf die Weihnachtstafel zu kommen. Denn das ist gar nicht nötig. Sehen diese Rouladen nicht fantastisch aus?! Diese Farben und das herrliche Aroma! Einfach perfekt. Obendrein sind Kürbis, Wirsing und Cranberries gut erschwinglich.

Das Gericht lässt sich außerdem ganz einfach vorbereiten, so dass Ihr am Weihnachtsabend oder an den Feiertagen nicht mehr lange in der Küche stehen müsst. Soßen und die Rouladen selbst können zubereitet und dann ganz einfach nochmals zum Essen erwärmt werden. Ich wünsche Euch viel Genuss und hoffe, dieses Festgericht wird viele Gaumen zu Weihnachten entzücken. Herzlichst eure Lea.

Zutaten für 3-4 Portionen

Für die Wirsing-Kürbisrouladen

  • 6 schöne große Wirsingblätter
  • 600 g Hokkaido-Kürbis (Gewicht ohne Kerngehäuse)
  • 4-5 EL Pflanzenöl
  • Salz & Pfeffer
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 80 g Zwiebel
  • 200 g Naturtofu
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 1,5 El Sojasoße
  • 2 EL Kartoffelmehl oder Speisestärke
  • Optional zum Garnieren: Schwarze Kreuzkümmelsamen oder schwarzer Sesam

Außerdem: Zahnstocher und eine Auflaufform

Für die Kürbissoße

  • Kürbis (ist bei den Zutaten für die Wirsingrouladen bereits enthalten)
  • 100 ml Kokosmilch oder Pflanzendrink
  • 1 kl. TL Kurkuma
  • 1 TL Sojasoße

Cranberry Chutney

  • 1 Apfel (ca. 150 g)
  • 1 Orange bzw. 100 ml Orangensaft (kann durch 100 ml Traubensaft oder Apfelsaft ersetzt werden)
  • 15-20 g frischer Ingwer (ich mag es gerne scharf und benutze selbst 25 g Ingwer)
  • 150 g Cranberries
  • 3 EL Ahornsirup
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Meersalz

Zubereitung (20 Minuten Cranberry-Chutney + 55 Minuten für die Wirsingrouladen + 5-10 Minuten für die Kürbissoße)

Ich beginne bei diesem Rezept mit dem Cranberry-Chutney, da dieses bis zur Verwendung einfach im Kühlschrank stehen kann. Ihr könnt das Rezept wahlweise auch ohne Chutney und nur mit der leckeren Kürbissoße machen. Dann überspringt Ihr einfach folgende Arbeitsschritte.

Für das Cranberry-Chutney

Einen Apfel waschen und mit einer Reibe fein aufreiben. Kerngehäuse entfernen. 1 Orange auspressen (ca. 100 ml Saft). 15-20 g Ingwer schälen. 150 g Cranberries waschen.

Die Cranberries zusammen mit dem geschabten Apfel in einen Topf geben und ohne Zugabe von Fett 2-3 Minuten anbraten, bis die Cranberries beginnen aufzuspringen (es “poppt” hörbar). Nun 100 ml frisch gepressten Orangensaft in den Topf gießen. Den Ingwer mit einer Ingwerreibe aufreiben und das Fruchtfleisch zusammen mit ca. 3 EL Ahornsirup (oder z.B. Agavendicksaft) ebenfalls in den Topf geben. Eine Prise Zimt dazu geben und das Ganze auf mittlerer Hitze insgesamt ca. 10 Minuten köcheln und eindicken lassen.

Nach rund 10 Minuten Kochzeit ca. 100  ml Wasser hinzufügen und erneut eindicken lassen. Nach insgesamt etwa 12-15 Minuten Kochzeit das Chutney mit einem Schneidstab pürieren pürieren. Chutney mit einer Prise Meersalz und Ahornsirup abschmecken.

Nun zu den Wirsingrouladen

Den Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen und ein Blech mit Backpapier belegen.

600 g entkernten Hokkaido waschen und ungeschält in Stücke schneiden. Kürbisstücke mit 2 EL Pflanzenöl, Salz, Pfeffer, 1 kl. TL Paprikapulver und 1 TL Kreuzkümmel vermischen und auf das Backblech geben.

Kürbisstücke bei 200 Grad Umluft ca. 15 Minuten im Ofen garen, bis die Ecken beginnen zu bräunen und die Kürbisstücke weich sind.

Während die Kürbisstücke im Ofen garen, eine Zwiebel abziehen und fein würfeln. 200 g Naturtofu mit den Händen fein zerbröseln.

1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelstückchen glasig andünsten. Zerbröselten Tofu dazu geben und rund 4 Minuten anbraten. Den Tofu dabei mit Salz und Pfeffer und 1,5 EL Sojasoße kräftig würzen.

Wenn der Tofu leicht angebraten ist, Pfanne erstmal vom Herd stellen.

150 g der gegarten Kürbisstücke mit dem angebratenen Tofu und 2 EL Kartoffelstärke/Kartoffelmehl im Mixer pürieren. Das Püree mit 200 g der gegarten Kürbiswürfel vermengen und gut miteinander vermischen (die restlichen gegarten Kürbiswürfel benötigen wir gleich für die Soße). Das Kürbis-Tofupüree ist die Füllung für unsere Rouladen.

Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Zusätzlich eine Schale mit kaltem Wasser füllen. Sechs schöne Wirsingblätter abtrennen, waschen und den harten Strunk auf der Rückseite mit einem Messer abflachen.

Dann die Wirisngblätter nacheinander jeweils kurz ca. 2-3 Minuten im sprudelnd heißen Wasser blanchieren bis sie weich und biegsam sind und direkt danach kalt abschrecken. Nun sind sie bereit zum Rollen.

Jeweil ein Wirsingblatt mit dem Strunk zu Dir zeigend auf die Arbeitsfläche geben. 2 EL Füllung auf das Blatt geben, einmal von unten einschlagen, dann seitlich einschlagen und nach oben hin zurollen. Mit einem Zahnstocher fixieren.

Die Wirsingrouladen in einer Pfanne mit heißem Fett von jeder Seite kurz anbraten, bis sie rundum leicht Farbe annehmen. Die Wirsingrouladen anschließend in eine leicht gefettete Auflaufform schichten und für etwa 15 Minuten bei 160 Grad Umluft in den Ofen schieben. Bei Bedarf mit etwas Flüssigkeit (Brühe, Öl oder etwas Wasser) übergießen.

Tipp: Die Wirsingrouladen können längere Zeit im Ofen warm gehalten werden bzw. lassen sie sich sehr gut kurz vor dem Servieren neu erwärmen. Es sieht besonders schön aus, wenn man die Roulade zum Servieren schräg durchschneidet und leicht aufeinander gestapelt serviert.

Während die Rouladen im Ofen sind, die restlichen Kürbisstücke mit 200 ml Kokosmilch (oder Pflanzendrink), 1 TL Sojasoße und 1 TL Kurkuma im Mixer pürieren und die Soße mit Salz abschmecken. Soße vor dem Servieren erwärmen.

Cranberry-Chutney und Kürbissoße mit einem Löffel kreisförmig und mittig auf einen Teller auftragen. Die Wirsingrouladen schräg durchschneiden (vorher den Zahnstochen entfernen!) und mittig auf dem Soßenspiegel drappieren. Gericht mit schwarzen Kreuzkümmelsamen oder schwarzem Sesam bestreut servieren.

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6 Kommentare

  • Reply
    Alexandra
    31. Dezember 2018 at 17:41

    Liebe Lea,
    nachdem ich letztes Jahr schon Deinen Maronen-Nussbraten mit Erfolg kredenzt habe, wagte ich mich dieses Mal voller Vorfreude an Deine Wirsingrouladen. Du musst wissen, daß ich mich nie für Weihnachtsmenus interessiert habe. Aber da ich nun letztes Jahr meine Ernährung ganz auf vegan umgestellt habe, ist auch der Küchenzauber für mich interessanter geworden.
    Was mir wieder so gut an Deinen Rezepten gefällt: viel regionales Gemüse, eine überschaubare Einkaufsliste, die einem einige Fussmärsche und Suche in diversen Läden erspart und eine gute Durchführbarkeit, gerade auch für Nicht-Profis.
    Uns hat es ganz wunderbar geschmeckt, und ich habe gerade über den herrlichen Geschmack des Cranberry-Chutneys nicht schlecht gestaunt. 1000 Dank dafür!! Ich freue mich auf alle kommenden Inspirationen und wünsche Dir alles Gute für 2019!
    Liebe Grüße
    Alexandra

    • Reply
      Lea
      7. Januar 2019 at 10:03

      Liebe Alexandra,
      ganz liebe Grüße und ich wünsche Dr ein gesundes und genussvolles neues Jahr!
      Sorry, dass ich erst mit leichter Verzögerung auf Deinen tollen Kommentar antworte. Ich mache Ende des Jahres oft eine kleine “Winterpause”. Dieses Mal bin ich mit meinem Freund Julian nach Mauritius geflogen. Das ist eine wunderschöne, kleine Insel im indischen Ozean. Während ich dies hier schreibe, blicke ich auf Palmen und genieße herrliches Wetter und 32 Grad. Denn ich vertrage die Dunkelheit, das graue Wetter und die Kälte immer so schlecht. Daher mache ich seit ein paar Jahren keinen richtigen Sommerurlaub mehr (im Sommer ist es ja auch bei uns in Deutschland schön), sondern fliege dafür im Winter 2-3 Wochen weg. Seitdem geht es mir deutlich besser – der Winter in Berlin ist aber auch wirklich ganz schön ekelig 🙂
      Freue mich sehr, dass Dir die Rouladen so gut geschmeckt haben.
      Bald bin ich zurück in Berlin und dann wird auch wieder fleißig für den Blog gekocht. Bis dahin alles Liebe und ich schicke Dir Sonne <3
      Deine Lea

  • Reply
    Stefanie
    19. Dezember 2018 at 14:11

    Liebe Lea,
    die Rouladen klingen super und werden es wohl am 1. Feiertag auf unsere Teller schaffen :-). Allerdings ist meiner Familie das ein bisschen wenig auf dem Teller. Hast du zufällig einen Tipp für eine passende Beilage parat?

    Liebe Grüße, Steffi

    • Reply
      Lea
      20. Dezember 2018 at 10:59

      Hallo Steffi,
      ach, das ist ja schön zu hören! Du hast Recht, die Rouladen selbst sind ohne weitere Beilage (nur mit den leckeren Soßen) etwas wenig, wenn man sie als einzige Speise serviert. Das ist so, da ich die Rouladen als Teil eines Menüs serviere und zusammen mit den Pastinaken im Tempura-Teig als Vorspeise und dem leckeren weißen Schokomousse als Nachspeise, reicht das insgesamt völlig aus, um rundum satt zu werden. Wenn Du nur den Hauptgang servierst, kannst du eigentlich die Klassiker als Beilage dazu machen, also z.B. Rotkraut und Kartoffelstamp oder Polenta, wie in diesem Rezept beschrieben. Auch halbrohe Kartoffelklöße würden sehr gut dazu passen. Du könntest darüber hinaus auch in meiner Rubrik “Weihnachten” Mal nachsehen, was ich in den vergangenen Jahren so als Vorspeise und Dessert gemacht habe – denn wie gesagt, in Kombination mit mehreren Gängen, sind die Wirsingrouladen ausreichend 🙂
      Hab’ ein wunderschönes Weihnachtsfest – viele liebe Grüße und schön, dass Du Dich hier so inspirieren lässt.
      Deine Lea

  • Reply
    Claudia
    19. Dezember 2018 at 12:23

    Ein tolles Rezept liebe Lea. Das probiere ich auf jeden Fall einmla aus. Hab schon länger nach einer leckeren Füllung für Wirsingrouladen gesucht. Danke und schöne Weihnachten 🙂
    Herzliche Grüße Claudia

    • Reply
      Lea
      20. Dezember 2018 at 10:53

      Hallo Claudia,
      das ist natürlich toll zu hören und freut mich sehr. Vielleicht hast Du gesehen, dass ich noch ein zweites Rezept für Wirsingrouladen auf meinem Blog habe? Diese sind mit Maronen gefüllt, was auch unglaublich lecker ist.
      Viel Spaß beim Ausprbieren und Frohe Weihnachten!
      Herzlichst Lea